Bisschen peinlich für das BKA: Das Kompetenzcenter ist inkompetent und bekommt keinen eigenen Staatstrojaner programmiert

Vielleicht sollte besser ein 14 jähriges Skript – Kiddie den Damen und Herren von dem seit einem Jahr bestehenden Kompetenzcenter Nachhilfe geben, damit sie endlich mal einen funktionierenden Staatsschnüffler ohne fatale Sicherheitsfehler basteln können. Seit durch den Chaos Computer Club im vergangenen Jahr eklatante Sicherheitsmängel bei der stolz vorgetragenen Staatstrojaner-Software aufgedeckt worden sind, suchen Innenminister von Bund und Ländern fieberhaft nach einem Ausweg aus der Peinlichkeit, allerdings mit wenig Erfolg. Unser Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich kündigte im Oktober 2011 vollmundig an, sein Ministerium werde ein eigenes Kompetenzzentrum zur Entwicklung von Überwachungs-Software einrichten. Jawohl! Die Zeit verging im Fluge und als Ergebnis kam heraus: nada. Schön für die Verfechter der Internetfreiheit, ein Grund zum Ärgern für den deutschen Steuerzahler Bund, denn hochbezahlte IT Experten bewiesen ihre Inkompetenz im Kompetenzcenter. Was tun?

Wie aus einer Antwort des Innenministeriums auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion hervorgeht, sind die Bemühungen, eine eigene Software zu programmieren, noch längst nicht abgeschlossen, was im Klartext heisst: keine Ahnung von nichts. Man wurstelt dilletantisch  und unproduktiv vor sich hin. Zudem stehe noch eine umfassende Prüfung aus – im Hinblick auf Funktionsumfang als auch auf den Datenschutz. Das heisst auf Expertendeutsch soviel wie, man braucht erst mal einen Plan, bevor man … äh erfolgreich anfangen kann kompetent zu sein. Das Ministerium schreibt, dass daher derzeit seitens des Bundeskriminalamtes eine kommerzielle Übergangslösung bis zur “Fertigstellung der Eigenentwicklung” vorbereitet werde. Man kann sicher sein, dass eine glückliche Softwareschmiede den Honks vom Amt eine fehlerhafte und überalterte Anwendung zu Wucherpreisen verkaufen wird. Macht aber nichts, weil der Steuerzahler dafür aufkommt. In der freien Wirtschaft wären die Nieten schon längst gefeuert worden, aber hierzulande gewährt man ofensichtlich erst mal eine längere Einarbeitungszeit für die Verwandtschaft.

Aber ein weiterer Knaller kommt noch dazu: Der innenpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Hans-Peter Uhl, musste nämlich gegenüber der “Mitteldeutschen Zeitung” einräumen, dass die Entwicklung von Software durch das BKA “voraussichtlich noch Monate dauern wird, vielleicht sogar Jahre. Vielleicht werden wir eines Tages sogar kleinlaut zugeben müssen, dass wir es gar nicht können.” L.o.L, aber nur vielleicht! Bis dahin dürften Bundesbehörden nur Software erwerben, wenn der Lieferant den Quellcode nenne. Aber das ist ohnehin ohne Belang, denn wer kann den schon lesen oder gar verstehen?

Ich für mein Teil bin sehr beruhigt; jetzt da das professionelle Niveau etwaiger Gegenspieler so vorzüglich offenbart worden ist.

so long humanicum

 


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