Billiger begraben

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Wehrhaftes Ding: die Kirche Herznach AG.

Das Fricktal, katholischer Aargau, war bis zum Einmarsch der Franzosen 1799 Teil des Habsburgerreiches. Aus jener Zeit ist in Herznach ein josephinischer Sparsarg erhalten geblieben, ein wiederverwendbarer Sarg, den der Kaiser Joseph II. 1785 eingeführt hatte. Stand der Sarg mit dem Leichnam über dem offenen Grab, zog man einen Hebel, der Boden des Sarges öffnete sich und der Tote plumpste ins Grab. Ein Erfolg war der Sparsarg nicht, die Leute fanden ihn gotteslästerlich. Wir suchten und fanden den Sarg am Samstag, als wir in Herznach waren. Er steht im Beinhaus der Dorfkirche St. Nikolaus, die ihrerseits eine Rarität ist: Sie ist eine Burgkirche, also ganz von einer Wehrmauer umgeben. Leider waren weder die Kirche noch das Beinhaus zugänglich. Immerhin erblickten wir durch das Gitter im Beinhaus den Sarg. Fotografieren konnte ich ihn nicht, zu verschummert. Schade.
Hier ein anderthalbminütiges Filmli auf Youtube. Es zeigt den Herznacher Klappsarg.

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