Bildung versus Ausbildung

Von Buchstabenspiel

Ein momentan viel diskutiertes Thema ist die Bildung. Gut, meistens geht es darum, dass bestimmte Schultypen nicht toll sind, Schüler Lernziele nicht erreichen oder die Rangliste von Vergleichsstudien nicht zufriedenstellend sind. Dabei werden viele Themen gemischt und wenig klare Aussagen getroffen. Weder Bildung, Lernziele noch die Abgrenzung zur Ausbildung werden klar thematisiert. Dabei ist es entscheidend klare Aussagen zu treffen, wenn man einen Standpunkt darstellen oder etwas bewegen möchte.

Unterschied zwischen Bildung und Ausbildung

Die Unterscheidung von Bildung und Ausbildung wird häufig nicht gemacht. Um die Bedeutung der beiden Worte klar zu machen, soll an dieser Stelle eine Definition folgen. Zunächst also die Ausbildung und darauf die Bildung. Ausbildung ist ein Prozess zur Vermittlung von Wissen und Fähigkeiten, darin inbegriffen ist die Erziehung und Anleitung. Durch die Ausbildung, kann sich ein Mensch alle Voraussetzungen um Bildung zu erhalten. Bildung kann demzufolge das Ergebnis der Ausbildung sein. Es ist eine Art angestrebtes Ideal, das über die Ausbildung hinausreicht.

Bildung bedeutet Anstrengung

Bildung war lange ein hohes Ziel, welches das Bürgertum auszeichnete. Jedem war klar, dass man nur durch Bildung seine eigene Position in der Welt verbessern kann. Leider wird dieses Ziel nicht mehr angestrebt. Oder besser ausgedrückt, heute streben viele nicht Wissen und Bildung an, sondern wollen Stars werden, aber bitte ohne Anstrengung. Das ist ohne Anstrengung allerdings nicht möglich.

Beispiel Lesen

Ganz gleich, was man machen möchte ohne Anstrengung geht es nicht. Lesen zum Beispiel ist eine Kulturfähigkeit, die Europa und die Welt erst zu dem gemacht hat, was es heute ist. Lesen zu lernen ist zunächst eine Anstrengung, erst mit der Zeit und der entsprechenden Übung, wird es eine Freude. Nichts desto trotz ist die Fähigkeit des Lesens wirklich entscheidend, um zu einem gebildeten Individuum heranzureifen. In anderen Worte, Lesen ist die Fähigkeit, die uns mündig macht und es erlaubt kritisch für sich selbst zu entscheiden und als Individuum zu handeln.

Wer nicht Lesen kann, wird heute für ungebildet gehalten. Aber auch ungebildete Menschen müssen, um am Alltag teilzuhaben, lesen können und die meisten können es. Das zeigt, dass Lesen und Lesen Unterschiede sind. Jemand, der liest, wird mehrere Dinge auf ein Mal machen, einerseits, wird er die Worte, die in schriftlicher Form festgehalten sind, mündlich wiedergeben können. Je nach Bildungsgrad wird der Leser es verstehen, wiedergeben, in den Kontext einordnen oder gar vergleichen und weiterdenken können. 

Ohne Lesen geht heute nichts mehr!

Aber das Gute ist, es kann auch viel Spaß machen und Freude bereiten. Wer einmal regelmäßig liest, zu Leser geworden ist, der wird es nicht mehr missen wollen. Natürlich, es gibt gute Lektüren und weniger gute. Die Wahl liegt beim Leser. Abschließend bleibt festzustellen, dass Bildung ein Ziel ist, dass eine Person erreichen kann. Ausbildung dagegen erfährt ein Mensch durch Institutionen wie die Schule und eigenes Engagement. Lesen gehört dazu.


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