Big C Bombardierung: Netzwerk des Red Shirt-Führers Sae-Daeng unter Verdacht

Big C Bombardierung: Netzwerk des Red Shirt-Führers Sae-Daeng unter Verdacht Ermittler aus Bangkok präsentierten am 2. August Fotografien mehrerer Männer (links), die unter dem dringenden Verdacht stehen, an dem Bombenanschlag auf das Big C Shopping Center in der Ratchadamri Road am vorletzten Sonntag beteiligt gewesen zu sein. Laut Pol Lt-Gen Santhan Chayanont der Bangkok Metropolitan Police handelt es sich bei den Männern ausschließlich um enge Mitarbeiter des bei einem Anschlag ums Leben gekommenen Red Shirt-Führers und Militärstrategen Maj-Gen Khattiya Sawasdipol (...in Thailand besser bekannt als Sae-Daeng).
Pol Gen Panupong Singhara Na Ayutthaya, Chefberater der nationalen Polizei, sagte es sei nicht auszuschließen, dass die Verdächtigen auch für weitere Bombenattacken der letzten Monate verantwortlich sind, da die Bombe am Big C — bei der ein Mensch starb und zehn weitere verletzt wurden — exakt die gleiche Handschrift tragen würde, wie in vier früheren Fällen.
Die letzte Bombe, die am vergangenen Freitag in einem Mülleimer in der Nähe eines Duty-free-Shopping-Center in Bangkoks Rangnam Road detonierte, passe allerdings nicht in dieses Konzept.
Gen Panupong sagte, dieser letzte Bombenanschlag erinnere in seiner Funktionsweise stark an den Anschlag, der auf den Vorsitzenden der Wahlkommission verübt wurde. Zur Untersuchung dieses Anschlags würden 30 Bomben-Experten und Beamte im Ruhestand zu einem Treffen eingeladen, um zu helfen, weitere Einzelheiten über die Bombe herauszufinden.
(Quelle: MCOT online news, Bildquelle oben: MCOT online news, Bildquelle unten: The Straits Times)
Big C Bombardierung: Netzwerk des Red Shirt-Führers Sae-Daeng unter Verdacht
Anmerkung:
General Khattiya Sawasdipol alias Sae-Daeng (siehe Abbildung oben), war als gewaltbereiter, radikaler Hardliner bekannt, der schon mehrfach im Fokus der Ermittler stand. Er galt bei allen taktischen und strategischen Fragen als Berater der Red Shirt-Führung, wobei seine Vorgehensweise nicht immer mit der Einstellung der gemäßigteren Führer vereinbar war.
Anfang Mai planten Militär und Regierung, ihm den Rang als General abzuerkennen, was in der Geschichte des thailändischen Militärs einzigartig gewesen wäre. Nach seinem Ableben distanzierte man sich von diesen Überlegungen, und bestattete ihn mit militärischen Ehren.