BGRB weist auf unbefriedigende Akzeptanz von Recycling-Baustoffen hin

Die Bundesregierung hat im Februar das Deutsche Ressourceneffizienzprogramm (ProgRess) beschlossen. Als wesentlicher Baustein der Ressourceneffizienz wird darin das Recycling von mineralischen Bau- und Abbruchabfällen angesehen. Mit durchschnittlich 192 Mio. Jahrestonnen stellen die Bau- und Abbruchabfälle den mengenmäßig größten Abfallstrom in Deutschland dar. Derzeit werden über 90% dieser mineralischen Abfälle einer stofflichen Verwertung zugeführt, wobei das Baustoff-Recycling mit jährlich ca. 67 Mio. Tonnen produzierten Recycling-Baustoffen hierzu wesentlich beiträgt.

Wolfgang Türlings, Vorsitzender der Bundesgütegemeinschaft Recycling-Baustoffe e.V. (BGRB), kritisiert, dass im Kreislaufwirtschaftsgesetz lediglich eine Quote von 70 % für die Verwertung mineralischer Abfälle als Zielvorgabe für das Jahr 2020 enthalten sei, und das Gesetz der Realität hinterherhinke. Dies komme einer Distanzierung von der Kreislaufwirtschaft Bau gleich, obwohl diese aktuell politische Unterstützung dringend benötigen würde. Mit Sorge sieht Türlings eine schwindende Akzeptanz von Recycling-Baustoffen bei öffentlichen Auftraggebern. Insbesondere das Verhalten vieler Kommunen in Nordrhein-Westfalen (NRW), die bei kommunalen Tiefbaumaßnahmen die Verwendung von Recycling-Baustoffen kategorisch ausschließen, sei ein ernsthaftes Problem. Von Seiten der BGRB wurde das Landesumweltministerium NRW bereits auf drohende Versorgungsengpässe und wachsende Halden mineralischer Bau- und Abbruchabfälle hingewiesen. So sei bereits zeitweise die Annahme mineralischer Bau- und Abbruchabfälle in NRW nicht möglich und somit die Entsorgungssicherheit der Kommunen nicht mehr gewährleistet.

Türlings betont, dass ein wesentlicher Eckpfeiler der Akzeptanz von güteüberwachten Recycling-Baustoffen deren Anerkennung als Produkt sei. Es fehle ein deutliches Signal des Bundesumweltministeriums, das Ende der Abfalleigenschaft von güteüberwachten Recycling-Baustoffen bundesweit einheitlich anzuerkennen. Ein Blick über die deutschen Grenzen zeige, dass in Österreich aktuell eine Abfallendeverordnung für Recycling-Baustoffe geplant sei.

Türlings: „Wir hoffen, dass mit der bundeseinheitlichen Ersatzbaustoffverordnung auch eine Regelung des Abfallendes für güteüberwachte Recycling-Baustoffe in Deutschland einhergehen wird. Nur so kann das Nachfrageverhalten von öffentlichen Auftraggebern positiv beeinflusst werden.“ Bei entsprechender Akzeptanz hält Türlings eine weitere Steigerung der Verwertungsquote von Bau- und Abbruchabfällen für möglich. „Bau- und Abbruchabfälle sind in technischer Hinsicht mit Primärbaustoffen vergleichbar und in der Gesamtökobilanz eindeutig überlegen.“ So Türlings abschließend.


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