Bewusstsein provoziert

Von Achtsamkeitscoach

Was bleibt übrig, wenn alles wegfällt, was ich nicht bin?

Das ist das ganz große zentrale Thema dieser Zeit. Diese ganzen Strukturen, die dir aufgedrängt und auf den Rücken gelegt worden sind, verlieren an Halt und an Haftung. Das passiert sowohl äußerlich, als auch innerlich, als auch körperlich.

Herausforderungen

Unabhängig in welcher Form die körperlichen und geistigen Herausforderungen für dich spürbar werden, völlig unabhängig davon ist es empfehlenswert, hinein zu spüren, sie wahrzunehmen.

Das kannst du auf unterschiedliche Art tun. Das kannst du sehr distanziert angehen in dem du mit viel Distanz wahrnimmst. Dich nicht hineinziehen lässt. Das ist grundsätzlich ein guter Ansatz. Denn, in dem Moment wo du hineingezogen wirst und ganz zu der Wahrnehmung wirst, verlierst du die Fähigkeit zu erkennen, dass es nur eine Wahrnehmung ist. Du verlierst an dieser Stelle die wichtige Qualität deiner eigenen Betrachtungsebene.

Ungewöhnlich gewöhnlich

Ungewöhnliche Technik kann hier sehr helfen. Stelle ungewöhnliche Fragen bei deinen Beobachtungen. Ein bisschen wie ein Wissenschaftler. Jemand der etwas genau beobachtet. Ganz neugierig ist, aber nicht nur mit den Augen oder mit dem Messinstrument wahrnimmt, sondern auch an sich selber die Dinge erspüren kann, ganz aufgeregt sich Notizen macht, auch wenn es nur aufgeschriebene Notizen sind (Mental), die über deinen Wahrnehmung für dich bewusst werden.

Hier kannst du ungewöhnliche Frage stellen. Beispielsweise kannst du fragen, was für eine Farbe hat dieser Schmerz, diese Emotion. Das ist für den Verstand eine große Herausforderung, denn das passt nicht in sein Schema; Schmerz hat keine Farbe. Oder doch?

Interessantere Weise kannst du feststellen, insbesondere dann, wenn du deinem Verstand erlaubst, ein wenig zur Seite zu treten, dass fast augenblicklich einen Antwort erscheint.

Der Verstand beginnt nun zu überlegen, ob diese Antwort irgendwo sinnvoll ist. Warum sie wohl kommt und welche Farbe wirklich am besten mit diesem Gefühl kommunizieren würde, aus welchen Gründen auch immer.

Der Verstand hat hier nichts zu sagen. Das was dort an Informationen kommt, kommt aus einer anderen Qualitätsebene. Wenn du auf diese Art beginnst in dich hinein zu lauschen, hinein zu horchen und mehr wahrzunehmen, dann geschieht gleich zweierlei.

Zum einen erhöhst du deine Sensibilität, zum anderen gewinnst du gleichzeitig eine größere Bandbreite an Wahrnehmung. Du bekommst auf einmal Informationen über Qualität – mit Qualität ist an dieser Stelle ausdrücklich nicht wertendes gemeint, sondern Qualität im eigentlichen Sinne, dass das was das dort eben ausmacht, zu erkennen – und dies auf einer Ebene zu tun, die von dir bisher gar nicht wahrgenommen worden ist.

Das ist ein wenig ungewöhnlich, herausfordernd, für den Verstand etwas spinnert. Das ist besonders in dieser Zeit sehr empfehlenswert, sind die Qualitäten, die du dort wahrnehmen kannst, sehr aufschlussreich. Das was dort zu erspüren ist, trägt eine wichtige Information in sich. Diese Information wird üblicherweise unbewusst verarbeitet. Aber wir leben in einer Zeit der Bewusstwerdung, in dem das Unbewusst bewusst wird.

Von daher ist es sinnvoll, deine Aufmerksamkeit auf jene Aspekte zu richten, die eben noch unbewusst stattfinden. Nur, dass du das jetzt bewusst tust und dadurch Bewusstsein hineingelangt.

Meditation ist vollstes Bewusstsein. Meditation kann ein Zustand außerhalb dessen sein, was wir unter Meditation verstehen. Es ist das bewusste SEIN, in seiner eigentlichen Wahrnehmung.

In der aktuellen Zeit spüren wir immer mehr die Illusion, die Künstlichkeit dessen, was man uns im Außen präsentiert. Gleichzeitig kommt in uns so viel in Gang. Üblicher Weise richten wir unseren Blick auf das AUSSEN! ((Zumindest sollten wir im Ausgleich auch ganz bewusst nach innen blicken))

Es wird zum Blick durch den Vorhang der Illusion.

Bewusstsein kann sehr herausfordernd – provokant sein.

Es fällt alles weg, was du nicht bist.  Das Leben wird leicht.

LÖSUNG der SCHWERE