Between Love and Forever

Von Lenabosblog @LenaBorg

Bewertung

Inhalt

Jahrelang hat Abby im Schatten ihrer großen Schwester Tess gelebt. Tess war schön, beliebt und ehrgeizig. Und Abby war schon immer das genaue Gegenteil.
Plötzlich scheint sich für Abby alles zu ändern. Denn ihre große Schwester hatte einen Autounfall und liegt seitdem im Koma. Und auch für Abby scheint die Zeit stillzustehen. Tag ein Tag aus sitzt sie am Krankenbett ihrer Schwester und wartet auf den Moment, in dem Tess endlich wieder ihre Augen aufschlägt.
Noch vor einigen Wochen hätte Abby alles dafür einen Lebenswandel getan, in dem ihre Schwester ihr nicht immer die Schau stiehlt und Everybodys Darling ist. Aber jetzt, wo Abby ohne ihre Schwester leben muss, wünscht sie sich, Tess wieder an ihrer Seite zu haben.
Es gab bereits viele Momente, in denen Abby felsenfest davon überzeugt war, Bewegungen hinter den Augenlidern ihrer Schwester gesehen zu haben. Doch kein Arzt will Abby Glauben schenken. Doch Abby ist sich sicher; es gibt diesen Jungen, Eli, der plötzlich im Krankenhaus arbeitet, total süß aussieht, und dessen Stimme irgendetwas in Tess auszulösen scheint. Ist er der Schlüssel zu Tess’ Genesung?

Meinung

Schon immer wollte ich ein Buch von Elizabeth Scott lesen. Denn die Klappentexte zu all ihren Büchern versprechen wunderschöne, gleichzeitig aber auch sehr tragische und dramatische Geschichten. Genau das habe ich natürlich auch von ‘Between Love and Forever’ erwartet und habe es auch bekommen.

‘Between Love and Forever’ erzählt auf sehr eindringliche Weise über die Beziehung zweier Schwestern, die nicht unterschiedlicher sein könnten. Während Tess anscheinend ohne Mühen sofort die Mitmenschen für sich gewinnen kann und eine strahlende Persönlichkeit ist, fällt es ihrer drei Jahre jüngeren Schwester äußerst schwer, mit dem Leben Schritt zu halten. Dabei merkt Abby aber gar nicht, dass sie selbst es ist, die sich im Weg steht.
Sehr gefühlvoll und sensibel erzählt uns die Protagonistin Abby über ihr Leben, über ihre Gefühle zu Tess und ihren eigenen Träumen. Die Ich-Perspektive, die Elizabeth Scott für ihre Geschichte gewählt hat, war für mich perfekt, um die Protagonistin Abby wirklich kennenzulernen und ihre zwiespältigen Gefühle zu verstehen.

Ein tragischer Unfall eines geliebten Menschen ist sicher das Schlimmste, was einer Familie passieren kann. Elizabeth Scott erzählt durch Abby sehr beeindruckend und emotional, wie ein solches Ereignis das Leben aller Familienmitglieder verändern kann. Es gibt die starken Menschen, die versuchen die Familie zusammenzuhalten und anderen Kraft zu geben. Es gibt die Personen, die schier unter ihrem Kummer zusammenbrechen, es gibt aber auch Diejenigen, die die Hoffnung auf ein Wunder niemals aufgeben.

Neben der Familiengeschichte gibt es aber noch zwei weitere Handlungsstränge, die ‘Between Love and Forever’ ausmachen. Da ist zum einen die zarte Liebesgeschichte zwischen Abby und Eli, die sich zwar nur sehr langsam entwickelt, aber gerade dadurch besonders realistisch ist. Die Annäherung zwischen den beiden Jugendlichen steht sicher nicht im Mittelpunkt der Geschichte, doch fügt sie sich perfekt in die Rahmenhandlung ein, ergänzt sie gut und macht das Buch so besonders und vor allem noch eine Spur gefühlvoller.

Das für mich zentralste Element, was mich schlussendlich auch am meisten zum Nachdenken brachte und berühren konnte, war die Entwicklung der Identität von Abby. Als Leser kann man wunderbar miterleben, wie Abby von einem unscheinbaren Mauerblümchen, das sich selbst immer wieder in den Schatten stellt, zu einer Persönlichkeit entwickelt, die zwar rücksichtsvoll ist, aber sich nicht unter den Scheffel stellt. Es war wunderschön zu lesen, wie Abby nach und nach erkennt, dass sie es wert ist, von anderen geliebt zu werden und sich nicht unnötig klein zu machen.

Fazit

Elizabeth Scott hat einen Fan dazugewonnen. ‘Between Love and Forever’ überzeugt mit einer sehr emotionalen Handlung rundum die Themen Liebe und Familie. Besonders bewegend war für mich zu erleben, wie die Protagonistin Abby nach und nach zu sich selbst findet.

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