Betriebshof Bad Homburg trainiert mit Erfolg für die Arbeitssicherheit

Arbeitssicherheit steht ganz oben auf der Liste der Prioritäten beim Betriebshof der Stadt Bad Homburg – so weit oben, dass seit 2009 eine Fachkraft für Arbeitssicherheit fest angestellt ist. Mit Erfolg: Die Zahl der meldepflichtigen Unfälle ist deutlich gesunken. Lag sie im Jahr 2009 noch bei 19, so waren es 2011 lediglich sechs. „Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind wichtig, und deren Gesundheit liegt uns sehr am Herzen“, sagt Oberbürgermeister Michael Korwisi. „Deshalb freue ich mich sehr über diesen Erfolg: Die Zahl der Unfälle ist um rund 70 Prozent gesunken, das ist ein beeindruckendes Ergebnis“, würdigt Korwisi die Zahlen.

Die Idee, einen Experten fest zu anzustellen, geht auf Betriebshof-Direktor Ralf Bleser zurück. Er wollte die Angebote für die Arbeitssicherheit bei Müllwerkern, Straßenreinigung, Handwerkern und den zahlreichen anderen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Betriebshof ausbauen. Seit 2009 bietet daher Klaus Mennecke im Betriebshof Schulungen an – teils vorgeschriebene, oft aber auch Kurse, die der Arbeitgeber freiwillig organisiert.

Anlass für die Bekanntgabe der neuen Unfall-Zahlen war eine Aktion des Deutschen Verkehrssicherheitsrates (DVR) auf dem Betriebshof. Der hatte allen 180 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die Teilnahme angeboten. Sie konnten zum Beispiel testen, wie sinnvoll ein angelegter Gurt auch bei kurzen Fahrten ist. Dafür stand ein Gurtschlitten bereit, der einen frontalen Zusammenstoß bei Tempo 10 simuliert. Gerade bei Beschäftigten des Betriebshofs, die zum Beispiel bei der Entleerung von Papierkörben nacheinander viele nahe gelegene Stationen anfahren, ist die Versuchung groß, auf der kurzen Fahrt keinen Gurt anzulegen. Der Versuch zeigt drastisch, welche Kräfte bei einem Zusammenprall aktiv sind.

Eine besondere Erfahrung bietet der Überschlagsimulator. Eine Lastwagenkabine dreht sich einmal um die eigene Achse. Auch hier, so die Botschaft an die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, bietet ein Gurt mehr Sicherheit.

Das dritte Gerät des DVR kann den Sprung aus einer Lastwagenkabine simulieren. Dabei wirken – je nach Gewicht der Person unterschiedliche – Kräfte auf die Gelenke ein. Mancher Versuch, eine Sache eilig zu erledigen, wird so wegen mangelnder Sorgfalt zur Ursache für eine langwierige Erkrankung.

Die Anwesenheit der DVR-Mitarbeiter war eine besondere Aktion für die Arbeitssicherheit. Schulungen laufen das ganze Jahr über. Die 80 Fahrerinnen und Fahrer im gewerblichen Bereich werden regelmäßig einmal im Jahr in Theorie und Praxis geschult. Ebenso organisierte der Betriebshof ein Winterdienststraining. Auf einer Anlage des ADAC übten unter anderem die Müllwagenfahrer das Schleudern mit ihren tonnenschweren Fahrzeugen. Schließlich soll die Müllabfuhr auch im Winter möglichst jede Straße bedienen, ohne die Mitarbeiter und die anderen Verkehrsteilnehmer zu gefährden. Weitere Themen von Übungen und Schulen sind Ladungssicherung, Hygiene bei der Arbeit, die Rettung aus Schächten und Notfallübungen bei Unfällen mit dem Hubsteiger.

Neben den Vorteilen für die Gesundheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gibt es bei Arbeitssicherheit auch einen betriebswirtschaftlichen Aspekt. Die 19 Arbeitsunfälle im Jahr 2009 verursachten 258 Ausfalltage und dadurch einen Schaden von mehr als 80.000 Euro. Im Jahr 2011 erreichte die Höhe dieser Kosten nicht einmal mehr 20.000 Euro.

Magistrat der Stadt Bad Homburg v.d.Höhe



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