Besuch bei Synanon - Leben ohne Drogen

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Auch wenn sich die Diskussionsschwerpunkte der LINKEN aktuell um andere Themen drehen und auch Stefan aktiv daran beteiligt ist, vergisst er seine Wahlkreisarbeit nicht. Das schätze ich sehr an ihm und es hat auch seine lustigen Momente. Wie gestern, als er in Gedanken sicher beim nächsten Interview war, dafür im falschen Bus saß und sich zu unserem Karower Synanon-Termin etwas verspätete. Dafür hatten die Gastgeber aber Verständnis.
Unabhängig davon war dieser Termin wieder einmal ein sehr interessanter. Synanon – viele kennen die Möbelwagen und wissen, dass dort ehemalige Drogenabhängige arbeiten. Wie viel mehr sich hinter der Stiftung Synanon als Suchtselbsthilfe für ein Leben ohne Drogen steht, erfuhren wir gestern von Uwe Schriever, Peter Elsing, Jan Schneck und Martina Baldauf. Die Erfolgsgeschichte ist nur eine Seite und wurde auch uneitel nur am Rande erwähnt. Wichtiger sind Aussagen darüber, was aus Synanons Sicht gesellschaftlich im Argen liegt.
Uwe Schriever (Vorstandsvorsitzender) hat sich sehr engagiert gegen die, nach seiner Meinung vorschnelle Verschreibung und Verharmlosung von Methadon und Marihuana ausgesprochen. Er und seine Mitstreiterinnen und Mitstreiter vertreten die Auffassung: Sucht ist nicht heilbar, deshalb ist ein Methadon-Rezept auch keine Lösung. DIE LINKE meint dazu, Heroinkonsumentinnen und -konsumenten müssen mit Diamorphin behandelt werden können, damit sie die Jahre in der Sucht gesundheitlich stabilisiert überleben. Entscheidend ist jedoch, dass es Angebote der Gesellschaft zur Hilfe gibt. Welches am besten passt, wird sicher bei den Betroffenen sehr unterschiedlich eingeschätzt.
Ein Leben mit und bei Synanon fordert Betroffenen ein hohes Maß an Selbstdisziplin und die Bereitschaft konsequenter Lebensumstellung ab. Aber dafür wird man auf ein Leben nach der Sucht gut vorbereitet, z.B durch Entschuldung, Startgeld, Wohnungssuche, Führerschein, Lehrplatz- und Jobvermittlung. Sehr beeindruckt und mit viel Informationsmaterial versehen, mussten wir dann leider gehen. Ich hab jetzt erst einmal genug zu lesen. Stefan versprach dem Vorstand bei der Suche nach einem neuen Standort - entsprechend seiner Möglichkeiten - behilflich zu sein.

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