Berlin: Erleichterung für alle Pisser

Es heisst „Waidmannslust“ und ist ein Pissoir. Es besteht komplett aus Gusseisen und hat sieben Stehplätze mit einer vollautomatische Spülung. Und die Berliner nennen es liebevoll „Café Achteck“.
Berlin: Erleichterung für alle Pisser Bevor es diese öffentlichen Piss-Häuschen gab, seichte jeder einfach ins Gebüsch. Oder an die Hausmauern. Dementsprechend stank es in den Gassen. Im Kampf gegen diese Wildpinkler wurde um 1880 das „Waidmannslust“ entwickelt und weit über hundertmal aufgebaut. Fortan konnten sich die Berliner stilvoll erleichtern. Die Männer - denn die Frauen mussten sich weiterhin ins Gebüsch kauern. Heute sind bloss noch eine Handvoll der klassizistischen Pisshäuschen erhalten geblieben. Ich besuchte eines am Senefelderplatz. Grad kürzlich frisch renoviert und rund um die Uhr geöffnet. Hier lässt sich sehr geschmackvoll brünzlen.
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