Berlin – A Perfect Circle und A Perfect Vegan Paradise

Auf Instagram ist es unübersehbar: Ich war in Berlin und es war sogar ein fast perfekter Städtetrip!

Berlin ist die perfekte Stadt für Veganer, bot mir ein perfektes Konzert und ließ mich perfekt im Stich, was Platten-Shopping anging. Ich fange aber mal besser von vorne an:

Ein perfektes Vegan-Paradies

Die Welt hat es ja langsam auf’m Schirm: Es gibt Menschen, die sich vegan ernähren. In Düsseldorf und anderen vergleichbaren Städten gibt es diverse Möglichkeiten, um auch unterwegs vegan Essen zu gehen. Doch ist wohl keine Stadt mit Berlin vergleichbar. Mir schien es fast so, als wäre es eher eine Ausnahme, wenn Restaurants KEIN veganes Gericht auf der Speisekarte parat hätten.

Ich möchte euch in einer Liste zusammenfassen, welche Restaurants ich im Norden Neuköllns getestet habe und weiter empfehlen kann.

H&D Chay – veganer Vietnamese:

Unsere erste Anlaufstelle für ein veganes Mittagessen. Ich bestellte das Gericht »Bun Nem« (Drei Frühlingsrollen mit Reisnudeln, roten Zwiebeln, Erdnüssen, Salat, vietnamesischen Kräutern und Sauce) und war total begeistert! Ich liebe vietnamesisches Essen! Das Essen kam super schnell, das Ambiente war schön und die Bedienung freundlich. Was will man mehr?

  • H&D Chay, Hobrechtstraße 11, 12047 Berlin

Lily Burger & Steaks:

Bei diesem Restaurant kann man zwar nicht von einem schönen Ambiente sprechen, aber das Essen taugt und das ist das Wichtigste. Ich bestellte einen veganen »FBI NEW YORK« Burger mit Seitan-Patti und veganem Cheddar. Der Burger war wirklich gut und obendrauf gab es noch einen Sojamilchshake mit Veganz-Riegel!

Cigköfte Berlin:

Für einen Mittagssnack besuchten wir an einem Tag das Cigköfte Berlin. Ich kannte das leckere Konzept schon aus Düsseldorf und auch Berlin weiß, wie man Cigköfte macht. Es gibt für diese Leckerei mehrere Anlaufstellen, doch wir besuchten nur diese eine. Abgesehen von der meiner Meinung nach fehlenden Minze, war die Cigköfte-Rolle super gut!

Brammibal’s Donuts:

Ein Must-Eat in Berlin sind auf jeden Fall die veganen Donuts von Brammibal’s Donuts. Bei diesen leckeren Teilchen fragt man sich wirklich, warum man sie überhaupt noch in NICHTvegan machen muss. Lecker, lecker, lecker!

Getestet wurden auch die Restaurants Soya und Lemon Leaf in Kreuzberg/Friedrichshain, die beide auf jeden Fall gute und leckere Gerichte vorsetzten. Doch so sehr empfehlen, wie die oberen Restaurants, kann ich diese nicht.

Eine perfekte Plattenpleite

Weniger erfolgreich war ich mit den Plattenläden in Berlin, was aber schlicht und ergreifend meine eigene Schuld war.

Ich bin es gewohnt, dass Plattenläden mehr oder weniger alles haben. Ein bisschen Rock, ein bisschen Metal, ein bisschen Elektro usw. Ich hatte wirklich keine Ahnung, dass in Berlin nicht die Läden ihre Regale nach Genres sortieren, sondern die Stadt die Läden.

So landete ich unfreiwillig in einem elektronischen Plattenladen nach dem nächsten und suchte verzweifelt nach Musik für Zeilenzunder und mich. So bescheuert das auch von mir war, so lustig war es auch gleichzeitig. Und zum Glück konnte ich auch schöne Bilder machen, denn jeder Plattenladen war auf seine eigene Weise fotogen. (siehe Titelbild)

Ein perfekter Kreis

Das Highlight unseres kompletten Berlinaufenthalts war das Konzert von A Perfect Circle am Sonntag in der Zitadelle.

Die Zitadelle hat den großen Vorteil, dass eine kleine Festivalstimmung hochkommt. Fressbuden, Verkaufsstände und Open-Air-Bühne bieten von Anfang an diesen Festival-Flair und verbreiten bei gutem Wetter top Laune.

Während sich die Gäste nach Einlass vorsichtig in die Reihen vor der Bühne einordnen, wird der Bühne vorerst der Hintern zugedreht. Schräg gegenüber des bevorstehenden A Perfect Circle Konzerts wurde nämlich das erste Deutschland-Spiel der WM übertragen. Die Niederlage konnte zum Glück schnell überwunden werden, denn einige Zeit später begann die Band ohne Support direkt an zu spielen und die Stimmung stieg wieder.

Man befürchtete in meinem Umkreis, dass A Perfect Circle sich in ihrer Set-List hauptsächlich an Stücken des neuen Albums bedienen würden, doch zum Glück war das nicht der Fall. Natürlich mussten wir »So Long, And Thanks For All The Fish« augenrollend ertragen, doch Hip Hip Hooray!, der Song fand auch sein Ende.

Ich habe den ganzen Abend auf meinen absoluten Lieblingssong der Band gehofft: »Counting Bodies Like Sheep To The Rhythm Of The War Drums«. Leider gehöre ich zu der anstrengenden Sorte KonzertgängerInnen, die sich alle naselang aus der Masse heraus quetschen müssen, um Bier zu holen, Bier weg zu bringen oder sich ne jute Pommes Rot zu gönnen. Die jute Pommes Rot landete gerade in meinen Händen, als die buchstäblichen »War Drums« anfingen zu trommeln und ich musste mich entscheiden: Mit Pommes Rot nach vorne drängeln, um hoffentlich die zweite Hälfte in den vorderen Reihen abfeiern zu können oder hinten bleiben, um zusammen mit meiner Leidensgenossin Pommes Rot Weiß schmatzend das Lied zu betanzen. Ich entschied mich für die zweite Option.

Insgesamt war die Stimmung klasse, die Band großartig und meine Beine müde. Hip Hip Hooray!

Ein perfektes Berlin

Völlig erschöpft machten wir uns vergangenen Montag auf die Rückreise nach Düsseldorf und ich blicke auf ein wirklich gelungenes verlängertes Wochenende zurück.

Jetzt erstmal Urlaub vom Urlaub!

Wer übrigens meinen vegan-musikalischen Städtertrip in Amsterdam letztes Jahr verpasst hat: Hier entlang!


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