Berge oder Mittelland? Eine Güterabwägung

Berge oder Mittelland? Eine Güterabwägung
Berge oder Mittelland? Eine Güterabwägung
Berge oder Mittelland? Eine Güterabwägung
Berge oder Mittelland? Eine Güterabwägung Gestern morgen Spontanorder an mich selber: statt Kolumne schreiben Sonne suchen, Genussssoldat Widmer! Dass die Mission erfolgreich sein würde, zeichnete sich schon ab, als am Hasliberg die Gondel von der Wasserwendi hinauf zur Käserstatt auf circa 1400 Metern den letzten Rest Hochnebel hinter sich liess. Der Himmel war stahlblau, das Licht pur, die Fotos belegen es. Ich wanderte dann von der Käserstatt via Mägisalp und Bidmi in gut zwei Stunden wieder hinab zur Wasserwendi, das waren 700 Meter abwärts. Es war toll - und trotzdem spürte ich beim Heimfahren eine Gereiztheit. Winterwandern in Skigebieten stimmt mich oft so. Die Wege sind meist perfekt gespurt, aber es ist auch immer viel Volk unterwegs. Die Schneekanonen sprühen ihren absurden Nebel auf die Pisten. Skifahrer und Snöber kratzen vorbei. Schnudergofen klönen und schreien. Und die Züge und Postautos sind recht voll. So war das gestern, und deshalb war ich am Schluss der Unternehmung in zweideutiger Laune. Hey, Beat*, wenn du das liest: Im Nebel bleiben und abseits der Masten und hässlichen Bergstationen und Pommes-Frites-Ausdünstungen der Skifahrer-Fütterstationen irgendwo im Mittelland oder so durch den braunen Laubwald einen Hoger besteigen - letztlich ist es genauso befriedigend. Auch ohne Sonne.
* Beat ist einer, der mindestens so viel wandert wie ich. Er wohnt auf der Forch, wir sehen uns ab und zu frühmorgens in der Bahn und tauschen unsere Pläne aus. So war das auch gestern. Er wollte auf die Chrischona bei Basel.


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