Benimmregeln in Italien – welche am wichtigsten sind

Benimmregeln in Italien – welche am wichtigsten sindBenimmregeln in Italien? Klar, das Land steht für Sonne, Strand, gutes Essen und unkomplizierte Menschen. Trotzdem kann man sich hier nicht alles erlauben. Es gibt nämlich einige Regeln, an die man sich als Tourist möglichst halten sollte. Italien ist vor allem im Süden ein sehr traditionelles, eher konservatives Land und kulturell anders als Deutschland geprägt. Wer also nicht unangenehm auffallen will, sollte einige Dinge beachten.

Die 10 Benimmregeln in Italien:

1. Angemessene Kleidung ist wichtig

Vor allem bei offiziellen Anlässen legen Italiener viel Wert auf elegante Kleidung. Sie haben einen angeborenen Sinn für Stil. Aber auch in der Freizeit kleidet man sich gut und auf keinen Fall zu freizügig. Typische Touristen-Outfits, bestehend aus kurzen Hosen, Sandalen und Trägerhemden sind bei Italienern gar nicht gerne gesehen. In Kirchen ist der Zutritt in dieser unangemessenen Kleidung generell nicht erlaubt.

2. Am Strand gibt es klare Regeln

Am Strand sollte man sich an einige Benimmregeln in Italien halten, damit man von Einheimischen nicht schief angesehen wird oder sogar ein Bußgeld erhält. Nacktbaden ist generell und auch für Kinder verboten. Zudem wechselt man nicht vor aller Augen die Badekleidung, sondern zieht sich in Umkleidekabinen um. Tiere und Ballspiele sind nur in speziell ausgewiesenen Strandabschnitten erlaubt. Handys müssen leise benutzt und Musik darf nur über Kopfhörer gehört werden. Gefälschte Markenware von Strandhändlern sollte man nie kaufen. Hier drohen besonders hohe Geldstrafen.

3. Augen auf im Straßenverkehr

Wie in anderen südlichen Ländern ist auch in Italien das Autofahren viel temperamentvoller und unkontrollierter als in Deutschland. Es wird gehupt, gedrängelt, rasant die Spur gewechselt, Vorfahrten und Zebrastreifen werden oft ignoriert. Beim Überqueren von Straßen sollte man sich deshalb lieber nicht auf Ampeln und Fußgängerüberwege verlassen. Als Autofahrer muss man versuchen, im Verkehr mitzuschwimmen und sich nicht allzu zögerlich verhalten, da man sonst gnadenlos niedergehupt wird.

4. Auf Pünktlichkeit wird kaum Wert gelegt

Pünktlichkeit ist bei Italienern kein großes Thema und wird sehr locker gehandhabt. Niemand rechnet damit, dass man genau zur vereinbarten Zeit am Treffpunkt erscheint. Üblich sind Verspätungen zwischen 15 und 30 Minuten. Und selbst im Geschäftsleben läuft es so.

5. In Bars stellt man sich an den Tresen

In Bars und Cafès bezahlt man in der Regel erst an der Kasse. Danach wird am Tresen unter Vorlage des „ Scontrino " bestellt. Und auch getrunken und verzehrt wird normalerweise schnell und im Stehen. Wer am Tresen ordert, die Rechnung begleicht und sich dann mit Speis und Trank an einen Tisch setzt, macht sich ziemlich unbeliebt. Wenn man nämlich im Sitzen bestellt, zahlt man deutlich mehr.

6. Restaurantbesuche und Tischsitten

Im Restaurant sollte man immer warten, bis man einen Platz zugewiesen bekommt und sich nicht einfach irgendwo hinsetzen. Ansonsten gelten die üblichen Tischmanieren. Wer Spaghetti bestellt, sollte diese nicht mit Löffel und Gabel essen, sondern lediglich mit der Gabel. Keinesfalls dürfen lange Nudeln mit dem Messer geschnitten werden. Sondern man dreht eine nicht allzu große Menge ordentlich mit der Gabel auf und schiebt das Ganze dann möglichst komplett in den Mund. Außerdem wird Pasta mit Fisch nie mit Parmesan gegessen. Den streut man nur über Gerichte mit Gemüse oder Fleisch. In der Gastronomie wird eigentlich kein Trinkgeld gegeben, da die Preise den Service mit einschließen. Das auf der Speisekarte und Rechnung angegebene „Coperto" ist kein Trinkgeld, sondern ein Betrag, den man für Gedeck und Brot bezahlen muss. Wer guten Service trotzdem belohnen möchte, lässt beim Verlassen des Lokals etwas Geld auf dem Tisch liegen.

7. Ab mittags nur noch Espresso

Italiener trinken nach dem Essen gerne einen Kaffee. Das ist immer ein Espresso und nie ein Cappuccino. Den trinkt man nämlich ausschließlich zum Frühstück. Wer einen Espresso bestellt, sagt dazu „ caffè " und nicht „Espresso" und niemals „Expresso". Seinen kleinen Kaffee sollte man nicht in einem Zug in sich hineinschütten, sondern durch langsames Nippen in aller Ruhe genießen.

8. Alkohol nur in Maßen

Obwohl gerne Wein getrunken wird, sind Italiener schockiert, wenn Leute in der Öffentlichkeit sturzbetrunken rumtorkeln. In Italien gilt es als Fauxpas durch Alkohol die Kontrolle zu verlieren.

9. Tabuthemen bei Gesprächen

Es gibt verschiedene Themen, über die man mit Italienern nicht sprechen sollte. Dazu gehört unter Anderem das wirtschaftliche Gefälle zwischen Nord- und Süditalien. Auch über den Vatikan und seine Bedeutung sollte man seine persönliche Meinung möglichst nicht kundtun. Und im Süden des Landes ist vor allem das Thema Mafia unbeliebt, da die Menschen keine Lust mehr haben, hauptsächlich damit identifiziert zu werden.

10. Unterhalten und Körpersprache

Italiener reden gerne laut und mit vielen Gesten. Wer also sympathisch wirken will - Hände aus den Taschen und mitgestikulieren. Außerdem legen Italiener viel Wert darauf, dass man im Gespräch ihr Titel genannt wird. So sind Akademiker mit „dottore" und Ingenieure mit „ingegnere" anzusprechen. Zu den Topthemen über die Italiener gerne sprechen, gehören zum Beispiel die Kulturschätze des Landes sowie die gute italienische Küche.

Sicher gibt es noch einige andere Benimmregeln in Italien. Meiner Meinung nach sind die oben genannten am wichtigsten, aber ich freue mich über Kommentare und weitere Vorschläge.

Bildrechte: © 2016, haschkamp marketing


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