Bayrisches Schmorhendl

bayrisches schmorhendl

Für dieses Essen braucht Ihr ein Hühnchen. Nicht irgendeines aus der Tiefkühle. Am besten ein Mistkratzerl. Also ein Freilandhähnchen. Dann stimmt der Geschmack. Und meine Kindheitserinnerungen kriegt Ihr dazu geliefert. ;-)

Meine Tante hielt sich früher Hühner. Einmal nahm sie mich mit auf den Einsiedlerhof, bei dem sie immer ihre Küken kaufte. Und ich, ich durfte mir ein Küken aussuchen. Ein gelbes, flauschiges, piependes Küken. Als ich es mit nach Hause nehmen wollte, meinte sie, nein, jetzt noch nicht. Ich würde es dann später kriegen. Später, ja, da stand es dann als Braten auf unserem Esstisch, das Küken. Sicherlich habe ich an diesem Tag das Essen verweigert.

Aber dauerhaft hat dieses Erlebnis meiner (Vor)liebe für Hühnchen keinen Abbruch getan. Brathähnchen steht als Sonntag-Abend-Essen ganz oben auf der Beliebtheitsliste, und auch dieses Gericht kommt gerne auf den Tisch.

Eine Besonderheit des Rezeptes ist die Verwendung von Wacholderbeeren – nicht gerade ein typisches Hühnchen-Gewürz. Diese sorgen nicht nur für eine würzige bittersüßen Geschmacksnote, sondern sind auch ein Gewürz, das in Bayern gerne verwendet wird und sogar im alten Volksglauben und in der Volksmedizin fest verankert ist: Wacholderbeeren sollen nicht nur böse Geister vertreiben, sondern auch die Blutzirkulation anregen und wunde Füße verhindern. Sogar die Pest sollen sie in die Flucht schlagen. Na dann…

  • 1 Hühnchen
  • 1 Zwiebel
  • 2 Tomaten
  • 1 Bund Thymian (ich: Quendel)
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle
  • 1/2 EL Paprika edelsüß
  • 2 EL Mehl
  • Öl zum Anbraten
  • 1 Streifen Zitronenschale (Bio)
  • 4 Wacholderbeeren, angequetscht

Das Hühnchen waschen und in 6 Stücke zerlegen.

Die Tomaten kreuzweise einschneiden, mit heißem Wasser überbrühen und abziehen. Zwiebel schälen und hacken. Thymian waschen.

In einem tiefem Teller Mehl und Paprika mischen und alles mit Salz mit Pfeffer kräftig würzen. Die Hühnerstücke im Mehl wenden.

Backofen auf 180°C vorheizen.

Öl in einem Bräter, der später auch in den Ofen kann, erhitzen. Die Hühnerteile darin, ggf. portionsweise, bei mittlerer Hitze ca. 5 min anbraten, bis die Haut eine schöne goldgelbe Farbe hat. Tomaten, Zwiebel, Thymianzweige, Zitronenschale und Wacholderbeeren zwischen den Hühnerstücken verteilen und etwas Wasser zugeben.

Den Bräter in den heißen Ofen schieben und das Hühnchen ca. 40 min schmoren lassen.

Dazu schmecken ein kräftiges Bauernbrot und Salat, aber auch Kartoffeln.

Rezept adaptiert aus: Barbara Rias-Bucher, Die echte Bayerische Küche im Jahreslauf


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