Bangkok: 16 Tote und 157 Verletzte bei erbitterten Kämpfen

Die gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Regierungstruppen und "Red-Shirt"- Demonstranten in der Innenstadt von Bangkok haben in der Nacht des 14ten Mais einen neuen traurigen Höhepunkt erreicht:
Angestellte der unter Hochdruck arbeitenden Krankenhäuser bestätigten, dass insgesamt 16 Personen bei den Konfrontationen am Freitag in Bangkok starben. 157 Menschen wurden verletzt — darunter auch ein Pole, ein Kanadier, ein Libyer und ein Burmese.
Die Unruhen kochten über, nachdem die thailändischen Behörden einen neuen Termin zur Abriegelung der Ratchaprasong-Kreuzung gesetzt hatten, die von tausenden von Demonstranten seit Ende März besetzt wird.
Um die Absperrung zu verhindern, brachen kleinere Gruppen von "Red-Shirts" immer wieder aus ihrem Lager aus und griffen die Soldaten mit Steinen, Flaschen, Steinschleudern, Molotow-Cocktails, und Feuerwerkskörpern — die mit scharfen Bambusspitzen gespickt waren — an. Die Soldaten antworteten anfangs noch mit Gummigeschossen, Tränengas und Wasserwerfern. Doch als erneut Granaten detonierten, setzten die Soldaten auch scharfe Munition ein.
Die Regierung erklärte, man sei inzwischen gezwungen einzugreifen, da die Demonstranten zum wiederholten male ein von Ministerpräsident Abhisit Vejjajiva gestelltes Ultimatum zur Räumung der Kreuzung bis Mittwoch ignoriert hätten.
Panitan Wattanayagorn, der amtierende Regierungssprecher sagte am 14. Mai: "...wenn Sicherheitskräfte angegriffen werden, dann haben sie nur eine Möglichkeit zu reagieren..."
Des weiteren sagte er zu Reportern, dass die Truppen pflichtgemäß dem Einsatzbefehl gefolgt seien, der ihnen aber auch erlaube scharfe Munition zu verwenden, um sich und ihre Kameraden zu verteidigen. Er versichere sowohl den Einwohnern als auch den Ausländern in Bangkok, dass die Streitkräfte nicht die Absicht hätten irgendjemandem zu schaden.
Die Regierung sei sehr zuversichtlich, dass sich die Lage bald wieder stabilisieren werde.
Ungeachtet der Probleme werde der Premierminister an dem Reformprozess festhalten.
(Quellen: CNN, The Nation, Zeit)

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