Bald klein genug für die große Koalition? – Die Strategie der SPD

Von Politropolis @sattler59

Die Sozialdemokraten haben die Show-Bühne endlich mal ganz für sich. Zuerst führen sie gemeinsam mit der CDU in der damaligen großen Koalition die Rente mit 67 ein, dann nominieren sie 2012 einen Kanzlerkandidaten namens Peer Steinbrück.
Nun gelangt der SPD-Vorsitzende Gabriel ganz plötzlich zu der Erkenntnis, dass es ja gar keine Arbeit für über 60-jährige mehr gäbe und entdeckt sein verschüttetes soziales Gewissen. Möglicherweise wird die Sprachregelung “Rente mit 67″ als ein weiterer Verrat an den eigenen Wählern gewertet.

Neue SPD-Strategie – Weniger Wähler!

Und so argumentiert Gabriel ganz im Sinne der sogenannten SPD-Linken, von denen offensichtlich einige die Ära nach Helmut Schmidt überlebt zu haben scheinen und meint, es wäre so in dieser Form “am Ende nichts anderes als eine flächendeckende Rentenkürzung” (1)
Vielleicht hat Gabriel aber auch die Glosse von Hans Scheibner gelesen  der schreibt: “Frau Merkel ist ja heute noch glücklich darüber, wie schneidig der Peer mit dem Schröder zusammen der CDU die unangenehme Aufgabe abgenommen hat, mit der Agenda 2010 die Schwachen im Lande zu schröpfen!” (2)

Wie auch immer, jetzt wird die eigentliche Strategie völlig klar: Die SPD wollen sich selbst schnell um -sagen wir mal 5-10 Prozentpunkte- absenken, dann müssen sie 2013 mangels Mehrheit nicht mit den Grünen eine Regierung bilden und könnten die FDP ablösen. Die letzten überlebenden sozial-engagierten Linken in der SPD wäre man so wahrscheinlich ebenfalls endlich los und Peer Steinbrück hätte wieder einen Lieblingsposten in einer Schwarz-”Roten”-Koaltion.

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Quellen – weiterführende Links

Foto: Peer Steinbrück, by Dietmar Meinert_pixelio.de
(1) Spiegel: Gabriel stellt Rente mit 67 in Frage
(2) Dankeschön – Peer