Bahnreise nach Italien – die Kunst-Metro durch Napoli

Von Der Muger @derMuger
11 Neapel. Es ist ein bitterkalter Morgen, 3 Grad und ein bissiger Wind. Deswegen flüchten wir uns in die Metro und machen eine Stadtrundfahrt. Natürlich sieht man während der Metro-Fahrt nur schwarze Dunkelheit. Aber: Die Metro Linia 1 ist eben auch die Metro dell'Arte. In den Bahnhöfen gibt es überall Kunstwerke zu bewundern - über zweihundert.


Die Stazione "Università" ist ganz der Forschung gewidmet. Alles ist in Bewegung und es vzappelt und flackert, wenn wir dran vorbeigehen.
Die Stazione "Toledo" liegt tief unter dem Meeresspiegel. Der Lichtschacht über den Rolltreppen reicht bis an die Erdoberfläche und schimmert in vielen Blautönen.

Seit hier die Metro verkehrt, schlafen in der Stazione "Salvator Rosa" einige Fiat Cinquecento.

Von der Stazione "Vanvitelli" laufen wir unterirdisch zur Bergstation der "Funicolare di Chiaia". Mit dieser Standseilbahn fahren hinunter in die Stadt. Hier geht’s gleich wieder tief in den Berg zur Stazione "Napoli Piazza Amedeo", von wo uns die Metro Linea 2 zurück zur Piazza Garibaldi bringt. Diese Metro fährt übrigens mit doppelstöckigen Wagen. Sowas gibt es weltweit nicht sehr oft.
Am Abend essen wir irgendwo Pizza. Es gibt aber bloss Pizza-Schnitten mit dickem Teig, so wie ihn die Nordländer mögen. Sie sind zwar nicht schlecht, aber in Neapel gibt es dafür keine Punkte.