Baalbek mit Mojo

Baalbek mit Mojo
Mojo lernte ich im Rahmen meines ersten Spontact - "Date´s" kennen.
Wir verstanden uns auf Anhieb - FREUNDSCHAFTLICH - und als er mich fragte, ob ich am nächsten Abend mit ihm Essen gehen wolle, ich hatte noch nichts vor, deshalb kam mir die Idee gelegen, sagte ich zu. Völlig ohne Hintergedanken - zumindest von meiner Seite! ;-)
Mojo schlug Baalbek, ein libanesisches Restaurant im Zentrum München`s, Aushängeschild sind die hausgemachten Spezialitäten, vor.
Elegant und stilvoll, so lässt sich das Interior und das Erscheinungsbild von Baalbek am besten beschreiben. Hier treffen sich Familien und Geschäftsleute zum Lunch oder Dinner, eine bunte Mischung, was es als Gast sehr angenehm macht zu verweilen.
Mojo erwartete mich vor der Tür des Restaurants. Ich dachte er sei eben genauso wie ich angekommen. Aber er trug keine Jacke mehr, sondern wartete im kalten, regenerischen Münchner Wetter. Gott sei Dank war ein Vordach über dem Restaurant! ;-)
Er hielt mir die Tür auf, geleitete mich zum Tisch ala Gentlemen per 100%.
Eine nette Abwechslung!
Mojo schlug vor, dass wir einmal pro Speisenkategorie bestellen sollten - um möglichst viel Unterschiedliches probieren zu können.
Bedeutete: Jeder wählt eine Suppe, eine kalte Vorspeise, eine warme Vorspeise, einen Fischgang, einen Fleischgang und so weiter...
OKAY... Herausforderung angenommen! *lach*
Die ersten Gänge kamen. Und es schmeckte alles frisch & lecker. Die libanesische Küche ist nicht nur vielfältig, sondern auch sehr gesund, nicht zuletzt wegen der Gewürze.
Besonders der Service von Baalbek war ausgezeichnet. Bei jedem Gang erkundigte man sich, ob es noch etwas mehr Pfeffer sein durfte, man schenkte Wasser nach und achtete auf Ordnung am Tisch.
Baalbek mit Mojo
Soweit so gut.
Als Mojo allerdings eine Douglas - Tüte auf den Tisch stellte, mit den Worten: "Ich hab dir da was mitgebracht!" und zeitgleich einen anderen Ton anschlug und Fragen stellte wie: "Wenn du dich mit einem Tier vergleiche müsstest, welches wärst du dann?", ruinierte er nicht nur den Beginn einer vielleicht wunderbaren Freundschaft, nein, er bewirkte zeitgleich, dass ich mich am liebsten übergeben wollte. Wer fragt so etwas?
Und es wurde noch schlimmer...
Irgendwann griff er nach meiner Hand, schaute mir tief in die Augen und fragte: "Was sind deine Wünsche für dein weiteres Leben?".
*würg* ... spätestens da wusste ich, dass dieses Zusammentreffen einen für ihn völlig anderen Hintergrund hatte.
Verständlich, dass meine Antwort: "Also fürs Erste würde ich jetzt erstmal ohne angeschmachtet zu werden dieses Essen genießen und im Anschluss würde ich gerne mein Leben ohne Partner weiter planen..." nicht sonderlich gut bei ihm ankam. Aber: Es gab schließlich Jay! - wovon er natürlich nichts wusste, er fragte ja auch nicht danach, sondern wollte lieber wissen mit welchem Tier ich mich vergleiche. Kann man machen... *lach*
Ab diesem Zeitpunkt kippte die Stimmung.
Baalbek mit Mojo 
Wir aßen die letzten beiden Gänge nicht mehr.
Mojo beharrte trotz Niederlage darauf die Rechnung zu zahlen und zwang mir auch die Douglas - Tüte auf.
Vor dem Restaurant trennten sich unsere Wege - im wahrsten Sinne des Wortes -, auch wenn wir beide einer Freundschaft zustimmten. Zu Hause angekommen stellte ich fest, dass er mir nicht nur die Freundschaft auf Spontacts gekündigt hatte, sondern auch auf WhatsApp. Das wars dann wohl mit der Freundschaft. *Achselzucken*
Wer sich nun fragt, was sich in der Douglas - Tüte befand...
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