Aus „Duckface“ wurde erfolgreich „Fish gape“

Aus „Duckface“ wurde erfolgreich „Fish gape“

Tagtäglich kann man sie in den sozialen Netzwerken sehen, tolle Selfies im „Fish Gape“ Style. Der Trend ist auch bekannt unter den Bezeichnungen „The Dick Sucking Face“ oder „Swallow Face“ – was ja eigentlich schon genug sagt über die Attraktivität dieser Form der Selbstdarstellung.

Das Duckface (Schnuten- oder Entengesicht) war ein Trend, der sich vorwiegend bei weiblichen Internetnutzern durchsetzte. Das vermeintliche Ziel: selbstironisch und sexy wirken! Leider ging das meist ordentlich daneben. Duckfaces sind offiziell tot. Der Wunsch, als fuckable zu gelten, hat nicht unwesentlich zur fotografischen Höchstleistung angespornt.

Das Schönheitsideal, das waren damals wie heute Frauen mit langem, wehenden Haar, schüchternem Schlafzimmerblick und einladend zusammengepressten Lippen. Große, aufgerissene Augen, gepaart mit einem tiefen, aber nicht zu tiefem Ausschnitt. Durch das Zusammenpressen der Lippen, wie es beim Schmollmund üblich ist, sowie dem gleichzeitigen Einsaugen der Wangen soll ein besonders kindlich wirkendes Erscheinungsbild entstehen. Das wirkt nämlich attraktiver?

Scrollt man heute insbesondere durch Instagram, scheint es bei Frauen nur noch eine Pose zu geben: leicht geöffneter Mund, mit ein bisschen Zahn. Die durch Selfies sichtbar gemachte Wiederholung, die tagtäglich auf uns in sozialen Netzwerken einprasselt, führt dazu, dass wir diese als Nutzer nicht nur wahrnehmen, sondern auch nachahmen.

Sich selbst in einer bestimmten Pose zu fotografieren, mag im ersten Moment unnatürlich und lächerlich erscheinen, manifestiert sich aber im Laufe der Zeit schnell zur Gewohnheit. Durch monatelange Berieselung mit Fish Gape-Fotos passiert es beinahe automatisch, dass wir diese Pose an- und einnehmen.

Foto: Demi Lovato © ddp

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