Aus dem Wandel

Aus dem Wandel
Ein Gastbeitrag von Larcata (Foto: Florian Hauschild. Galerie: flickr, Profil auf Diaspora: diasp.de)
Der Traum war aus.
Als ich erwachte, war ich wie ein Kind,
wild und ungestüm, voller Energie,
neugierig auf die Welt, rein in der Absicht
und doch unschuldig schuldig gemacht

Schnell wuchs ich heran zu einer Jugendlichen,
verliebte mich in jede neue Aufgabe,
suchte nach Vorbildern und Reibungspunken
sah wie sich Charaktere formten oder explodierten,
begann zu verstehen, dass ich nicht alleine war…

Mit der Zeit wurde ich erwachsen gemacht
ich erkannte, welche Spiele meine,
vermeintlich, freien Mitstreiter spielten
und in welchen Mustern sie verharrten,
welch verfängliche Ziele sie erstrebten.

Nun bin ich müde und alt,
kann nicht mehr mit ansehen,
wie sie sich selbst zerfleischen,
- erlegen der Gier nach Liebe,
suchend nach Anerkennung…

Möchte einschlafen, wieder aufwachen
dieses Mal in einer wirklich freien Welt

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