Aufgemerkt: Sophia & Beni


Aufgemerkt: Sophia & Beni
Wie ein Wiedersehen mit alten Freunden.
Anfang 2012 hatte ich bereits auf das nach wie vor sehr stimmige Album des Liedermachers Beni Feldmann hingewiesen. Nachdem ich seinem abwechslungsreichen Gebräu aus klassischen Volksweisen und zeitgenössischer Liedermacherei danach auch live lauschen und dabei feststellen durfte, dass er numehr in trauter Zweisamkeit gemeinsam mit Sophia Spöler unter dem Namen Sophia & Beni musiziert, gibt es nun Nachschub.
Jetzt liegt deren erstes Album "Friedensstrasse" vor und dieses setzt genau da an, wo "Ich schreibe einfach einen Song" aufhört. 12 Songs, die gleichsam auf der Straße, am Lagerfeuer, im Konzertsaal oder in den Fußgängerzonen und Wohnzimmern dieser Welt funktionieren. Sophia & Beni schleichen sich dabei wie vertraute Freunde an das Ohr des Hörers und nehmen ihn mit auf eine Reise, die unter anderem deutsches und irisches (Volks-)Liedgut streift und sowohl instrumental als auch durch die Dreisprachigkeit einige Überraschungen bereit hält.
Gab es auf Benis Debüt noch einige sprachliche Stolperer, fallen dieses Mal vor allem die anglophilen Stücke positiv auf, deutlich voran das federleicht wippende "Dance, Darling", dass der besten und schönsten Wirtin Münsters gewidmet sein soll und, hört man den zärtlichen Ton in der Stimme des Sängers und die sanft vor sich hintänzelnde Geige von Sophia, die zum Stelldichein bittet, scheint da nicht nur ein Körnchen Wahrheit im Ursprung zu liegen. Doch auch das vor allem von Sophia gesungene und von Leo Moran von den Saw Doctors geschriebene "Clare Island" weiß durch eine feine Nuancierung zu überzeugen. Vor allem dann, wenn beide Musiker zusammen singen, entpuppt sich das gesamte Potential des Duos, deren Kunstfertigkeit aber trotzdem vor allem in der filigranen Beherrschung ihrer Instrumente liegt. Das zeigt sich in den beiden Instrumentalstücken "Golden Nugget" und "Der Rote Corsa®", ersteres eine virtuose und vor allem furiose Violinenphantasie, letzteres eine Hommage an das erste Bandfahrzeug, dem die Liebe zum Touren und "Unterwegs Sein" aus jedem Takt entgegenspringt. 
"Friedensstraße" zeigt in vielen Momenten einen sehr souveränen Umgang mit dem Medium "Lied", denn Sophia & Beni schaffen es, neben vielen Eigenkompostionen und Inspirationen, auch fremde Texte und Töne in ihr breites Oeuvre zu integrieren. So darf ein spanischer Folkschlager namens "Eu Quero Apenas" aus der Feder von Roberto Carlos ebensowenig fehlen, wie die auch schon auf Benis Debüt vorgenommene Würdingung Hannes Waders mit "Unterwegs nach Süden", die tolle Volksliedinterpretation von "Bunt Sind Schon Die Wälder" darf dabei nicht unerwähnt bleiben.
Sophia & Beni machen auf "Friedensstraße" vieles richtig und haben es vor allem geschafft, ein Album zu erschaffen, dem man die Straßen und Wege anhört, auf denen die einzelnen Stationen und Situationen erschaffen wurden und viel besser noch, sich tatsächlich abgespielt haben.  
Was fehlt? Ein Ohrenöffner und der Vorschlag die beiden auf ihrer Homepage, ihrer Facebookseite und auf den kommenden Konzerten zu besuchen. 
 

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