Auferstehung an Aschermittwoch

So, jetzt küsse ich diesen Blog wach... nach gut fünf Jahren, schau mer mal. Ich hab keinerlei Plan... was gerade in meinem Leben aber nichts Außergewöhnliches ist. Willkommen im Ungewissen! Beim Auf- und Ausräumen fand ich einen Ordner, in dem ich alle bisherigen Blogposts archiviert habe. Falls ich mal versehentlich das Internet lösche... schien es mir damals wohl sicherer, jeden einzelnen Text auszudrucken und abzuheften. Beim Lesen bekam ich sehr bald so was wie Fernweh nach mir selbst... nach derjenigen Christine, die zwischen 2010 und 2012 diesen Blog mit Alltagsbetrachtungen, Reisebeschreibungen und kleinen Artikeln zu Kunst und Fotografie gefüllt hat. Das hat Spaß gemacht!
Ich bemerkte schmerzlich, dass die Leichtigkeit von damals weg war. Sie ist es, die mir bis heute auch im Leben fehlt. Und genau genommen greife ich diesen Blog wieder auf, weil mich die Sehnsucht nach diesem Zustand treibt... drauflos plappern, von wertschätzend bis bissig, von unter- bis übertrieben. Ich schreibe, also bin ich. Doch was ist mit der Leichtigkeit passiert?
Sie hat den Umzug nach München nicht überlebt... rückblickend drängt sich dies auf. Die Geh-Hilfen (siehe letzter Blogeintrag vom 15.12.2012) reichten zwar für mich, und ich lernte wieder laufen. Aber die Leichtigkeit schaffte es nicht, sich  aufzurappeln... Und in den Folgejahren war ich viel zu viel mit Überleben beschäftigt - seelisch, finanziell, motivationsmäßig -, da konnte ich mich nicht auch noch um die Leichtigkeit kümmern. So verkümmerte sie. 
Immer wieder habe ich über einen Blog nachgedacht. Facebook ist mir inzwischen zu flüchtig... und außerdem zieht der digitale Gigant mächtig Energie ab (indem Beiträge absichtlich nicht angezeigt werden, damit Seitenbetreiber Werbung schalten - um nur eins zu nennen). Es ist trotzdem nett dort, aber für Texte nicht die geeignete Ausdrucksform.
Lange war ich der Meinung, ich müsse einen neuen Blog eröffnen, es "richtig" machen, gleich perfekt von Anfang an und am besten nur geniale Gedanken. Denn jemand hat mal zu mir gesagt, "aus meiner Kreativwerkstatt" klinge zu amateurhaft und nach Bastelstube. Ja, in der Tat schreibt hier eine Journalistin, studierte Germanistin und ausgebildete Fachfrau für Pressearbeit. Doch was heißt das schon... und ist das Leben nicht die reinste Bastelstube? also meines schon. So bietet mir dieser Blog auch eine Art narrenfreien Raum... wo ich mich austoben kann, zunächst auch mehr oder weniger im Verborgenen.
Und vielleicht kehrt die Leichtigkeit ja dann zurück.
So wie in dem Bild, das ich heute gemalt habe. Es befriedigte mich nicht, etwas schien zu fehlen, bis ich einer plötzlichen Eingebung folgte und es auf den Kopf stellte. So passt's! Wer streckt denn da die Zunge raus? Ein Selbstportrait vielleicht? Noch etwas zaghaft mit der Zunge... da geht noch mehr... hihi.
Auferstehung an Aschermittwoch

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