Auf nach Hellevoetsluis in Zuid-Holland

Von Bootssaison.de

Hellevoetsluis – Mindestens 3 Nächte ist Programm

Die Kleinstadt Hellevoetsluis in Zuid-Holland, etwas südlich von Rotterdam gelegen, bietet eine Menge. Einkaufsmöglichkeiten sind ebenso im Angebot wie zahlreiche gastronomische Betriebe. Hellevoetsluis hat ein sehr nettes altes Zentrum. Mehrere Häfen beziehungsweise Liegemöglichkeiten für Yachten verstreuen sich durch die ganze Stadt. Wir wählten den Hafen Cape Helius, der gleich neben der Stadt Hellevoetsluis fußläufig liegt. Mit dem Fahrrad geht es natürlich noch fixer. Größere Supermärkte wie Lidl oder Albert Hein sind so auch schnell erreichbar.

Immerhin ist es mittlerweile Hochsaison und es ist Ferienzeit. Eine telefonische Voranmeldung war nicht erforderlich. Der Hafenmeister sagte, er hätte noch ausreichend viele freie Plätze. So war es dann auch, wir suchten uns unter einem halben Dutzend freien Plätzen einen aus.

Waschhaus, -küche, generell der Hafen: Der ganze Hafen und seine Umgebung ist sehr chic, gepflegt und sauber. Der Hafen wird von Ferienhäusern des gleichen Betreibers flankiert. Hier hat man buntgetünchte Holzhäuser gebaut und vermietet sie vorwiegend an Gäste aus ganz Europa. Da Hellevoetsluis Seglergebiet ist, sind die Segelyachten auch deutlich in der Überzahl. Viele englische Segler laufen Cape Helius an. So ist Windstärke 4 Beaufort keine Seltenheit, oft auch mehr. Eben Seglergebiet.

Mittendrin in der Altstadt befindet sich dieser Hafen, direkt zwischen den Museumsschiffen und den farbenfrohen Häusern.

Passantenhafen mitten in Hellevoetsluis

Passanten finden auch mitten im Zentrum Liegeplätze, teilweise mit Anbindung zu einem modern ausgestatteten Sanitärgebäude. Hier muss keine Brücke passiert werden und man ist schnell dort und wieder zurück auf dem Haringsvliet. Übrigens, reist man über Hollands Diep und Haringvliet an, so sollte man einen unruhigen Seegang in Erwägung ziehen. Der Wind wühlt das Wasser derart stark auf, dass hier recht hohe Wellen entstehen können. Der Wind tranportiert das Wasser regelrecht in der Waagerechten und überzieht das Boot mit einer Gischt.

Während das Hollands Diep stark von Berufsschifffahrt frequentiert wird, sind die Freizeitskipper im Haringvliet unter sich. Dort gibt es allerdings auch zahlreiche untiefe Bereiche, die meistens mit einer Sportboot-Betonnung (rot-weiß bzw. grün-weiß) gekennzeichnet sind. Gerade in Bereichen, in denen Wasserwege in das Haringvliet einmünden oder sich Fahrrinnen verzweigen, kann es schon einmal unübersichtlich werden, so dass dort mit erhöhter Aufmerksamkeit gefahren werden sollte.

Ist man in Hellevoetsluis, bietet sich eine Tour ins etwa neun Kilometer entfernte Rockanje an der Nordseeküste an. Der Strand wird von der Gemeinde als einer der schönsten an der Nordsee beworben. Was auch gut sein kann. Das Meerwasser ist bereits sehr warm. Der Strand jedoch nicht zu voll – einige Lokale am Strand dagegen sehr gut gefüllt. Tipp ist ein kleiner Spaziergang in der Nordsee, natürlich barfuß. Anschließend einen Eiskaffee oder einen Imbiss am Strandbistro?

Strandbistro, Rockanje

Hier lässt es sich aushalten. Lecker essen und trinken in einer tollen und chilligen Atmosphäre. Hat was.

Eine weitere schöne Tour ist die nach Brielle. Brielle ist fast ein Geheimtipp für Wassersportler. Trotz Hochsaison ist es sehr ruhig. Gemächlich trifft es vielleicht ganz gut. „Grüne Stadt mit den Wasserwegen“ könnte man sagen. Viele gastfreundliche Lokale, die einiges zur gemütlichen Atmosphäre dazu tun. Im Zentrum gibt es Einkaufsstraßen, die Wege für die Wasserreisenden sind kurz.

Mit dem Fahrrad ist Brielle von Hellevoetsluis in ca. 1,3 Stunden zu erreichen. Auf dem Wasserweg erreicht man den Ort, der am Brielse Meer liegt, vom Haringvliet aus über Spui, Oude Maas und den Voedingskanaal.

Ein Tipp wäre noch die Besichtigung der historischen Schiffe, die im Zentrum von Hellevoetsluis liegen. Wir besichtigten das Lichtschiff mit Leuchtturmfunktion und erhielten von Mitgliedern des Lichtschip-Vereins einen detaillierten Einblick in die Schiffstechnik und über das Arbeitsleben der damaligen Besatzung.

Mehr Information.