"Auf einmal ist alles anders" (Heidi Hassenmüller)...

... ist ein weiteres Buch, dass ich in den letzten Tagen gelesen habe und das mich persönlich sehr berührt hat. In diesem Buch geht es um den Erwerb einer Behinderung.

"Einfach nur normal sein ist das für Johanna noch möglich? Johanna ist ein hübsches, 15-jähriges Mädchen mit ganz normalen Interessen: Jungs, Mode, Musik Aber eines Tages gehorchen ihr ihre Arme und Beine nicht mehr. Die Ärzte diagnostizieren eine Krankheit, die nicht heilbar ist. Trotz einer komplizierten Operation muss sich Johanna damit abfinden, dass sie wahrscheinlich in Zukunft auf den Rollstuhl angewiesen sein wird. Johanna kämpft um jedes Stück Normalität in ihrem Leben. Das wichtige Thema "Leben im Rollstuhl" wird bildreich und spannend erzählt. Mit Adressen und Websites im Anhang." (Quelle: Amazon.de)


Den Stil, den Heidi Hassenmüller gewählt hat, ist sehr emotionalisiert. Gerade zu Beginn des Buches rutscht der Leser in die Situation von Johanna hinein. Johanna hat ein hohes Identifikationspotential. Als Leser habe ich dadurch die Möglichkeit mich selbst in Johannas Situation hinein zu versetzen.
Leider ist es der Autorin nicht gelungen mich im Bann dieser Geschichte zu halten, denn obwohl der Einstieg gut gelungen ist, geht die Emotion im Verlauf der Geschichte verloren. Die Geschichte hat drei Brüche.
Im ersten Teil des Buches ist die Protagonistin noch oberflächlich. Sie ist noch nicht bereit sich mit ihrer neuen Situation auseinander zusetzen. Sie hat Hoffnung, dass alles wieder gut wird. Dann erfolgt ein Bruch, der die Situation vorantreibt und doch alles verändert. Hier verändert sich der Charakter von Johanna noch einmal. Johanna beginnt sich mit der Krankheit auseinanderzusetzen, setzt diese jedoch in den Mittelpunkt ihres Denkens und Handelns.
Der zweite Bruch ist die OP. Hanna weiß nach der OP, dass nichts mehr so sein wird, wie es war. Nun beginnt sie abermals sich mit der Situation zu beschäftigen und sie zu akzeptieren.  Diese Akzeptanz blockiert sie zunächst und lässt sie sich zurückziehen. Der dritte und letzte Bruch ist ein besonders interessanter. Johanna beginnt ihr Leben mit den ganzen Veränderungen in die Hand zu nehmen. Sie beginnt wieder zu leben.
Mit Ausnahme der Figur Johanna sind die Figuren nur wenig vielschichtig. Mir fehlt bei ihnen eine gewisse dreidimensionale Betrachtung. So sehr, wie man sich mit Johanna identifiziert, so wenig erfährt man über die anderen Figuren.
Als Fazit kann ich sagen, dass mir das Buch gut gefällt, aber mir irgendwie ein wenig fehlte. Das Salz in der Suppe sozusagen. Sicher, das Buch ist spannend und informativ, aber ein wichtiger Aspekt wird meiner Meinung nach zu kurz gegriffen. Das Thema: Inklusion.


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