Aschenputtels Reise in die Zukunft: Schottlands einst graue Metropole Glasgow füllt seine  Freiräume mit Kreativität

Glasgow. Wo Schiffbauer einst im Smog qualmender Schornsteine große Pötte für die Weltmeere schmiedeten, Hafenarbeiter Berge von Kohle, Stahl und Baumwolle verluden und Frauen an haushohen Maschinen feine Tuche webten, blüht heute die Kultur. In Clubs, Pubs und Hinterhöfen proben junge Musiker den Sound von morgen. Andere eröffnen in leerstehenden Läden bunte Galerien oder schrille Cafés. Werften, Baumwollspinnereien und Fabriken, die Glasgow im 19. Jahrhundert zur zweitgrössten Metropole des Britischen Weltreichs gemacht hatten, sind ins billigere Ostasien verschwunden.  Geblieben sind Frei-Räume, in denen kreative Menschen ihre Ideen verwirklichen.

Designer Emlyn Firth, A Visual Agency, in seinem Büro im Kulturzentrum SWG3 in Glasgow, 23.5.2016, Foto: Robert B. Fishman

Designer Emlyn Firth, A Visual Agency, im Kulturzentrum SWG3, Foto: Robert B. Fishman

Im SWG3, einer ehemaligen Tabakfabrik von 1915, treffe ich Leute wie Alek Farmer. Nach dem Abschluss der Glasgow School of Arts, einer der bekanntesten britischen Kunsthochschulen, hat er Müll gesammelt. „Ich wollte mich als Designer selbstständig machen und hatte kein Geld für Material“, erzählt der 27jährige mit der Wollmütze auf dem Kopf. Aus alten Sofas und anderen ausrangierten Objekten holte er sich Reste, um daraus seine ersten stabilen Taschen zu fertigen. Inzwischen hat sein Label Trakke sechs Angestellte. In einem offenen Raum des Kultur- und Gründerzentrums SWG3 nähen sie an gebrauchten Maschinen Rucksäcke, Umhängetaschen und Accessoires. Die Kleinsten kosten ab 120 Pfund. Seine Preise rechtfertigt Alec mit der Haltbarkeit und den Arbeitsbedingungen. „Handmade in Glasgow“ steht auf jeder seiner Taschen. Die Rohstoffe kauft er in der Region: Harris-Tweed-Wolle von den Hebriden-Inseln für die Bezüge der Taschen, in Schottland gewachste Baumwolle. „Nur die Reissverschlüsse müssen wir importieren. Die gibt es hier nicht“, entschuldigt der junge Mann die Ausnahme. Abnehmer findet Trakke vor allem übers Internet.

Platz für alle

Alek schätzt die kreative Atmosphäre und den Austausch mit Grafikern, Filmemachern, Zeichnern und andere Kreativen in der ehemaligen Tabakfabrik. Ein Privatunternehmen hat die Hallen zu Loft-Büros, Werkstätten, einem Club mit Bar, einem Coworking-Space, Ausstellungsräumen, Ton- und Filmstudio und vielen weitere offene Räumen umgebaut. Aleks Nachbar Emlyn sitzt in seinem Büro hinter einer hohen Glaswand. Die Tür steht offen. „“Komm rein“, fordert er mich auf und zeigt mir seine Arbeiten: Druckgrafiken und Entwürfe für Kataloge, Flyer, Plakate.

„Glasgow“, sagt Emlyn, „hat Platz für alle und vor allem für die Kultur“. Alte Fabriken und leerstehende Wohnhäuser haben Stadt oder private Investoren  – oft mit Zuschüssen der schottischen Regierung – zu Kulturzentren umgebaut. Junge Kreative mieten die Räume zu – für britische Verhältnisse – bezahlbaren Preisen. Im Inkubator-Space, eine Art Gründerzentrum des SWG3 bekommt man einen Schreibtisch inklusive W-Lan und Nebenkosten für 140 Pfund im Monat. Früher seien die meisten Absolventen der Glasgow School of Arts nach London oder ins Ausland gegangen. „Jetzt bleiben immer mehr hier.“

Mindestens so wichtig wie die Freiräume sind dem jungen Designer die Netzwerke. „Hier gibt es für alles Spezialisten“, erzählt mir Emlyn. „Wenn ich etwas selbst nicht kann, finde ich jemanden, der mir hilft.“ Selten gehe es um Konkurrenz, meistens um Austausch und Zusammenarbeit. Glasgow sei eine linke Stadt. Viele Konzerte und Ausstellungen kosten keinen Eintritt. „Kunst und Kultur machen die meisten hier vor allem aus Freude.“

Band „The Yummie Four“ vor dem Musikclub Mono  Foto: Robert B. Fishman

Das Mono zum Beispiel verlangt für einen Gig der stadtbekannten „Yummie Fur“ (frei übersetzt „Der leckere Pelz“) nur die üblichen fünf Pfund Eintritt. Nachmittags treffe ich die vier Musiker vor dem Club. Zusammen mit vielen Gästen sitzen vor ihrem Auftritt auf der Terrasse, quatschen, rauchen und trinken ein Bier oder das Lieblingsgetränk vieler Glasgower: An jedem Kiosk und in fast allen Kneipen bekommt man die quietsch-orangefarbenen Dosen mit dem klebrigsüßen „Irn Bru“. Gitarrist John bringt mir von der Theke eine Büchse mit. Der Geschmack erinnert mich an Energydrinks mit einer Extradosis Zucker, sehr speziell wie so manches in dieser Stadt. „The only local drink in the world, that outsells Coca Cola“, meint John, und grinst ob meines angewiderten Gesichtsausdrucks. Weltweit einmalig schlägt Irn Bru  in Glasgow die Verkaufszahlen von Coca Cola.

Die Yummies, vier ganz normale Glasgower Jungs um die 40, waren in den 90ern angesagt, trennten sich dann auf dem Höhepunkt ihrer Karriere und spielen nun das erste mal wieder zusammen. „Ausverkauft“ steht schon am späten Nachmittag auf dem handgeschriebenen Zettel an der Kasse, einer Stahlkiste auf einem Stehtisch im Eingang.

Die Selbermacher-Stadt

Musikjournalist Brian Beadie vom Szeneportal keltr.com will das Konzert nicht verpassen. Er setzt sich einen Moment zu uns. Glasgow sei nach London die wichtigste Musikstadt in Großbritannien. „Hier spielt jeder mindestens in einer Band.“ Die Leute kennen sich, tauschen sich aus, helfen und inspirieren sich gegenseitig – ein Satz den ich von Musikern und anderen Künstlern in Glasgow immer wieder höre, auch von Mitch Flynn. Der 22jährige Sänger und Gitarrist will Profimusiker werden. Bis es so weit ist verdient er sein Geld hinter der Theke des Mono.

Glasgow nennt er eine „DIY-City“, eine Selbermacher-Stadt: kreativ, freundlich, hilfsbereit seien die Menschen, einander zugewandt und voller Leidenschaft für das, was sie tun. Mit dem vernarbten Grau seiner Heimatstadt verbindet Flynn eine „Hassliebe“, die ihn zu seinen melancholischen Liedern inspiriere. Auch in den vielen Parks oder dem im Nebel mystisch wirkenden großen Friedhof an der Kathedrale mit den Mausoleen reicher Industriellenfamilien des 19. Jahrhunderts finde er Besinnung und Anregungen für seine Stücke.

All Shades of Grey und jede Menge Grün

Zu Füssen der gotischen Kathedrale im Osten Glasgows haben die goldenen Zeiten ihre Schatten hinterlassen. Im East End hausten bis in die 60er Jahre Arbeiterfamilien zu acht oder zehnt in einem einzigen Zimmer der feuchten und kalten Mietskasernen.

Ende des 19. Jahrhunderts, als Glasgow dem Empire den Stahl und die Schiffe für die Herrschaft über ein weltumspannendes Reich lieferte, baute die Stadt den einfachen Menschen aus roten Backsteinen einen „Palast“ mit einem weitläufigen Wintergarten, in dem Palmen und andere exotische Pflanzen gedeihen.

Wintergarten des Peoples Palace in Glasgow, 23.5.2016, Foto: Robert B. Fishman

Wintergarten des Peoples Palace in Glasgow, 23.5.2016, Foto: Robert B. Fishman

In der ersten Etage des „People’s Palace“ erzählt mir das Stadtmuseum die Geschichte des Glasgower Alltags. Irritiert gehe ich durch originalgetreu nachgebaute Wohn-Bad-Schlafküchen, dunkel und eng. Auf dem russschwarzen Fussboden steht eine Zinkwanne, in der die ganze Familie badete. Plumpsklos gab es auf dem Hof.

Auf Bildschirmen erzählen einfache Glasgower vom Alltag früherer Jahrzehnte: Legendäre Nächte in den einst so beliebten, typisch britischen Tanzpalästen wie dem Barrowlands, die ersten Pop-Konzerte, Sonntagsausflüge an Schottlands grössten See, den Loch Lemond, den wöchentlichen Besuch in den öffentlichen Waschhäusern.

Spuren dieser untergegangenen Welt finde ich wenige hundert Meter weiter auf dem Flohmarkt „The Barras“. Auf den löchrigen Teerwegen zwischen verfallenden Baracken bieten Händler auf Klapptischen billige Bettwäsche, Kunststoff-Schuhe, buntes Plastikspielzeug aus China, Handyhüllen und andere Allerweltsware feil.

Sekundenschnell packt ein junger Mann sein auf einem Tuch ausgebreitetes Sortiment zusammen und verschwindet um die nächste Ecke. Zwei Polizisten in gelben Warnwesten steigen aus ihrem Streifenwagen. Wenig interessiert beginnen sie ihren Rundgang. Anderntags berichtet eine lokale Zeitung über Fälscher- und Schmuggelware auf dem Barras.

Flohmarkt The Barras in Glasgow, Schaufensterpuppe in Armeeuniform trägte eine Anonymous-Maske, 21.5.2016, Foto: Robert B. Fishman

Foto: Robert B. Fishman

„Scheisswetter“ mault die junge, vom Fastfood aufgeschwemmte Blondine hinter dem Tresen der Imbissbude auf meine Frage, ob auf dem Markt Samstag morgens immer so wenig los sei. Wortlos schiebt sie mir einen abgeschlagenen alten Becher meinen Tee für 80 Pence über den Tresen. An einem der miteinander verschraubten Resopaltischen sitzen die einzigen Gäste bei Fish and Chips und Kaffee.

Flohmarkt The Barras in Glasgow, 21.5.2016, Foto: Robert B. Fishman

Flohmarkt The Barras, Foto: Robert B. Fishman

Draußen fliegen schwarze Wolken über den Himmel. Der Wind reisst an den Schirmen der wenigen Verkaufsstände. Grimmig dreinblickende Muskelprotze, die meisten mit Schiebermütze oder Basecaps auf dem Kopf, schleichen durch die leeren Reihen.  „How’redoin’“, murmelt einer einem vorbeigehenden Bekannten ausdruckslos zu. „yea“, kommt ebenso wortkarg die Antwort. Kaum Kundschaft heute.

Schmale, dunkle Gänge führen tief in die Verkaufshallen, von denen die Farbe blättert. Zwischen reichlich Schrott finden sich Schätze wie alte Plattenspieler, Kassettenrekordern, historische Küchengeräte, alte Lampen, ein ausrangierter Automat voller Puppenköpfe oder eine Vitrine mit Überbleibseln des Zweiten Weltkriegs: Hakenkreuzfahne, SS-Abzeichen, Wehrmachtsstahlhelm, eine japanische Kriegsflagge. Daneben hängt ein Hitlerbild und ein Plakat zum „Tag der Wehrmacht“.

Einer Schaufensterpuppe in britischer Armeeuniform hat jemand eine Anonymous-Maske übers Gesicht gezogen. Britischer Humor geht eigene Wege.

Glasgow Hauptbahnhof in Glasgow, Bahnhofshalle, 23.5.2016, Foto: Robert B. Fishman

Glasgow Hauptbahnhof, Foto: Robert B. Fishman

Glasgow, sonst von allen als so freundliche Stadt mit weltoffenen Menschen gelobt, zeigt hier sein anderes Gesicht. Weiter draußen, in den Hochhäusern aus den 60er und 70er Jahren drängt sich hoffnungslose Armut. Einige der grauen Sozialbautürme hat die Stadt inzwischen weggesprengt.

Bahnhof verstehen

Downtown Glasgow erinnern Art-Deco-Bauten wie das Beresford House, gregorianische und viktorianische Stadtvillen oder die Kunsthochschule des Jugendstilarchitekten Charles Rennie Mackintosh an Glasgows goldene Zeiten.

Damals, im späten 19. Jahrhundert, baute sich die mit Werften, Stahlwerken, Textilfabriken, Kohlegruben und Baumwollhandel zur Weltstadt herangewachsene Metropole den größten britischen Bahnhof außerhalb Londons. Unter dem angeblich größten frei tragenden Glasdach Europas wartet ein groß gewachsener, schlanker Mann in blauer Eisenbahner-Uniform auf mich. Paul Lyons zeigt nach freundlicher Begrüßung zur Decke: „48.000 Gasfenster“, erklärt er mir und führt mich zu einer versteckten Tür in der hintersten Ecke der Bahnhofshalle. Über mehrere Etagen steigen wir über ausgetretene Steinstufen in die Tiefe.

Paul Lyons, Mitarbeiter der britischen Network Rail erforscht die Geschichte des Glasgower Hauptbahnhofs, 20.5.2016, Robert B. Fishman

Paul Lyons, Mitarbeiter der britischen Network Rail erforscht die Geschichte des Glasgower Hauptbahnhofs, 20.5.2016, Robert B. Fishman

„Seinen“ Bahnhof nennt Paul einen Eisberg. Das meiste sieht Du nicht. Unter den Gleisen breitet sich auf drei Quadratkilometern eine geheime Welt aus: Lagerhallen, unterirdische Schienen, Bahnsteige und ein Kanal zum Fluss Clyde. Eisenbahner Paul erforscht seit 20 Jahren die Tiefen der Glasgower Central Station und entdeckt „immer noch etwas Neues“. Anfangs von seinen Vorgesetzten misstrauisch beobachtet hat er inzwischen deren Unterstützung. Auf seinen Touren durch die geheime Stadt unter der Stadt   zeigt er erschreckende Parallelen der Geschichte zur heutigen Zeit. Mehr als 13.000 Flüchtlinge, die man hier nicht haben wollte, hätten den Bahnhof in den 1870er Jahren von Hand gebaut: Tagelöhner, die schottische Clansherren und englische Landbesitzer aus den Highlands vertrieben haben, um auf deren Land Schafe für die Wollproduktion zu züchten. „Völkermord“ nennt Paul die Highland Clearances, die „Säuberung“ des schottischen Hochlands im 19. Jahrhundert. Paul hat sich intensiv mit der Geschichte Schottlands, Großbritanniens und seiner Heimatstadt Glasgow beschäftigt. Bei der Abstimmung über den EU Austritt Ende Juni hat er gegen den „Brexit“ gestimmt, zwei Jahre zuvor für die Unabhängigkeit Schottlands. „Ich bin keiner, der sich eine Fahne umhängt, auch keine schottische“, stellt er klar. Nur die Politik der konservativen Londoner Regierung lehnt er, wie viele hier im Norden, ab: „Unsozial und zu weit weg vom Alltag der Menschen, die täglich ums Überleben kämpfen. Fahnenschwenkende Menschen machen ihm angst.

Schotten seien keine besseren oder schlechteren Menschen als andere und „die Probleme der einfachen Menschen in Glasgow unterscheiden sich nicht von denen in England oder anderswo auf der Welt.“ Seit Jahren beschäftigt sich der Mann mit dem weißen Rauschebart mit der Geschichte und den Geschichten der „einfachen Arbeiter“, die die Historiker so oft übersehen. In einer der leeren unterirdischen Lagerhallen unter dem Bahnhof zeigt er mir ein zwei mal fünf Meter großes Wandbild: „1916 – damit wir nicht vergessen“ steht auf einem Gemälde von Soldaten in einem Schützengraben des Ersten Weltkriegs. Von Glasgow Central sind tausende junger Schotten in den Krieg gefahren. Später kamen auf Gleis 15 die Züge von der Front an. „Wer es, von Senfgas blind, noch auf den eigenen Füsse aus dem Zug schaffte hatte Glück gehabt“, erzählt Paul so anschaulich und eindringlich, als sei er selbst dabei gewesen. Die meisten verwundeten Heimkehrer trugen ihre toten Kameraden auf dem Rücken. Arbeiter stapelten die Leichen in den Lagerhallen unter dem Bahnhof. Die grösste Sorge der britischen Regierung sei es gewesen, den Todeszeitpunkt der Kriegsopfer nach 24 Uhr festzulegen, um den Witwen einen Tag weniger Rente zahlen zu müssen. Es ist dieser Zynismus, der den sonst so ruhig berichtenden Paul in Rage bringt.

Dann erzählt er vom Glasgower Aufstand 1919, den der heute so hoch geschätzte Winston Churchill zusammenschießen ließ. Während des 1. Weltkrieg hatten viele Hausbesitzer die Mieten in der überfüllten Stadt so drastisch erhöht, dass viele Familien nicht mehr genug Geld zum Überleben hatten. Auf dem zentralen Platz vor dem Rathaus demonstrierten Tausende gegen die Not. Die Londoner Regierung schickte Panzer und Soldaten.

Paul erlebt für seine Touren durch die Glasgower Sozialgeschichte viel Zuspruch. Weinend habe ihm eine Besucherin erzählt, wie ihre Großmutter die Weltkriegsorden ihres Mannes ins Feuer werfen wollte wenn sie ihn dafür nur für fünf Minuten wieder bekommen könnte.

Mit Geschichten wie diesen, den Eindrücken von der Choleraepidemie 1849 oder dem Alltag der Arbeiter in den feuchten, dunklen Hallen unter der Central Station, in denen sich vor allem die Ratten wohl fühlten, erweckt Paul die dunklen Seiten der Glasgower Geschichte zum Leben.

alte Inschrift an der Argyl Street in Glasgow-Finnieston, 23.5.2016, Foto: Robert B. Fishman

alte Inschrift an der Argyl Street, Foto: Robert B. Fishman

Zurück in der Gegenwart folge ich der Argyle Street nach Westen. Die Gewinner der rasanten Industrialisierung vor rund 150 Jahren bauten sich dort feine Villen, viele davon mit Jugendstilelementen verziert. Andere zogen in weitläufige gregorianische und viktorianische Luxuswohnungen hinter saftig grünen Vorgärten. In die halb unter Straßenhöhe liegenden ehemaligen Souterrainwohnungen ziehen immer mehr Designerläden und ausgefallene Cafés.

Strassencafes in der Argyle Street in In-Stadtteil Finnieston in Glasgow, 23.5.2016, Foto: Robert B. Fishman

Strassencafes in der Argyle Street , Foto: Robert B. Fishman

Die Argyle Street, so etwas wie die heimliche Hauptstraße des neuen kreativen Glasgow, scheint kein Ende zu nehmen. Seit einer Stunde lang laufe ich sie schon entlang, über die zweitälteste U-Bahnlinie der Welt, welche die Innenstadt in einem Ring umschließt, durch Glasgows Uni-Viertel Finnieston. Hippe Cafés, vor denen junge Leute in der Abendsonne sitzen, Designer-Läden mit schrägen Klamotten, Galerien, Imbissbuden und Restaurants wie das Finnieston, in dem die Köche aus schottischen Arme-Leute Rezepten für deftige Kost modernes, Leichtes kreieren oder ein Stück weiter die Straße hinunter das angeblich beste Fisch- und Meeresfrüchte-Lokal der Stadt. „Coolste Gegend des Königreichs“, befand kürzlich die Londoner Zeitung „Sunday Times“ in einem Land, dessen Hauptstädtern alles jenseits ihrer Stadtgrenze bestenfalls idyllisch ist.

Mitch, der junge Musiker aus dem Mono, Emlyn aus dem SWG 3 und viele andere haben mir den Tipp gegeben, doch mal im Green Door Studio vorbei zu schauen, der Wiege vieler junger Glasgower Bands und Musiker. Mehr als die Adresse 1103 Argyle Street habe ich nicht.  In einer Ecke des Hofes sitzen zwei junge Frauen an einem der Holztische des „Hidden Lane Tel Room“, ein winziges, weiss gestrichenes Café im auch hier angesagten „Shabby-Schick“-Stil. „Klar kennen wir das Studio, da drüben durch die schwarze Tür“, erklärt mir eine der beiden.

Drinnen gelange ich durch einen dunklen, engen Flur in einen winzigen mit Tonbandgerät, Verstärkern und Elektronik vollgestopften Raum. An einem Mischpult baut Sam Smith gerade eine Aufnahme zusammen. „Das Meiste produzieren wir analog“ erklärt mir der 40jährige, der mich seinem akkuraten Kurzhaarschnitt und dem blauen Hemd mehr an einen Bankangestellen als an einen Musikproduzenten erinnert. Vor ein paar Jahren hat Sam mit ein paar Freunden das Studio mit preiswerter gebrauchter Technik eingerichtet.

Musikproduzent Sam Smith in seinem Green Door Studio in Glasgow am Mischpult, 23.5.2016, Foto: Robert B. Fishman

Musikproduzent Sam Smith, Foto: Robert B. Fishman

Jungen Musikern gibt er Kurse am Mischpult, „damit sie auf Augenhöhe mit Toningenieuren und den Betreibern großer, kommerzieller Studios verhandeln können und wissen, worum es geht.

Traumland jenseits des Flusses

zartes Grün erobert Industriebrache in Glasgow, 23.5.2016, Foto: Robert B. Fishman

zartes Grün erobert Industriebrache , Foto: Robert B. Fishman

Vor 14 Jahren kam er aus England wegen seiner damaligen Freundin nach Glasgow. Sie studierte Medizin, er machte Musik, komponierte und spielte in verschiedenen Bands. Die Freundin ist weg, die Musik ist geblieben und seine Begeisterung für Glasgow auch. „Diese Stadt gebiert Kultur von unten“, lobt Sam. Grassroot Culture nennt er die vielen Bands, Probenräume, kleinen Labels und Netzwerke aus kreativen Menschen. „Das ist wie Berlin vor 20 Jahren“, sucht er nach einem passenden Vergleich. Dort zogen Künstler und Musiker damals in leerstehende Fabriken und Kaufhäuser wie dem späteren Tacheles und fingen einfach an, ihr Ding zu machen. In Glasgow gibt es diese Freiräume für Kunst und wilde Parties immer noch. In der Princes Street standen jahrelang mehrere Häuser leer. offiziell durften sie wegen Einsturzgefahr nicht vermietet werden. Unter der Stadt verlaufen zahlreiche Stollen ehemaliger Kohlegruben. Junge Leute nutzten die verlassenen Räume für Parties und Konzerte.

Sam holt sich seine Inspirationen auf der anderen Seite des Flusses, wohin sich kaum ein Besucher verirrt. Gemeinsam gehen wir vorbei an der neuen futuristischen Waterfront am Clyde über die Brücke Cyde Arc in Glasgows wilden Süden. Schnellstrassen und Autobahnkreuze haben das alte Arbeiterviertel jenseits des Clyde in Fragmente von Vergangenheit und Gegenwart zerstückelt. „Niemandsland“, sagt er

Brücke The Clyde Arc über den Fluss Clyde in Glasgow, 23.5.2016, Foto: Robert B. Fishman

Brücke The Clyde Arc über den Fluss Clyde, Foto: Robert B. Fishman

„Kulisse für Träume“ und zeigt mit leerstehende Fabriken, Brachland, auf dem sich Löwenzahn und andere Wildkräuter ansiedeln. Verblassende Schilder und Schriftzüge erinnern an längst geschlossene Arbeiterkneipen. „So stelle ich mir das New York der 70er Jahre vor“, meint Sam nachdenklich und ärgert sich, wie seine Wahlheimat „großartige viktorianische Industriearchitektur achtlos verfallen lässt“. In Liedern schreibt er sich den Ärger von der Seele und besingt die South Side, das „echtere Glasgow, rau, kantig, grob und herzlich“, jenseits der teuren Designer-Läden und schicken Cafés im Hipster-Westend. „Hier sind viele heute bekannte Bands wie Franz Ferdinand zum ersten Mal aufgetreten“, erinnert sich Sam beim Anblick eines graubraunen Kasten: „Gran Ole Opry“ steht im örtlichen Dialekt leuchtend blau über dem Eingang. „Ein sozialer Club, altmodisch. Hier verändert sich nichts. Das mag ich. Im South End sieht Sam Glasgows Freiraum der Zukunft.

Die Recherche zu diesem Beitrag wurde unterstützt von Visit Scotland und Glasgow Marketing

Glasgow Info:

Glasgow war um 1900 mit mehr als 1 Mio. die nach London zweitgrößte Stadt des britischen Empire. Heute leben in Schottlands größter Stadt etwa 650.000 Menschen. Textil-, Stahl- und Schiffbauindustrie, die die Stadt einst groß machten sind verschwunden. Heute  leben die Menschen vor allem von Finanz-, Versicherungs- und anderen Dienstleistungen. Immer wichtiger wird die Kreativ-Branche.

Glasgow Tourist-Info auf Deutsch

Online-Stadtmagazin Glasgow Life

The Glasgow Larder: umfangreicher Führer zu ausgefallenen Cafés, Restaurants Bars und Lebensmittelgeschäften als Heft und online

Kunst, Kultur und Museen:

Neben zahlreichen Kunst-Museen und Galerien findet sich in Glasgow Ausgefallenes wie das Religionsmuseum neben der Kathedrale Saint Mungo,das Polizeimuseum,  der People’s Palace, der den Glasgower Alltag früherer Jahrzehnte anschaulich präsentiert. Ein Glasgow Museen im Überblick . Allein die für 35 Millionen Pfund frisch renovierte Kelvingrove Art Gallery präsentiert in 22 Themengalerien mehr als 8000 Kunstwerke. Sie zählt zu den 15 bestbesuchtesten Museen der Welt.

Spiegelung im Fenster des Riverside Museum in Glasgow, erbaut nach Plänen der britisch-irakischen Architektin Zaha Hadid, 23.5.2016, Foto: Robert B. Fishman

Spiegelung im Fenster des Riverside Museum in Glasgow, erbaut nach Plänen der britisch-irakischen Architektin Zaha Hadid, 23.5.2016, Foto: Robert B. Fishman

Direkt am Fluss Clyde zeigt das Riverside Museum (100 Pointhouse Place) in einem glitzernden, geschwungenen, metallverkleideten Bau der Architektin Zaha Hadid markante Objekte der Glasgower Geschichte.  2013 gewann das Riverside den Titel „Museum des Jahres“. Auf „interaktiven Straßen“ erleben die Besucher 100 Jahre alten Läden, ein Café aus den 30er Jahren oder ein Fotostudio der vorletzten Jahrhundertwende. Vor dem Riverside liegt die 1896 auf einer Glasgower Werft gebaute zum Museumsschiff umgestaltete Dreimast-Barke Glenlee .

Dudelsack:

Die ganze Geschichte über Schottlands Musikinstrument erfahren die Besucher im National Piping Centre: Dudelsäcke aus allen Epochen in allen erdenklichen Farben und Formen und ein kleiner Einführungskurs. Aller Anfang ist gar nicht so leicht, doch irgendwann kommt er: Der erste Ton auf einem echten Dudelsack.

junge Dudelsackspielerin führt Besucher des National Piping Centre in Glasgow ins Dudelsackspielen ein, 23.5.2016, Foto: Robert B. Fishman

junge Dudelsackspielerin führt Besucher des National Piping Centre in Glasgow ins Dudelsackspielen ein, 23.5.2016, Foto: Robert B. Fishman

Wer sich gar nicht mehr von dem kirchenähnlichen Bau in Glasgows Innenstadt trennen mag, kann hier auch übernachten. Das Hotel nebenan bietet im schottischen Stil mit Tartan-Muster eingerichtete moderne Zimmer zu für britische Verhältnisse zivilen Preisen und ein Café-Restaurant mit schottischen Spezialitäten. 30-34 Mc Phater St.,

Über die ganze Stadt verteilt locken Kulturzentren mit Konzerten, Ausstellungen und vielen Mitmach-Angeboten.

So beherbergt das Tron 103 (103 Trongate nahe Rathaus) die einzige Fotokunst-Galerie der Stadt, Ateliers und Ausstellungsräume. Die Kunst-Workshops für Menschen mit Behinderungen heißen Project Ability Projekt Fähigkeiten: „Wir schauen auf das, was die Menschen können und nicht auf ihre „Defizite“.“

Kunst- und Tanz-Workshops, die zweitgrößten Ausstellungsräume Großbritanniens nach der Tate Modern in London, Konzerte, Kino, Theater, Performances: Das Tramway in einem ehemaligen Straßenbahndepot von 1893 firmiert als einer der größten Kulturzentren auf den britischen Inseln. 25 Albert Drive

Das CCA (Centre for Contemporary Arts) bietet wechselnde Ausstellungen von Einheimischen Gastkünstlern, Filmabende, Vorträge, Lesungen, Schreib- und Drehbuchwerkstätten, thematische Kochkurse, Konzerte, Performances, ein Comic-Festival und mehr, 350 Sauchiehall Street

Haushohe Kunstwerke zieren zahlreiche Glasgower Fassaden. In der Touristinfo bekommen Besucher den Stadtplan “City Centre Mural Trail Glasgow” mit 19 dieser Murals. Als pdf kann man ihn hier herunterladen

ausgehen:

Glasgow hat noch einige uralte Pubs. Manche sehen noch genau so aus, wie bei ihrer Gründung vor 100 oder 200 Jahren, zum Beispiel:

The Scotia Bar (gegr. 1792), 112 Stockwell Street

Sloans, 108 Argyle St. (im Hinterhof, nicht leicht zu finden): Jeden Freitag 20 Uhr traditionelles schottisches Tanzfest Celidh

traditioneller schottischer Tanzabend Celidh im Sloan's Pub in Glasgow, 20.5.2016, Foto: Robert B. Fishman

tCelidh im Sloan’s Pub in Glasgow, 20.5.2016, Foto: Robert B. Fishman

Tipps zu ausgefallenen Cafés, von denen es viele in Glasgow gibt: , zum Beispiel das „The Butterfly and The Pig“, 153 Bath St.

Architektur:

Glasgow School of Arts (GSA) nach Plaenen des Jugendstilarchitekten Charles Rennie Mackintosh in Glasgow, 23.5.2016, Foto: Robert B. Fishman

Glasgow School of Arts (GSA) nach Plaenen des Jugendstilarchitekten Charles Rennie Mackintosh in Glasgow, 23.5.2016, Foto: Robert B. Fishman

Anfang des 20. Jahrhunderts entwickelte der Glasgower Architekt  Charles Rennie Mackintosh eine eigene Variante des Jugendstils, in der er schon viele Ideen des später entstehenden Art Déco vorweg nahm. Als sein Meisterwerk gilt die Kunsthochschule Glasgow School of Art. Ein Teil des Gebäudes ist 2014 abgebrannt und wird derzeit originalgetreu wieder aufgebaut. Hinterlassen hat er außerdem eine Kirche an der Queen’s Cross, die Innenausstattung der Willow Tearooms (217 Sauchiehall und 97 Buchanan St., ) und die 1903-06 in einem schlichteren Stil erbaute Schulhaus Scotland Street School, 225 Scotland St.

Stadtteile:

East End: Das ehemalige Arbeiterquartier am Ostrand der Innenstadt wird langsam hipp. Immer mehr Galerien und ausgefallenen Läden ziehen in Altbauten,, die nach und nach renoviert werden.

Tipps:

Der Friedhof Glasgow Necropolis an der mittelalterlichen Kathedrale entstand im 19. Jahrhundert nach dem Vorbild des Père Lachaise“ in Paris. viele der zahlreichen Mausoleen und Monumente berühmter Glasgower haben bekannte Architekten wie Alexander „Greek“ Thomson und Charles Rennie Mackintosh gestaltet.

The Barras Flohmarkt: Einer der größten Flohmärkte des Landes findet jeden Samstag und Sonntag  von 10 bis 17 Uhr in einem alten Gewerbegebiet im Glasgower East End statt

The People’s Palace:

Ein Café unter Palmen mit Blick in Schottlands ältesten Stadtpark findet sich im Wintergarten des Volkspalasts (The People’s Palace), einem viktorianischen Backsteinbau mit rundem Glashaus, in dem exotische Pflanzen gedeihen.Das Museum im Haupthaus erzählt die Geschichte der ganz normalen Glasgower, dem Alltag der Arbeiter in ärmlichen Tenament-Häusern, in denen oft ganze Familien in einem kargen feuchten Raum lebten. Sie berichten über ihre ersten Nächte in den einst beliebten Tanzhäusern, den Konzerten später berühmter Pop-Bands und den Kriegsjahren. Originalgetreu nachgebaute Wohnräume geben Einblicke ins Leben früherer Zeiten. Vor dem Museum plätschert der rund fünf Meter hohe weltgrößte Terrakottabrunnen.

West End: Der Glasgower Westen rund um die Uni und den Kelvingrove Park mit dem gleichnamigen Museum und den vielen renovierten Stadtvillen aus gregorianischer und viktorianischer Zeit ist das angesagte Viertel für junge Kreative. Im Stadtteil Finnieston haben viele ausgefallene Cafés und Restaurants eröffnet, zum Beispiel das auf einheimische Meeresfrüchte und Fisch spezialisierte The Finnieston, 1125 Argyle St.

Tipps:

bunte Häuschen in einem Hinterhof an der Argyle Street in Glasgow, 23.5.2016, Foto: Robert B. Fishman

bunte Häuschen in einem Hinterhof an der Argyle Street in Glasgow, 23.5.2016, Foto: Robert B. Fishman

1103 Argyle St. In einem leicht zu übersehenden Hinterhof haben sich kreative Läden wie das Green Door Studio und Werkstätten angesiedelt. Entspannen lässt sich vom Straßenlärm geschützt auf den Stühlen des Tea Rooms im kopfsteingepflasterten teilweise begrünten Innenhof.

Hinter der Uni liegt rund um die U-Bahn-Station Hillhead das gleichnamige Flanier-Viertel mit zahlreichen Cafés und Restaurants. In einer autofreien Passage mit Kneipen, Läden und Bars serviert das Ubiquitous Chip modern aufbereitete traditionelle schottische Gerichte in Top-Qualität. Mittags isst man hier deutlich günstiger als Abends, wo es meist auch sehr voll wird (reservieren!) 12 Ashton Lane,

Das SWG3 beherbergt in einer gut 100 Jahre alten Tabakfabrik einen Club, Konzert- und Proberäume, mehrere Designstudios, Filmstudios und viele weitere Kreativ-Räume. 100, Eastvale Place,

South Side: Jenseits des Flusses Clyde lebt das alte Glasgow: Arbeiterquartiere, in denen heute viele Einwanderer wohnen, Kneipen wir vor 50 Jahren, Industriebrachen und -Ruinen, dazwischen ein paar futuristische Neubauten.

Merchant City: Das kleine Innenstadtquartier beherbergt viele alte Handelshäuser, historische Einkaufspassagen, Designer-Läden und Galerien – eine Mischung aus schick, teuer und innovativ.

Das bunte Once upon a Tart sieht so aus, als hätte Alice im Wunderland ein Café eröffnet: riesige Kerzenleuchter, bunte Bilder voll schrägen Lebens an den Wänden und eine große Auswahl an ausgefallenen Kuchen, 45 King St., www.onceuponatart.co.uk

zwei junge Frauen in einem Cafe und Teestube in einem bunten Hinterhof an der Argyle Street in Glasgow, 23.5.2016, Foto: Robert B. Fishman

zwei junge Frauen in einem Cafe und Teestube in einem bunten Hinterhof an der Argyle Street in Glasgow, 23.5.2016, Foto: Robert B. Fishman

Touren:

Wee Food Tour.

„Die Welt wird immer gleicher“, sagt Madeline Miller, aber Haggis, schottischen Schafsmagen – auch in der vegetarischen Variante – oder unpasteurisierten Käse bekommst Du nur hier.“ Deshalb bringt die US-Amerikanerin ihre Gäste zum Beispiel in Georges Mewes Käseladen. Der kennt die Geschichte zu den mehr als 60 Käsesorten in seiner Auslage und meist auch die Hersteller persönlich.  Liebe geht durch den Magen – und Madeline liebt ihre Wahlheimat Glasgow, wo sie für ihre Wee (schottisch für super, großartig) Food Touren ständig neue Läden und Restaurants testet, um sie dann ihren Gästen zu zeigen – Probieren der Leckereien inklusive. Lecker! www.weefoodtour.com

Die Geschichte der Kreativen und ihrer Werke zeigt die Glasgow School of Art Tours. Sie führt zu den Werken des Architekten Mackintosh, zu ausgefallenen Gebäuden anderer Baumeister und in die Lebenswelten der Künstler früherer Jahrzehnte. Mehr über das heutige künstlerische Schaffen in der Stadt erzählt die Creative Glasgow Tour, 164 Renfrew St.  www.gsa.ac.uk/visit-gsa/tours/

Top-Tipp: Unter dem 1879 eröffneten Glasgower Hauptbahnhof, dem größten des Vereinigten Königreichs außerhalb Londons, führt Eisenbahner Paul Lyons durch die erst vor wenigen Jahren entdeckte Stadt unter der Stadt: Er erzählt die Geschichte der unterirdischen Gleise, Lagerhallen und der Menschen, die dort gearbeitet haben. www.glasgowcentraltours.co.uk

Glasgow Music City Tour:

Wegen ihrer vielen Bands, Konzerträume, der zahlreichen Live-Konzerte in Pubs und Kneipen und der lebendigen Musikszene haben die Vereinten Nationen Glasgow zur UNESCO-Welt-Musikstadt erklärt. Der Rundgang führt zu aktuellen und historischen Kultstätten der Musik und erzählt die Geschichten großer Musiker/innen. https://glasgowmusiccitytours.com

Übernachten:

Großbritannien ist teuer. Ein Einzelzimmer im Hotel kostet mindestens 70 bis 80 Pfund. Relativ günstig sind im Westen der Innenstadt nahe Charing Cross:

das Kettenhotel Ibis City Center, 220 West Regent St., www.ibis.com und

– im schottischen Stil mit einem gemütlichen Wohnzimmer eingerichtet in einem charmanten Altbau – das privat geführte BEST WESTERN Glasgow City Hotel, 27 Elmbank St.

Veranstaltungen:

April: Internationales Festival der visuellen Kunst

Ende Juni: Jazz Festival 

Ende Juli: Theater-, Musik, Disign-, Kunst und Straßenfestival Merchant City

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