Art/ Violence – Batoul Taleb, Miriam Abu Khaled, Udi Aloni

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2011 starb der Regisseur, Schauspieler, Friedensaktivist und Leiter des Freedom-Theaters Juliano Mer-Khamis in Jenin. Er wurde vor seinem eignen Theater erschossen, welches er 2006 gegründet hatte. Der Mord wurde nie aufgeklärt.

Drei seiner engsten Freunde und Mitarbeiter, Batoul Taleb, Miriam Abu Khaled und Udi Aloni, machten es sich zur Aufgabe seine Arbeit mit einem Dokumentationsfilm zu würdigen.

Das Freedom-Theater liegt in dem Flüchtlingslager Jenin und hat es sich zur Aufgabe gemacht gewaltfreien Wiederstand zu proklamieren und Kindern den Besuch des Theaters zu ermöglichen. Das Freedom Theater spielt eine wichtige Rolle im Flüchtlingslager Jenin und steht für Hoffnung und eine Gewaltfreie Zukunft. Sie gibt Künstlern und Kunstinteressierten einen Ort, an dem sie sich ausprobieren können.

Der Film zeigt in drei Teilen die Arbeit des Freedom Theaters und seines Leiters Juliano, sowie das Weiterbestehen des Theaters nach der Ermordung und den Kampf um Anerkennung. Der Film ist in 3 Parts, Inszenierungen, aufgeteilt: Alice im Wunderland, Warten auf Godot und Antigone.

Ich stelle den Film hier vor, da sich der Film mit einem Theaterregisseur und seinem Theater auseinander setzt. Ich habe ihn in einer Pressevorführung gesehen. Am 17. Oktober ist Kinostart.

Der Film ist eine Hommage an die Arbeit von Juliano Mer-Khamis und zeigt in seinem dokumentarischen Charakter intime Einblicke in die Theaterarbeit von Juliano und die politische Situation in Jenin, sowie die Stellung des Freedom-Theaters dort.

Es ist ein berührendes Portrait einer Theaterlandschaft, die uns hier nicht oder nur wenig erreicht. Im Gegenteil zu den Bedingungen in Jenin, leben wir hier sehr gut mit unseren ganzen Subventionen. In Rückblenden und persönlichen Interviews wird die politische Situation des Landes im Theater aufgegriffen und in weltweit bekannten Dramen wieder neu aufgewühlt. Eine Mischung aus privaten Filmaufnahmen, Probenvideos, Interviews und extra für den Film angelegte Szenen geben dem Film seine Lebendigkeit und Intensität.

Man bekommt wunderbare Einblicke in die Probensituation und die Arbeitstechnik, die sich von unserer nicht besonders unterscheidet. Die Mitglieder des Freedom-Theaters erzählen ehrlich, privat und direkt von den Probensituationen und der politischen Situation.

Das Freedom-Theater tourt weltweit mit seinen Produktionen und findet Anerkennung. Nach dieser Dokumentation versteht man auch warum.

Ich lege jedem ans Herz sich diese Dokumentation anzuschauen. Es ist eine Inspiration, jedenfalls kann ich das von mir behaupten.

Ab 17.10.2013 startet der Film der Film in ausgewählten Kinos in ganz Deutschland. Eine Liste der Termine und den Kinos findet ihr unter

Arsenal

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