Arctic Monkeys: Den Unterschied machen

Arctic Monkeys: Den Unterschied machenArctic Monkeys
„AM“

(Domino)
Da hat sich natürlich auch optisch einiges getan bei den Jungs aus Sheffield, die ja jetzt eigentlich Männer sind. 2006, die Zeit also von „I Bet You Look Good..“, trug man noch Kapuzenhoodies, Chucks und blasse Pilzkopfgesichter und von Coolness und Lässigkeit war man noch weit entfernt. Heute, vier Platten später, muß es feiner Zwirn sein, Alex Turner gibt mit ernstem Blick, Ray Ban und Schmalztolle das Model für die Titelseite, man ist jetzt wer und weiß das auch. Und das liegt vornehmlich daran, dass die Arctic Monkeys nach über zehn Jahren Bandgeschichte das haben, wonach sich viele Bands schon wieder sehnen: nämlich Relevanz.
Beim letzten Album „Suck It And See“ konnte man ja durchaus den Eindruck gewinnen, das Quartett stecke noch mitten drin im Findungsprozeß, der Sound sollte sich ändern, unklar war allein noch das „wie“. Nun, mit „AM“ scheinen sie ihren Wunschvorstellungen etwas näher gekommen zu sein – der elektrische Bluesrock hat wohl das Rennen gemacht und so stehen gleich zu Beginn des Albums fünf Stücke, die man ohne weiteres auch auf der neuen Queens Of The Stone Age hätte unterbringen können. Was wiederum kein so großes Wunder ist, stand doch schon beim Vorgänger Buddie Josh Homme auf der Gästeliste, ebenso durfte sich Turner auf besagtem „...Like Clockwork“ austoben.
Es stampft und röhrt und dengelt also gewaltig am Start, „Do I Wanna Know?“, „R U Mine?“ bis hin zu „Arabella“ sind satte, kantige Vorwärtsnummern. Auffällig: Ab der Mitte schleichen sich die ersten gutgelaunten „Schuwab-Schuwab“-Chöre dazwischen, Turner gönnt sich eine Verschnaufpause (No. 1 Party Anthem) und für die nächsten drei Songs wird die zuvor ausgegebene Richtung kurzzeitig unterlaufen. „Mad Sounds“ schunkelt zur 60’s-Orgel, für „Fireside“ dürfen die Drums auch gern mal synthetisch pluckern und zur Frage Nummer drei des Albums „Why’d You Call Me...?“ federn und glitzern die Gitarren ungewohnt poppig.
Anders als bei „Suck It...“ fangen die Monkeys aber „AM“ vor Toresschluß wieder ein – Favorit „Knee Socks“ mit fabelhafter Bridge wünscht man sich auf der Bühne zusammen mit Beyonce, der Song ist zweifellos der sehnsüchtig erwartete Volltreffer, den man sich, in guter Tradition, von der Band wünschen durfte. Und der in dem grundsoliden Rahmenprogramm den Unterschied macht, den – das hatten wir schon – das Gros der Mitbewerber eben nicht zustande bringt. Und wenn Turner sich am Ende zum Staubsauger der Herzen ausruft („I wanna be your vacuum cleaner, breathing in your dust“, I Wanna Be Yours), verzeiht man ihm dies gern, man sollte es ja mit der Coolness auch nicht übertreiben. Nach den Babyshambles in der Woche zuvor gilt jedenfalls einmal mehr: Britannia rules! http://www.arcticmonkeys.com/

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