Arbeiten im Call Center: Der Vorhof zur Hölle! Hier wirst Du garantiert depressiv!

Es kommt nicht auf die Bezahlung an. Wenn ein Job Arbeitnehmer depressiv werden lässt, steckt oft etwas ganz anderes dahinter. Der Allrounder zeigt, in welchen Berufen Sie besonders aufpassen müssen.

Arbeiten im Call Center: Der Vorhof zur Hölle! Hier wirst Du garantiert depressiv!

Menschen mit Dienstleistungsberufen leiden besonders häufig unter Depressionen. Bild pixabay


Beispiel Call Center: Hier zählt nur eins - Tempo, Quasseln ohne Ende, totale Kontrolle der Agenten. Chaotische Führungskräfte. Mieses Betriebsklima. Und natürlich miese Bezahlung.
Wenn das Aufstehen am Morgen zur Qual wird und jeder Arbeitstag zur seelischen Tortur, dann steht am Ende oft diese Diagnose: Depression.
Die Krankheit ist quer durch Deutschland auf dem Vormarsch. Das zeigt der neue „Depressionsatlas“, für den die Techniker Krankenkasse (TK) die Krankschreibungen ihrer 4,1 Millionen erwerbsfähigen Versicherten ausgewertet hat.
70 Prozent mehr Fehlzeiten durch Depressionen !!
Das alarmierende Ergebnis: Zwischen dem Jahr 2000 und 2013 sind die depressionsbedingten Fehlzeiten um fast 70 Prozent gestiegen. Der Anteil der Personen, die Antidepressiva verschrieben bekamen, stieg im gleichen Zeitraum um ein Drittel (auf sechs Prozent). „Deutschland ist niedergeschlagen“, heißt es bei der TK.
„Statistisch gesehen war jeder einen Tag aufgrund von Depressionen krankgeschrieben“, sagt TK-Chef Jens Baas. Von Depressionen seien zwar deutlich weniger Menschen betroffen als von Erkältungen oder Rückenschmerzen - nämlich 1,6 Prozent. „Die, die es trifft, fallen aber sehr lange aus, im Durchschnitt 64 Tage.“
Durch die lange Dauer sind depressive Erkrankungen mittlerweile ein Wirtschaftsfaktor. Die TK rechnet vor: Für ein Unternehmen mit 250 Mitarbeitern bedeutet der Studienbefund, dass durchschnittlich vier ihrer Beschäftigten gut zwei Monate im Jahr fehlen. Berücksichtige man dazu noch den Urlaubsanspruch, bleibe mindestens ein Arbeitsplatz aufgrund von Depressionen unbesetzt.
Ob ein Mensch depressiv wird, hängt offenbar stark von seinem Beruf ab. Die TK-Studie zeigt gravierende Unterschiede. Demnach treten Depressionen besonders häufig bei Berufsgruppen auf, die mit einem hohen Stresslevel und psychischen Belastungen konfrontiert sind.

Besonders häufig sind Depressionen in diesen Berufen:

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Quelle Techniker Krankenkasse


TK-Chef Baas sieht einen "Trend steigender psychisch bedingter Fehlzeiten" - und fordert Konsequenzen. "Deshalb ist es wichtig, dass wir uns gegen die Zunahme psychischer Störungen stemmen - mit guten Angeboten im betrieblichen Gesundheitsmanagement, in der Individualprävention, mit E-Coaching-Angeboten und in der medizinischen Versorgung. Gesetzliche Anti-Stress-Verordnungen reichen nicht aus. Hier sind Unternehmen, Beschäftigte und Krankenkassen gleichermaßen gefordert."

Frauen öfter krankgeschrieben
Große Unterschiede gibt es auch zwischen Altersgruppen und zwischen den Geschlechtern. So werden Frauen mit durchschnittlich 1,3 Tagen im Jahr deutlich länger aufgrund von Depressionen krankgeschrieben als Männer (durchschnittlich 0,8 Tage).
Ältere sind zudem häufiger betroffen als junge Menschen. Erst ab dem 60. Lebensjahr sind die Werte laut TK wieder rückläufig.

Hamburg ist die Hauptstadt der Depressiven
Für ihre Studie hat die TK erstmals auch lokale Daten ausgewertet. Hamburg verzeichnet demnach 2013 bundesweit die höchsten Fehlzeiten aufgrund von Depressionen. In der Elbestadt entfallen auf eine Erwerbsperson im Durchschnitt 1,42 Fehltage mit der Diagnose Depression.
Auch in Schleswig-Holstein und Berlin liegt der Anteil der arbeitsunfähiggeschriebenen Versicherten um mehr als zehn Prozent über dem Bundesdurchschnitt.
Baden-Württemberger weisen dagegen mit durchschnittlich 0,84 Fehltagen die geringsten Fehlzeiten aufgrund dieser psychischen Erkrankung auf. Auch Bayern und Sachsen liegen bei den durch Depression verursachten Fehltagen um rund zehn Prozent oder noch mehr unter dem Bundesdurchschnitt.

Hochburgen der Depression
Die Betroffenenraten unterscheiden sich auch innerhalb der Bundesländer zum Teil deutlich. In Baden-Württemberg zum Beispiel lagen 2013 die Fehlzeiten aufgrund von Depression in Pforzheim, Rottweil und Mannheim höher als im Bundesdurchschnitt. Für Bayern wurden vor allem in östlichen Kreisen an der Grenze zu Tschechien, aber auch in Coburg überdurchschnittliche Betroffenenraten festgestellt.

Medizinisch gesehen
Als Depression im medizinischen Sinn gelten nicht die depressiven Verstimmungen, die etliche Menschen zeitweise haben. Zu den vielfältigen Symptomen der psychischen Erkrankung zählen eine anhaltend gedrückte Stimmung, eine Hemmung von Antrieb und Denken sowie ein Interessenverlust, hinzu kommen variierende körperliche Symptome.

Ich kann nur hoffen, dass die Leser dieses Artikels, nicht so einen "Angst-Essen-Seele-Auf-Job" haben. Vielen bleibt aber heutzutage keine andere Möglichkeit.
Softskills


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