Apps als Gradmesser für den Erfolg von Smartphones

Der Erfolg eines Betriebssystems steigt und fällt mit der Anzahl der verfügbaren Apps. Je mehr Anwendungen es für ein System für Smartphones oder Tablets gibt, umso größer sind die dauerhaften Erfolgsaussichten. Ein Beweis dafür sind seit einiger Zeit die Marktführer Apple iOS und Google Android. Sie beherrschen den Markt und haben derzeit keine Konkurrenz.
 
In der Vergangenheit haben sich bereits andere Systeme zu behaupten versucht, sind aber gescheitert. Nokia versuchte es mit Symbian, auch Blackberry hatte ein eigenes System für seine Endgeräte. Microsoft ist mit Windows Phone 7 ebenfalls nur eine Randerscheinung geblieben – das dürfte sich mit der Neuerscheinung Windows Phone 8 allerdings ändern.

Apps als Gradmesser für den Erfolg von  Smartphones

Mehr Apps – mehr Anwender

Ob ein System erfolgreich ist, hängt aber auch von der Unterstützung der Hersteller ab. Das Handy-OS iOS von Apple bildet eine Ausnahme, da es ausschließlich auf den Geräten des amerikanischen Herstellers zum Einsatz kommt. Die hohe Beliebtheit von Apple und das Ansehen ihrer Produkte als Statusobjekt garantieren einen dauerhaften Erfolg. Anders sieht es bei den konkurrierenden Systemen aus, und da hatte Android bisher die Vormachtstellung. Bisher setzten Hersteller von Smartphones auf dieses System, für das Google hauptverantwortlich ist.

Bewegung kommt in den Markt durch Microsoft, die bisher lediglich mit Betriebssystem für den Computer Spitze waren. Ihr neues System Windows Phone 8 wird bereits jetzt von namhaften Herstellern wie Samsung, HTC und Nokia unterstützt. Entsprechende Smartphones kommen in Deutschland im letzten Quartal 2012 in den Handel – pünktlich zum Weihnachtsgeschäft.

Bis Windows Phone 8 die Anzahl an verfügbaren Apps für iOS und Android erreicht, dürfte noch viel Zeit ins Land gehen. Es ist fraglich, ob sie überhaupt soweit kommen werden. Wie Apple bei der Präsentation des neuen iPhone 5 bekannt gab, sind im App Store derzeit wahnsinnige 700.000 Anwendungen zu Download verfügbar. Eine irre Zahl, die Google nun ebenfalls vorweisen konnte. Innerhalb eines Monats kamen 25.000 neue Anwendungen hinzu. (Link:http://www.heise.de/newsticker/meldung/Gleichstand-mit-Apple-Google-hat-700-000-Apps-im-Angebot-1741437.html) Für Nutzer von Smartphones ist die Auswahl an Apps ein sehr wichtiges Kaufkriterium. Hier hat Microsoft angesichts eines Angebots von rund 120.000 Programmen noch ordentlich Nachholbedarf. Für das neue System brachte das Unternehmen einen extra Builder heraus – Windows Phone 8 SDK. Die Amerikaner wollen es Entwickler damit ermöglichen, schneller und einfacher neue Apps zur Verfügung zu stellen.

Apple hat die Nase vor

Das Geschäft mit den Apps, es ist für die Unternehmen ein Geschäft mit dem großen Geld. Apple hat seinen eigenen, stark reglementierten App Store. Lediglich geprüfte und von Apple autorisierte Anwendungen werden dort angeboten. Die Sicherheit für Anwender ist dadurch deutlich höher als bei der Konkurrenz. Die Regulierung sorgt aber auch dafür, das es deutlich weniger kostenfreie Apps bei Apple als bei Android oder Windows Phone 8 gibt. Apple dürfte das vollkommen egal sein, schließlich ist der App Store eine Goldgrube für den Elektronikgiganten. Bei der Vorstellung des neuen iPad mini Ende Oktober gab das Unternehmen bekannt, das bisher 35 Milliarden Anwendungen aus dem Store heruntergeladen wurden. Sie haben eine Menge Geld in die Taschen von Apple gespült. Rund 6,5 Milliarden Dollar hat Apple allein an die Entwickler der Anwendungen weitervermittelt. Wie hoch der eigene Gewinn angesichts dieser Summe ist, darf nur vermutet werden. Genaue Zahlen darüber veröffentlichte Apple nicht.

(Link: http://www.heise.de/newsticker/meldung/Gleichstand-mit-Apple-Google-hat-700-000-Apps-im-Angebot-1741437.html)
Google verdient mit seinem Play Store deutlich weniger Geld, weil er liberaler aufgebaut ist. Dort kann jeder Entwickler Anwendungen anbieten, ohne dass diese zuvor von Google autorisiert wurden. Dadurch sind auch deutlich mehr Apps kostenfrei erhältlich, was die Attraktivität des Betriebssystems wiederum steigen lässt. Microsoft setzt bei seinem Store ebenfalls auf eine liberale Haltung und möchte derzeit keine Regulierung a la Apple einführen. Die Sicherheit für Anwender ist dadurch nicht gewährt. Dieses Thema spielt ohnehin eine immer größere Rolle.

Sicherheitslücken in Anwendungen

Wer eine App aus dem Store herunterlädt, beachtet nur selten die Nutzungsbedingungen. Dabei erlauben es sich Anwendungen, einen erheblichen Zugriff auf das Smartphones zu nehmen. Das geht so weit, das einige Anwendungen selbstständig einen Zugang zum Internet aufbauen, Nachrichten an Kontaktadressen versenden und auf sensible Daten zugreifen. Im Hintergrund wird ein Schädling installiert, der auch nach Entfernen der App unentdeckt auf dem Smartphone bleibt.

Wer sich vor schlechten Apps schützen möchte, sollte einfache Sicherheitsvorkehrungen treffen. Der IT-Verband Bitkom hat in einer Pressemittlung Hinweise gegeben, wie man sich effektiv vor gefährlichen Apps schützen kann. (Link: http://www.notebookcheck.com/Bitkom-Tipps-zur-Sicherheit-von-Apps.83660.0.html) (Bild:http://www.notebookcheck.com/typo3temp/pics/29e81f562d.jpg) Auf die Zahl der Downloads sollte in jedem Fall nicht geachtet werden. Selbst weitverbreitete Programme können sich als sammelwütige Anwendungen entpuppen und für den Nutzer zusätzliche Kosten bewirken.

Wichtig ist es, schlechte Apps bereits vor dem Download zu erkennen – und dabei helfen andere „Geschädigte“; mit. Erfahrungsberichte anderer User sind sehr aussagekräftig und sollten auf jeden Fall beachtet werden. Schreiben anderer Nutzer von Problemen bei der Nutzung mit bestimmten Geräten oder beschweren sich über deutlich zu viele Zugriffsrechte, sollte von einem Download Abstand genommen werden. Bei über 700.000 Apps in den großen Stores sind empfehlenswertere Alternativen immer gegeben.

Stiftung Warentest empfiehlt Apps

Es gibt aber auch sehr gute Apps, die das Leben ein Stück leichter machen. Die Stiftung Warentest hat erst kürzlich neue Apps getestet, die das Online Shopping komfortabler gestalten. Diese Apps wurden auch auf ihre Sicherheit getestet.
Besonders gut schnitt die neue App des Auktionshauses EBay ab. Sie zeichnet sich durch ihre kundenfreundliche Nutzung aus, aber auch durch ihre geringen Zugriffsrechte. Es ist deutlich bequemer, mit dieser App vom Smartphone aus bei EBay aktiv zu sein, als wenn man das über den Handybrowser erledigt. Eine ebenso uneingeschränkte Empfehlung wurde der Anwendung von UCI ausgesprochen.

Als Rüffel sollten hingegen Amazon und der Elektronikkonzern Voelkner die Kritik von der Stiftung Warentest verstehen. Sie bemängelten die Sammelwut an persönlichen Daten des Nutzers. Die Programme sammeln Daten, die ohne Einverständnis des Handybesitzers an sie versendet werden. Mithilfe dieser Daten können die Anbieter sehr genaue Benutzerprofile erstellen und kundenspezifischere Angebote erstellen.

(Link: http://www.morgenpost.de/ratgeber/stiftung-warentest/artikel/article110425025/Einkaufen-mit-dem-Smartphone.html & http://www.heise.de/newsticker/meldung/Falsche-Faehrten-fuer-Schnueffel-Apps-1733397.html)


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