Apotheken in aller Welt, 129: Seoul, Südkorea

Leser Rolf B. schickt uns dieses Läckerli:

Ganz taufrisch sind sie nicht mehr, sondern bei meiner letzten Korea-Reise im Jahre 2002 entstanden, allerdings hat sich da sooo viel nicht geändert in der Zwischenzeit, AMNOG und ähnliche Katastrophen sind dort unbekannt.

Bild 1 zeigt die Außenansicht einer typischen Vorstadt Apotheke, wie es sie zu tausenden in Seoul gibt.

Apotheken in aller Welt, 129: Seoul, Südkorea

Auf Bild 2 ist der HV Bereich zu erkennen, im Hintergrund die Rezeptur mit der Füllstation:

Apotheken in aller Welt, 129: Seoul, Südkorea

Bild 3: Anbrüche von Großpackungen, aus denen individuell kombiniert wird:

Apotheken in aller Welt, 129: Seoul, Südkorea

Bilder 4 u. 5 zeigen die Abfüllstation für die patientenbezogenen Dosisbeutelchen:

Apotheken in aller Welt, 129: Seoul, Südkorea

Apotheken in aller Welt, 129: Seoul, Südkorea

Der Arzt hat die Möglichkeit, für jeden Patienten tages- und stückzahlgenau zu verordnen, insbesondere bei akuten Erkrankungen wird davon überwiegend Gebrauch gemacht.

Da Koreaner ungeduldig sind und die Medikamente möglichst auf der Stelle zu wirken haben, wird dosiert, dass unsereins die Augen tränen! Und dann meist noch mehrere Präparate kombiniert – sicher ist sicher! Der Patient bekommt dann in der Apotheke eine große Tüte mit den einzeln abgeteilten Einzeldosen mit, das sind in Folie verschweisste Beutelchen mit 3, 4 oder auch mehr Einzelmedikamenten, die dann  gemeinsam zu nehmen sind. Z.B. sind dann drei dieser Beutel die Tagesdosis morgens-mittags-abends.

Einem Arzt, der sich dieser Erwartungshaltung („Jetzt möchte ich aber ordentlich was aufgeschrieben haben für mein Geld!“) widersetzen würde, wäre der wirtschaftliche Untergang sicher!

Phantastischer Einblick in das Koreanische Gesundheitswesen. Ganz herzlichen Dank für den Beitrag!


wallpaper-1019588
Google: Android 11 erneut verschoben
wallpaper-1019588
Die Etzelstockstrapaze
wallpaper-1019588
Kohle-Kraftwerk Datteln 4 am Netz
wallpaper-1019588
Italien und Spanien geben schon mal die EU Milliardengeschenke im Vorfeld aus