Antifaust der polnischen Romantiker. Juliusz Słowackis Revision des fausti­schen Mythos

Öffentlicher Abendvortrag im Rahmen des polenmARkT 2011

Montag, 21. November 2011 · 18:00 Uhr

Professor Dr. Marek Troszyński

Legende von Goethe – seine Person und sein Werk gelten in der polnischen Romantik als wichtige Stiftungsgeste. Der als „Jupiter von Weimar“ bekannte Dichter war am Ende seines Lebens immer noch aktiv und für polnische Dichter der Romantik Gegenstand ihres geneigten Interesses.

In Werken der großen polnischen Romantiker spiegeln sich vor allem Goethes Faust und dessen Heldenerschaffung sowie Veränderungen in der Dramapoetik. Was passierte mit dem Faustischen Mythos nach der Polonisierung? Welche faustischen Eigenschaften haben polnische Helden der Romantik geerbt, sind diese Eigenschaften gut erkennbar und authentisch in die Dramafiguren integriert? Oder wurden sie, im Gegenteil – wie ich in dem Titel suggeriere – ,auch als Negativ verwendet?

Die spektakulären Ähnlichkeiten der Werke Goethes mit denen der polnischen Romantik sind für den scharfsinnigen Blick eher offensichtlich. Juliusz Słowacki‘s Werk und seine vielschichtigen Bezüge zu Goethes Mythos sind charakteristisch für die polnische Rezeption des Faust in der Zeit der Romantik.

Marek Troszyński ist Literaturhistoriker und Kenner des Lebens und Schaffens von Juliusz Słowacki; betreibt philologische Forschungen und arbeitet auf dem Gebiet der Textologie und des Verlagswesens. Seine Dissertation: Raptularz Słowackiego. „Filologia i poetyka“ hat 1997 den Klemens-Szaniawski-Preis erhalten. Er hat unbekannte Texte von Słowacki (ein Gedicht und ein Fragment von „Król-Duch“) und eine unbekannte Widmung von Adam Mickiewicz entdeckt und veröffentlicht. Seit 2000 arbeitet er am Institut für Literarische Forschung der Polnischen Akademie der Wissenschaften. Darüber hinaus ist er Hochschullehrer an der Kardynał-Stefan-Wyszyński-Universität und am Graduiertenkolleg IBL PAN. Er ist Verfasser und Rezensent zahlrei­cher Artikel (Monatsschrift „Teatr) und Bücher.

Moderation: Professor Dr. Alexander Wöll

Alfried Krupp Wissenschaftskolleg Greifswald



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