Anime Review: Denki-gai no Honya-san von Mia

Von Mia

Der Anime bietet wirklich gute Unterhaltung. Es werden sämtliche Anime, Manga, Cosplay, Doujinshi Fans etc auf ihre Kosten kommen. Ich persönlich habe nicht viel Überredungskünste gebraucht, um überzeugt zu werden, den Anime anzusehen. „Geht um einen Manga-Laden“ – „Ok super!“ also angeschaut. Fuma hat mir die Empfehlung ausgesprochen, sonst hätte ich den Anime vielleicht gar nicht angesehen. Den Anime habe ich übrigens bei Crunchyroll gesehen.

Umio (links) und Sensei (rechts)

Inhalt:
Es geht um den schüchternen Jungen Umio, der einen Teilzeitjob im Manga-Laden an nimmt. Seine Kollegen sind von ihrer Persönlichkeit her etwas ganz besonderes, aber alle verstehen sich trotzdem super. Sie verbringen gemeinsam auch nach der Arbeit Zeit miteinander und es entsteht eine tiefe Freundschaft, die durch die Gemeinsamen Interessen und Hobbys noch verstärkt wird.

Meinung:
Die Charaktere sind echt cool und alle so schön unterschliedlich. Und das hat für mich den Charme des Animes ausgemacht. Ich hatte eigentlich eher mit platten Witzen rund um die genannten Otaku Themen gerechnet, aber teilweise ging es sogar tiefgründig zu. Hat mich sehr positiv überrascht.

In der ersten Folge ging es in vielerlei Hinsicht um Sensei, weil wir einen Einblick in ihr Mangaka-dasein bekommen haben. Sie zeichnet Doujinshi und mit einer fetten Deadline im Genick hat sie seit mehreren Tagen nicht anständig geschlafen. Also beschließen Umio und Hio sich dazu, ihr zu helfen. Und da fing das gelache auch schon an, Sensei kann echt nervig sein, wenn sie müde ist. Das war so süß, wie sie sich wie ein kleines Kind verhalten hat und nur Mutter Hio konnte sie zur Vernunft bringen. An und für sich schade, dass man von dem Doujinshi selbst nicht so viel gesehen hat. Jedenfalls hat man spätestens hier schon gemerkt, was für ein guter Freund Umio sein kann. Bringt extra Hio zum Bahnhof, damit sie den letzten Zug noch bekommt und geht unter einem Vorwand zurück zu Sensei um ihr doch weiter zu helfen, gegen ihren Willen. Im Endeffekt ist sie sehr froh über die Hifle gewesen, da sie sonst wohl die Deadline nicht geschafft hätte. Schön übrigens, dass hier das Convention Gebäude nochmals gezeigt wurde, ich fand das in Genshiken schon so toll, dieses Gebäude. Dort findet jährliche eine Manga und Doujinshi Messe in Japan statt.

Ja, worüber soll es ansonsten in einem Mangaladen schon anderes gehen, als um Mangas. Muss echt hart sein, denn anscheinend müssen die Buchläden in Japan selbst dafür sorgen, dass Nicht-Jugendfreie-Mangas geschützt vor Kinderaugen sind, z. B. durch Einweißen oder bekleben eines Siegels. Hier in Deutschland machen das ja die Verlage, aber dort wohl nicht. Bzw. bei dem einen Manga haben sie sogar Extras mit eingeschweißt. Eigentlich sind es hier ja ziemlich viele Mitarbeiter, aber eben auch jede Menge Mangas zu bearbeiten. Und dann kommt zu allem überfluss auch noch der „Erobon G-Men“ vorbei! Außerdem gibt es von dem Laden aus eine Sommelier-Veranstaltung im Gebäude. Der Sommelier kann die Wünsche seiner Kunden auf einen Blick lesen und ihnen dann ein Manga empfehlen, den sie vielleicht niemals in die Hand genommen hätten, aber woran sie durchaus gefallen finden würden.

Eine gelungene Anspielung auf Shin-Chan

Charaktere:
– Sensei mochte ich mit am meisten, ich hab mich jedes Mal gekugelt, wenn es um Ihr Weiblichkeits-Level ging, ich kann sie einfach soo gut verstehen, ich bin auch nicht immer sehr weiblich wobei sie schon echt die härte ist!
– Hio-tan mag ich noch lieber, sie ist so treudoof, so lieb und herzlich, manchmal wie eine Mami und auf der anderen Seite wie ein kleines Kind, schöne ausgewogene Mischung. Es war so süß, als sie Krank war in zwei Folgen, viel niedlicher als sonst!
– Kantoku ist halt wie er ist, zurückgezogen, man weiß selten was er denkt, schwer mit ihm. Dennoch ist Hio-tan x Kantoku mein Lieblingspairing und sie sind sich ja um einiges Näher gekommen als so manch anderes Anime Pärchen. Hätte ruhig noch näher sein können.
– Umio ist nicht so mein Fall, ich konnte mich nie mit ihm identifizieren, aber Umio x Sensei ist einfach ne süße Kombi gewesen, obwohl es da natürlich noch schwieriger war, dass sie sich näher kommen. Dennoch, die Folge in der Sensei Umio besucht hat und der alle seine Anime-Sachen weggepackt hat, die Folge war schon sehr knuffig.
– Fu Girl und Kameko mochte ich nicht, aber sie waren ok als kleine Persönchen nebenbei und Lustig waren sie auch oft von daher war ihre Daseinsberechtigung definitiv gegeben.
– Sommelier-Kun ist halt wie er ist, sehr schweigsam, guter Manga Empfehler. Netter Charakter an sich, auch wenn man wenig über ihn erfahren hat. Die Folge mit ihm und der Katze, war glaube ich ein Traum, war einfach cuteness overload xD
– Zu G-Men sag ich mal lieber nix, die muss man sich einfach selbst angucken!

Kein Scherz – das ist G-Men. 

Fazit: 
Es ist echt cool, mal einen Mangaladen hinter den Kulissen zu sehen. Wie viel davon Realität ist ist natürlich dahingestellt, dafür habe ich zu wenig Hintergrundwissen. War dennoch echt cool und die Charaktere sind natürlich alle was ganz besonderes, was den Anime zu einer fröhlichen, bunten Mischung macht. Ich bin wirklich begeistert von dem Anime. Man muss ihn zwar nicht gesehen haben, aber ist durchaus  zu empfehlen.

Vielen Dank an anisearch.de für das zur Verfügung stellen der Screenshots