Angriff der Spaltpilze

Der einstmals stolze Westen steuert seinem Niedergang entgegen. Schuldig daran sind alle, bis auf die Schuldigen. Daher werden Sündenböcke gezüchtet und die betrogenen Bevölkerungsteile gegeneinander aufgehetzt

Gemeinsam gegen Volksverhetzung

Gemeinsam gegen Volksverhetzung

HOGEDA, PEGIDA. Zwei neue Synonyme für Verantwortungslosigkeit. Egal ob HOG oder PEG, das Ziel ist stets dasselbe. Die Verantwortung für die zusehends unhaltbarer werdenden Zustände soll auf jene abgewälzt werden, die darunter zu leiden haben. Dafür ist keine verbale Verrenkung zu gewagt. Die Salafisten sind schuld an unserer Misere. Nein, der Putin wars doch, also der auch. Aber vor allem die fiesen Islamisten, die, nachdem wir sie mit viel Liebe gezüchtet haben, nun bei uns ins eigene Land einfallen um das Grundgesetz durch die Scharia zu ersetzen. Wer schafft es, noch mehr Schwachsinn auf noch weniger Raum zu konzentrieren?

Tatsächlich geht es überhaupt nicht um Glauben der Menschen dieses Landes. Ob christlich, muslimisch oder konfessionslos, den Urhebern dieser Bewegungen ist dies mit Sicherheit gleichgültig. Denn es geht nicht um Muslime gegen Christen. Genauso wenig geht es in den USA um die vermeintlichen Gegensätze schwarzer und weiser Hautfarbe. ES GEHT UM DEN KAMPF REICH GEGEN ARM. Um dies zu verschleiern, ist den Machern in Politik und Wirtschaft jedes Mittel recht. So lautete denn ein kürzlich verabschiedeter CDU- Beschluss:

  • „Die Dschihadisten sollten sich nicht täuschen. Wir sind ein tolerantes Land. Wer aber unseren freiheitlichen Staat bekämpft, dem werden wir mit aller Härte und Schärfe begegnen. Islamistische Umtriebe von Salafisten und anderen werden wir bei uns nicht dulden.“

Super Zirkelschluss. Islamistische Umtriebe, was soll uns das sagen? Muslim = Salafist = Terrorist. Kurzform: Muslime sind Terroristen. Ein perfider Syllogismus, insbeondere, da all die vielen Flüchtlinge zumeist selbst das Opfer von Terrorismus sind – verübt von uns. Ob Afghanistan, Libyen oder Syrien, ohne die segensreiche Hand des Westens würden all diese Menschen noch glücklich in ihren eigenen vier Wänden wohnen. Stattdessen mussten sie flüchten, vor Hunger, Tod und Folter, weil wir unsere Freiheit unbedingt am Hindukusch verteidigen müssen. Man muss Rohstoffe nicht zwingend erobern. Man kann sie auch kaufen, oftmals günstiger, als durch militärische Abenteuer.

Jenseits des Teiches dasselbe. Hier werden nur keine Konfessionen gegeneinander aufgehetzt, sondern Hautfarben. Das ist in den USA nicht neu. Die chinesischen Arbeiter, die das amerikanische Bahnnetz seinerzeit erschufen, wurden diffamiert als Chinks, Schlitzaugen oder Gelbnasen. Die Rothäute waren zu der Zeit bereits größtenteils ausgerottet. Blieben die Gooks in Vietnam, mit deren abgeschlagenen Köpfen die GIs während der 60er Jahre Fußball spielten. Heute sind es Nigger und Latinos, die als Sündenböcke herhalten müssen. Aber noch nicht ein öffentlicher Kommentar bezieht sich auf die Worte von George Sorros, der bereits vor Jahren klar bekannte: „Ja, es herscht Krieg. Wir Reichen gegen die Armen. Und wir Reichen werden diesen Krieg gewinnen.“ Nur darum geht es bei den derzeitigen Polizeiexzessen in Amerika. Es ist völlig gleichgültig, welcher Abstammung jemand in den USA ist. Das einzige, was dort zählt, ist der Kontostand. Wer kein Geld hat, der hat ein Problem. Und dieses Problem ist ganz sicher nicht seine Hautfarbe.

Machen wir uns bewusst, dass es niemals menschliche Rassen gegeben hat. Es gab immer nur eine, den Menschen. Aber wie soll man die Öffentlichkeit dafür gewinnen, die Ausbeutung und Versklavung ganzer Völker stillschweigend hinzunehmen? Noch dazu in Zeiten der Aufklärung, in denen Männer wie Voltaire und Kant das Wort erhoben, musste daher eine neue Menschenbildannahme her. Der primitive Neger in seinem Gral wurde erfunden. Als der ehemalige Bundespräsident Lübke 1962 Liberia besuchte, soll er das Empfangskomité am Flughafen mit den Worten begrüßt haben: „Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Negerlein.” Belegt ist hingegen der folgende seiner Sätze: „Sehr geehrter Herr Präsident, sehr geehrte Frau Tananarive“, und nach dieser Einleitung: „Die Leute müssen ja auch mal lernen, dass sie sauber werden.“ Ein Jahrhunderte altes Vorurteil, das bis heute nachwirkt.



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