Angeschlagen - Hilfe mit Nostalgie und Zamette nach Oma Anna

Angeschlagen - Hilfe mit Nostalgie und Zamette nach Oma AnnaIch bin angeschlagen, MALADE, seit ein paar Tagen geht das schon so, Hustenanfälle lassen mich nachts nicht schlafen, und nun zieht sich auch noch die Nase zu..... ich tue mir schon sehr leid. Leider hat sich meine Krankheit in keinster Weise auf den Appetit ausgewirkt, schade eigentlich! Hier sagt man dazu: 'Feed a Cold, starve a Fever'. Vielmehr mag ich es, als Tröstung gewissermaßen, gern deftig. Macaroni Cheese wurde bereits abgearbeitet, und nun ist die deutsche Küche meiner Kindheit dran - meine Stimme ist so was von im Eimer, ich kann also noch nicht einmal meine Mutti anrufen, wenn ich auf den Arm will.....
Meine Oma, mütterlicherseits kam aus Thüringen und war im Beruf Köchin gewesen - sie sprach dieses Gericht wie 'Zhämde' aus, daher konnte ich es lange im Net auch nicht finden. Jetzt weiss ich aber, dass der Dialekt, den sie sprach 'itzgründisch' war, denn sie kam urspünglich aus Hildburghausen. Davon hatte ich zu ihren Lebzeiten noch nie etwas gehört, fühle mich nun aber priviligiert, da diese Sprache heutzutage kaummehr gesprochen wird. Anyway, ich schweife ab. Bei Zamette handelt es sich um einen Kartoffelbrei, der mit einer Kartoffelmehl-Milch-Mischung gebunden wird und keine Butter aufweist. In meiner Kindheit zählte er zu den Lieblingsessen, wurde liebevoll 'glänzender Kartoffelbrei' genannt und immer dann aufgetischt, wenn Papa nicht daheim war. Dazu gab es für uns dann auch nur eine Beilage, ausgelassenen fetten Speck!!! Und Kompott gehörte unbedingt dazu, am besten Pflaumenkompott, aber aber Birnen (wie in meinem Fall) gehen auch.
Die geschälten Kartoffeln werden also gekocht und dann schnell gestampft, das geht am besten mit einem Handmixer, meine Oma Anna nahm dazu allerdings einen von meinem Opa aus Tannenholz geschnitzten Holzquirl, dann wird die vorher vorbereitete Kartoffelmehl-Milch-Mischung zugegeben und gut vermischt. Um die gewünschte Bindung und den Glanz des Kartoffelbreies zu erzielen, muss man schnell arbeiten, dabei hilft es, diesen Vorgang auf der heissen Herdplatte durchzuführen. Bis hierher ist noch alles klar, oder???
Nun kommen wir zu meinen spezifischen, inselbedingten Schwierigkeiten.
1. Die Kartoffeln auf der Insel sind anders, schmecken auch süßer, ich habe 'White Potatoes' genommen, die waren nicht so passend - vielleicht muss man da etwas mit anderen Sorten experimentieren?
2. Es gibt hier keinen fetten Speck, daher musste ich zum Frühstücksspeck greifen, an sich kein Problem, aber der Frühstücksspeck (Bacon) gibt nicht genug Fett her, denn die Zamette muss ein bisschen im Fett schwimmen. Ich habe das fehlende Speckfett durch Rapsöl ersetzt, was auch nicht so gelungen war.
3. Ich habe keinen Handmixer mehr, daher nahm ich einen traditionellen Kartoffelstampfer, der liess mir zu viele Stückchen, das könnte natürlich zum Teil auch an der falschen Kartoffel liegen...
Fazit: Hat es gut geschmeckt? Ja, schon. Hat es geschmeckt, wie in der Kindheit? Nein, leider nicht. Was bleibt ist die immer noch ungestillte Sehnsucht nach Muttis glänzendem Kartoffelbrei. Leider liest meine Mutter diesen Blog nicht, sonst würde sie wissen, wie sie mich bei meinem nächsten Besuch in der Heimat, glücklich machen könnte :o))
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