Anders – und doch sehr ähnlich

Von Opa @OpasBlog

Elefanten haben wenig Ähnlichkeit mit dem Menschen. Und doch sind sie uns in vielerlei Hinsicht ähnlich. Wie wir lieben sie körperliche Nähe und können große Empathie aufbringen. Auch Quilombo, ein kleiner Elefant, um den es hier geht, scheint, so schmutzig und verlassen er daherkommt, ganz fremd und anders zu sein. Doch bei näherem Hinsehen ist er genau so wie alle Kinder dieser Welt. Jedenfalls hat er seinen eigenen Kopf und will genau das Gegenteil von dem, was er gerade soll. Baden – auf gar keinen Fall, Zähne putzen – iiiiiiih, schlafen gehen – nicht ohne Geschichte. Insofern eignet sich dieser kleine Kerl natürlich bestens, selbst zur Geschichte zu werden, die sich in dem gleichnamigen Büchlein wiederfindet: Quilombo, der kleine, schmutzige Elefant. Was soll ich sagen? Daphne Vloumidi, die diese von Anna Georgiadou illustrierte Geschichte verfasst hat, verarbeitet damit ihre Erlebnisse auf Lesbos, als ihre Insel zum Zufluchtsort für viele tausend Flüchtlinge wurde. Insofern ist es nicht nur ein zauberhaftes Kinderbuch, sondern der Versuch, ihre Erlebnisse und Erfahrungen aufzuarbeiten. Sie hat das sehr liebevoll getan und für Kinder verständlich, ohne sie mit dem grausamen Alltag zu überfordern. Selbst kleine Kinder können das nachvollziehen, um was es hier geht. Etwas anderes wollen, heißt ebensowenig anders zu sein wie anders auszusehen. Über vamos kann man das Büchlein jetzt beziehen und damit die Arbeit von Daphne Vloumidi für Flüchtlinge unterstützen. Wer sich über ihre Arbeit informieren und ihr direkt helfen will, wird unter www.Odysseas.at fündig. Sie hat es sicher verdient.

                                                                      Liebevoll geschrieben und gestaltet: Quilombo, der kleine, schmutzige Elefant.