Altfriedländer Kunstherbst

Kloster AltfriedlandFoto (c) Ulrich Dahl

Künstler stellen ihre Werke und Produkte vor

Die Altfriedländer sind rege. Neben dem Fischerfest, welches immer am ersten Augustwochenende stattfindet und die Bewohner der umliegenden Dörfer anzieht, findet im Herbst regelmäßg der Altfriedländer Kunsherbst im wunderschönen Ambiente des ehrwürdigen Altfriedländer Klosters statt.
Dazu wird vom "Verein langes Haus" das uralte Gemäuer "aufpoliert", mit frischen Herbstblumen geschmückt und mit allerlei Ständen ausstaffiert. Je nachdem, wer sich anmeldet (und das schwankt von Jahr zu Jahr) stellen dann Künstler aus dem Oderbruch ihre Werke aus.

Diese können käuflich erworben werden. Dazu gehören: Filzkunst, Getöpfertes, Geschnitzes, Fotografien, Malereien, Trockengestecke, Taschen und Schals......

Kloster Altfriedland Kunstherbst(c) Feline Dahl

Zu den Vorbereitungen, wie Putzen und Ausschmücken gehört auch das Kuchen backen. Die Einwohnerinnen backen so manches Blech, denn der Kunstherbst ist auch für seine guten Kuchen bekannt. Dabei ist die Auswahl sehr groß und vielfältig. Manche Besucher kommen nur deshalb.

Die leckeren Teilchen werden samt Kaffee oder Tee vom "Verein langes Haus" gegen eine geringe Spende abgegeben. Mit diesem Geld werden der Verein und das Kloster Altfriedland unterstützt. 

Die jüngeren "Zugezogenen" mischen beim Kuchenbacken jetzt ein bisschen mit. Neben den traditionell beliebten Stücken gibt es nun auch mal eher unbekanntere Kreationen, wie zum Beispiel der Toffifee-Kuchen nach Jamie Oliver, Backapfelmuffins mit Zimt oder feuchter Milchkuchen mit Karamel. Manch Alteingesessene müssen von den Neuerungen erst einmal überzeugt werden. Doch das abwechslungs-reiche Angebot lockt somit auch im nächsten Jahr wieder zum Besuch des Altfriedländer Kunstherbstes.

Zisterzienser-Kloster von 1271

Das Kloster ist übrigens, neben dem Kloster Chorin, eines der ältesten in Brandenburg. Leider ist es nicht mehr vollständig erhalten. Die erste urkundliche Erwähnung findet das Kloster 1271, wobei das Dorf Altfriedland deutlich älter sein dürfte. Es soll zu den ersten menschlichen Siedlungsgebieten der Gegend überhaupt zählen.

Im Nonnenkloster wurden die Töchter vieler Adelsfamilien untergebracht und es soll teilweise hoch hergegangen sein, berichten verschiedene Quellen. Aber davon später mehr.



Anfahrt von Berlin nach Altfriedland

Mit dem Auto aus Berlin gen Osten heraus fahren, auf der Frankfurter Allee auf der B1/B5 immer gerade aus.

In Hoppegarten an Pflanzen-Kölle vorbei, weiter an der Autobahnausfahrt Frankfurt / Oder weiterfahren. Ab hier geht es vor allem über Dörfer und typische Brandenburger Alleen. Man bleibt immer auf der B1, bis ca. 10 min nach Müncheberg im kleinen Dörfchen Jahnsfelde eine Abfahrt nach links in Richtung Trebnitz entlang zu fahren ist. Bis Neuhardenberg und dort auf die B 167 nach links abbiegen. Kurz hinter der Napoleonseiche geht er rechts nach Altfriedland.

Sie erreichen Altfriedland je nach Verkehrslage / Tageszeit von Berlin aus mit dem Auto in 60-75 min.




© Heike Dahl