Steile Eisrinnen, dünne Luft und ein Gipfel wie aus dem Bilderbuch – unsere Expedition zum Alpamayo.
Über eine Handvoll Berge auf unserer Erde wird gesagt, sie gehörten zu den schönsten Gipfeln der Welt. Da wären das Matterhorn in der Schweiz, die Drei Zinnen in den Dolomiten oder die Ama Dablam in Nepal. Der schönste aber, das soll der Alpamayo in Peru sein. Was die Gipfel gemeinsam haben? Es ist nicht ihre Höhe, die beeindruckt, sondern ihre einzigartige Form – steile Wände, die mit wilden Graten verschmelzen und sich zu einem unverkennbaren Gipfelaufbau vereinen. Der Alpamayo zieht auch mich an, seit ich vor vielen Jahren ein Bild von ihm gesehen habe. Eine Expedition zum Alpamayo war deshalb lange ein Wunschtraum – im Sommer 2025 ist diese Reise zum Traumberg in der Cordillera Blanca endlich Wirklichkeit geworden.
Über den Alpamayo (5.947 m) – und was uns auf der Expedition erwartet
Der Alpamayo ist zwar nicht der höchste, aber einer der eindrucksvollsten Gipfel in den peruanischen Anden. Seine Eispyramide erreicht eine Höhe von 5.947 Metern und liegt im Herzen der Cordillera Blanca, einige Stunden nördlich der Bergstadt Huaraz.
Aufgrund seiner abgeschiedenen Lage rückte der Alpamayo erst spät ins Blickfeld europäischer Bergsteiger; Expeditionen dorthin wurden erst 1936, 1948 und 1951 unternommen. Sie alle blieben ohne Erfolg. Erst einer deutschen Expedition gelang 1957 die Erstbesteigung des Alpamayo über den Südgrat.
Der heutige Normalweg wurde knapp 20 Jahre später erschlossen. Die Ferrari-Route – benannt nach ihrem Erstbegeher Casimiro Ferrari – verläuft entlang einer Rinne durch die steile, schattige Südwestwand.
Neben der Ferrari-Route wird heute auch die French-Direct für Besteigungen des Alpamayo genutzt. Diese zieht in Falllinie des Gipfels direkt durch eine bis zu 80° steile Eisrinne ebenfalls durch die Südwestwand zum höchsten Punkt.
Expedition auf den Alpamayo – der typische Ablauf
- Anreise von Huaraz nach Cashapampa.
- Anmarsch von Cashapampa in zwei Tagen zum Basislager auf ca. 4.350 m. Bis hierher können Ausrüstung und Verpflegung von Eseln getragen werden.
- Aufstieg ins Moränenlager auf ca. 4.900 m.
- Aufstieg ins Hochlager auf 5.500 m am Quitaraju-Alpamayo-Col.
- Gipfeltag: Sehr früher Aufbruch (Mitternacht bis 2 Uhr morgens) vom Hochlager zur Südwestwand. Schlüsselstellen sind das Überqueren des Bergschrunds und der Ausstieg aus der Eisrinne. Je nach Verhältnissen wird die Ferrari-Route oder die French-Direct gewählt. Abstieg durch Abseilen an Eissanduhren oder Firnankern.
- Meist wird am Gipfeltag noch bis ins Basecamp abgestiegen.
- Rückweg nach Cashapampa (ein oder zwei Tage).
Geführte Expedition auf den Alpamayo
Wir haben die Expedition vom DAV Summit Club organisieren lasssen. Auch in den nächsten Jahren ist der Alpamayo wieder im Programm.
Alle Infos hier!Technische und konditionelle Anforderungen einer Alpamayo-Expedition
Wer sich auf eine Expedition auf den Alpamayo einlässt, darf sich auf eine Reise durch ursprüngliche Natur zu einer der wildesten Gebirgsketten der Erde freuen. Die Landschaft, das Klima, die Höhenlage, die Gipfelformen – alles ist so eindrucksvoll anders als in den Alpen. All das macht eine Expedition auf den Alpamayo aber körperlich und technisch besonders fordernd. Was auf uns zukommt:
- Lange Tagesetappen, vor allem was die Wegstrecke betrifft.
- Schwere Rucksäcke vom Basecamp bis zum Hochlager.
- Die Ferrari-Route und auch die French-Direct führen über ca. 500 Hm durch die steile Südwestwand.
- Eisklettern im Steileis bis 80° über acht Seillängen.
Lass uns nicht länger warten – ich nehme dich mit auf unsere Expedition auf den Alpamayo. Zumindest virtuell. Schritt für Schritt durchleben wir nochmals die Faszination Alpamayo, schwitzen, leiden, frieren, staunen und werden am Ende mit einem unvergesslichen Gipfelmoment belohnt.
A wie anziehend
Faszination Alpamayo
Was macht den Alpamayo für Bergsteiger so anziehend? Für mich ist es seine perfekte, schneeweiße Gipfel-Pyramide. Mächtige Wechten hängen über seinen Flanken. Sein eindrucksvollstes Gesicht zeigt der Alpamayo nach Südwesten. Dort fällt eine trapezförmige Wand aus feinstem Riffelfirn steil ab – geformt von der brennenden Tropensonne und den feuchten Luftströmen aus dem Urwald.
Eisrinnen durchfurchen die Flanke und geben logische, aber fordernde Wege auf den Gipfel vor. Aus dieser Perspektive wirkt der Alpamayo wie eine strahlende Kathedrale aus Eis – anziehend, geheimnisvoll und vollkommen.
Doch nicht nur der Gipfelanstieg, auch der Weg zum Fuße des Berges ist eine unvergessliche Reise für sich. Lass uns die Expedition zum Alpamayo nochmals gemeinsam durchleben!
L vie Llamacorral
Entlang des Santa-Cruz-Treks ins Alpamayo Basecamp
Eine Woche lang akklimatisieren wir uns rund um die Bergstadt Huaraz (3.000 m). Wir unternehmen Wanderungen und Tagestouren bis auf 5.100 Meter – lassen die staubige Stadt hinter uns und steigen hinauf zu blauen Lagunen und eisigen Gipfeln.
Sehr langsam, aber stetig gewöhnt sich der Körper an die Höhe. Die Schritte werden leichter, der Herzschlag geht nicht mehr ganz so schnell, die Kopfschmerzen werden seltener und die Lunge ringt weniger stark nach Luft. Wir sind bereit für den Anmarsch ins Alpamayo Basecamp – die eigentliche Expedition kann beginnen!
Per Bustransfer gelangen wir ins Bergdorf Cashapampa, etwa 100 km nördlich von Huaraz. Als wir ankommen, glänzen die Augen unseres Guides Christian. Cashapampa ist sein Heimatdorf. Hier ist er aufgewachsen, hat als Bauer, später als Eseltreiber und Hochträger gearbeitet, ehe er mit der Ausbildung zum Bergführer seine wahre Berufung gefunden hat. Es ist seine Version vonVom Tellerwäscher zum Millionär.
Von Cashapampa wandern wir in zwei Etappen über 25 km durch das Santa-Cruz-Tal ins Alpamayo Basecamp (4.300 m). Esel tragen unser Gepäck, Koch Cirillo sorgt für unser leibliches Wohl. Fühlt sich an wie Urlaub. Noch.
Expedition: Weg der Kontraste am Alpamayo
Die erste Nacht verbringen wir im Lager Llamacorral. Verschwitzt erreichen wir den Zeltplatz. Untertags liegt eine tropische Hitze über dem Tal. Bei 30° und Schweißperlen auf der Stirn kann sich niemand vorstellen, wie es bald auf fast 6.000 Metern sein wird. Doch sobald die Sonne hinter den Gipfeln verschwindet, wird es klirrend kalt.
Eingepackt in unsere Daunenjacken freuen wir uns auf das Abendessen. Und staunen nicht schlecht, als Cirillo frische Forellenfilets aus Cashapampa in seiner Pfanne schwenkt.
Ähnlich begeistert sind wir vom Frühstück am nächsten Morgen. Gut gestärkt und neugierig, was heute auf uns zukommen wird, starten wir auf die nächste Etappe.
Das Tal weitet sich und bald öffnen sich die Blicke auf die Giganten der Cordillera Blanca: die eisübergossenen Gipfel des Quitaraju, Artesonraju und Alpamayo ragen vor uns in die Höhe. Der Himmel strahlend blau, die Berge blendend weiß. Wasserfälle rieseln über Geländestufen, ein glasklarer Fluss schlängelt sich durch den steppenähnlichen Talboden und Lupinen-Büsche voller violettfarbener Blüten säumen den Weg.
Unsere Gruppe ist sich einig: Auch wenn wir den Gipfel nicht erreichen sollten, ist die Reise schon jetzt eine magische Erfahrung.
P wie Poto blanco
Eisige Seen und nakte Hintern
Die letzten Meter ins Alpamayo Basislager sind etwas ganz Besonderes. Die weiße Gipfelpyramide des Alpamayo liegt in Griffweite vor uns. Kein Handyempfang, kein Stress – nur wir und die Berge und ein eiskalter Gletschersee. Die Burschen zeigen Härte und tauchen ab. Die Guides müssen über ihre weißen Hintern lachen und taufen unsere Gruppe die Potos Blancos.
Im Basislager (4.300 m) bleibt nur kurz Zeit zum Blödeln und Staunen. Es heißt packen für den weiteren Aufstieg – die Reise für Koch Cirillo und die Esel endet hier. Heißt: wir müssen unsere Ausrüstung und Verpflegung von nun an selbst schleppen. Statt Omelette, Süßkartoffeln und Hähnchen gibt es allerlei Gefriergetrocknetes aus der Tüte. Ich spiele Tetris mit meinem Equipment und versuche, alles in meinem großen Rucksack unterzubringen.
A wie Abmühen
Schwere Rucksäcke und blaue Perlen
Am nächsten Tag steigen wir ins Moränenlager auf 4.900 Metern auf. Der locker-flockige Gang der letzten Tage wird abgelöst durch mühsames, vorgebeugtes Trotten. Der Rucksack auf meinen Schultern zieht schwer nach unten, aber ich fühle mich gut. Es ist ein angenehmes Leiden, das ich fast genießen kann. Meine Beine sind stark – das Krafttraining in der Vorbereitung hat sich ausgezahlt. So bleiben Ressourcen, um das mich Umgebende aufzusaugen.
Ich bewege mich in einer hochalpinen Welt von überwältigender Klarheit und Größe. Über den schroffen Felsflanken erhebt sich ein gewaltiges Amphitheater aus Eis und Schnee. Wilde Gipfel und scharfe Grate trennen den Horizont vom tiefblauen Himmel.
Unter den Steilwänden kleben zerklüftete Gletscher. Scheinbar erstarrt auf ihrer Reise hinab zu einem türkisfarbenen Gletschersee, still und leuchtend wie ein Edelstein. Sein intensives Blau bildet einen starken Kontrast zu den graubraunen Moränen und dem weißen Eis darüber. Die Landschaft wirkt zugleich rau und majestätisch, lebensfeindlich und doch von einer stillen Schönheit erfüllt.
Wir fühlen uns klein und nebensächlich in dieser Kulisse. Spüren die dünne Luft, die Kälte des Windes und eine tiefe Ehrfurcht vor den Bergen. Es ist ein Ort, an dem die Zeit langsamer vergeht und jeder Schritt bewusst gesetzt wird.
Nach knapp drei Stunden erreichen wir das Moränencamp am Übergang vom Fels ins vergletscherte Gelände. Es ist unsere letzte Station im Trockenen.
M wie Migräne
Pochende Schläfen, eine Sturmnacht und der Eisbruch
Der Gipfel rückt näher. Doch die Hoffnung darauf schwindet. Über Nacht fallen 20 cm Neuschnee. Es stürmt, die Wetterprognose ist unsicher und Toms Kopf pulsiert mit jedem Meter, den wir höher steigen, stärker. Er verträgt die Höhe nicht gut und tut in der Nacht kein Auge zu.
Am nächsten Morgen beratschlagen wir uns beim Frühstück im Team. Macht der Weiterweg trotz Neuschnee Sinn? Wie kritisch sind die steilen Passagen durch den Eisbruch bis ins Hochlager? Und gibt es überhaupt Aussichten auf ein gutes Wetterfenster für einen Gipfelversuch?
Alpamayo, wir kommen!
Expeditionsleiter Christian entscheidet, es zu versuchen. Durch ein Labyrinth aus Spalten und Seracs steigen wir ins Hochlager auf. Es ist eine faszinierende Welt aus Schnee und Eis, die uns umgibt. Wir blicken in tiefe Spalten und klettern über kurze Eisaufschwünge.
Über uns kämpft sich die Sonne tapfer durch die Wolkenfetzen und bringt den Neuschnee der letzten Nacht schnell wieder zum Schmelzen.
Langsam wie der Minutenzeiger einer Uhr setze ich einen Fuß vor den anderen. Es sind anstrengende, 600 Höhenmeter hinauf bis ins Hochlager – aber sie sind auch unfassbar beeindruckend.
Kurz vor dem Lager wartet noch das anspruchsvollste und steilste Stück des Zustiegs: eine haushohe Eiswand bildet eine scheinbar unüberwindbare Barriere zwischen uns und dem nächsten Zeltplatz.
Doch: Ein bogenförmiger Eiskanal durchzieht den Serac. Der Durchgang ist gerade breit genug für einen Kletterer und gibt den Weg frei hinauf auf jenes Plateau, auf dem das Hochlager liegt.
A wie atemberaubend
Vor dem schönsten Berg der Welt
Auf 5.450 m errichten wir unsere Zelte. Das Lager liegt auf einem flachen Plateau, vor dem Wind geschützt kuschelt es sich in den Lee-Bereich unterhalb eines Grates – ein winziger Zufluchtsort zwischen den steilen Flanken des Quitaraju und Alpamayo.
Nach getaner Arbeit fegen plötzlich starke Windböen über die Scharte. Die Wolkenfetzen rasen über unsere Köpfe hinweg, der Nebel lichtet sich und von einer Sekunde zur anderen ist der Himmel klar.
Da steht er vor uns. Das erste Mal seit Beginn der Expedition sieht man den Alpamayo mit seiner unverkennbaren Gipfelflanke. Eine perfekte Pyramide aus Firn und Eis.
Lange verharren wir in der Sonne und können die Augen nicht von ihm abwenden. So schön ist dieser Berg.
Vollmond und volle Mägen
Am nächsten Tag schieben wir einen Rasttag ein – weil wir ihn brauchen und weil am Berg ohnehin zu viel los wäre. Neben uns ist noch eine weitere Expedition am Alpamayo, die morgen einen Gipfelversuch unternehmen will.
Während die anderen gegen Mitternacht zum Gipfel aufbrechen, schlafen wir aus. Wir essen und trinken möglichst viel, um unsere leeren Speicher wieder aufzufüllen. Dadurch werden auch Toms Kopfschmerzen besser.
Als die Sonne unter- und der Vollmond über den Artesonraju aufgeht, legen wir uns schlafen.
Der Wecker klingelt um Mitternacht. Klirrend kalt und klar ist die Luft. Nur die hellsten Sterne funkeln vom tiefblauen Nachthimmel. Die anderen gehen im Schein des Vollmondes und unserer Stirnlampen unter.
Y wie Y-Form
Dunkle Enge, kalte Zehen und endlich Licht am Alpamayo
Vom Lager führt der Zustiegsweg einige Höhenmeter bergab in das riesige Gletscherbecken am Fuße der Alpamayo Südflanke. Wir werden den Alpamayo über die French Direct Route erklettern, da über der Ferrari-Route in dieser Saison ein bedrohlicher Eispilz gewachsen ist.
Die French Direct ist ein wenig anspruchsvoller – weil steiler – führt dafür aber in fast direkter Linie durch eine Y-förmige Eisrinne zum Gipfel.
Der Verlauf der Route ist in der Dunkelheit nur grob erkennbar. Man spürt nur diese riesige Wand, die eine Armlänge vor uns in die Höhe ragt.
Die erste Crux ist der 15 Meter hohe, leicht überhängende Bergschrund. Nach einer kurzen Querung nach rechts erreichen wir die Rinne und sind auf Gipfelkurs. Alles, was jetzt zu tun ist: gerade hoch klettern. Das ist leichter gesagt als getan. Denn das Klettern auf dieser Höhe ist völlig anders als das Nordwand- oder Eisklettern in den Alpen.
Brennende Lungen, brennende Waden
Unser Summit Guide Simon steigt vor und sichert die bis zu 80° steile Eisrinne mit Firnankern, Abalakovs und Eisschrauben ab. Wir hacken so schnell es geht hinterher. Schon nach wenigen Schritten brennen Lungen und Waden. Die situativ passende Klettertechnik: Raupentechnik in Zeitlupe.
Der volle Mond steht jetzt direkt über uns. Zu beiden Seiten der Rinne sind wuchtige Eispilze zu erahnen. Bedrohlich wachsen sie über unsere Köpfe hinaus.
Während wir höher und höher klettern und dabei völlig die Zeit vergessen, versinkt der Mond hinter dem Alpamayo und die Sonne geht auf.
Brennender Horizont
Der Himmel wechselt seine Farbe von einem metallischen Blau in ein feuriges Rot. Die Schneeflanken ringsum leuchten in einem zarten Gelb. Es ist unfassbar schön.
Jetzt realisieren wir auch, dass die Eisrinne fast zu Ende ist. Nur der steile, enge Ausstieg zum Gipfelgrat trennt uns noch vom Gipfel.
O wie oben
Das große Finale unserer Alpamayo-Expedition
Einige Zeit verharren wir an der Engstelle und warten, bis die Seilschaften vor uns zurück an der Abseilstelle sind. Dann ist der Weg frei. Der Gipfelgrat ist nur wenige Meter breit. Auf ihm klebt eine riesige Schaumrolle, wie man sie in den Alpen kaum mehr sieht.
Respektvoll und konzentriert stapfen wir die letzten, sehr ausgesetzten Meter zum Gipfel hinauf. Nach acht Seillängen stehen wir kurz nach Sonnenaufgang am Alpamayo. Wir haben dieses kleine Plätzchen ganz für uns allein.
Niemand sonst auf der Welt sieht, was wir gerade sehen. Das Wolkenmeer unter uns, aus dem einzelne Bergspitzen ragen. Die wilden, einsamen Gipfel der Cordillera Blanca – so weit das Auge reicht. Tief unten die Zelte des Hochlagers, die von hier aus winzig klein und ewig weit weg erscheinen.
Die Sonne im Gesicht, über uns strahlend blauer Himmel, kein Wind. Was für ein Moment. Gracias, Pachamama!
Ein weiter Abstieg und eine lange Partynacht
Wir seilen ab und sind am späten Vormittag zurück im Hochlager. Das Expeditions-Team empfängt uns herzlich. Von jedem gibt es eine feste Umarmung. Und von uns einen großen Dank retour.
Nach kurzer Rast packen wir alles zusammen und steigen noch am selben Tag bis ins Basecamp ab. Eine körperliche Höchstleistung des ganzen Teams.
Erschöpft und zufrieden falle ich in einen tiefen Schlaf. Am nächsten Tag geht alles locker, flockig. Die Esel unterstützen das Team wieder beim Transport der Ausrüstung. Bestens akklimatisiert läuft der Abstieg ins Lager Llamacorral fast von selbst.
Und die Ankündigung, dass es dort einige Kisten Bier zu erwerben gäbe, sorgt für zusätzlichen Antrieb.
Der Vorschlag eines Kollegen, ihm die Bude leer zu trinken (die tatsächliche Formulierung war etwas österreichischer, sprich derber), wird daraufhin vorbildlich umgesetzt. Sonnenuntergang, Musik, Bier, a Tschick – die Partynacht war legendär. Wie auch die gesamte Alpamayo-Expedition. Danke Leitln!
Geführte Expedition auf den Alpamayo
Wir haben die Expedition vom DAV Summit Club organisieren lasssen. Auch in den nächsten Jahren ist der Alpamayo wieder im Programm.
Alle Infos hier!Ausrüstung für die Alpamayo-Expedition
Hartware
- Schuh: Scarpa Phantom Tech HD (war für die Temperaturen bis -15° mit Heizsocken absolut ausreichend), sollte es noch kälter sein, besser zum Phantom 6000 HD greifen
- Steigeisen: Ich war mit den Blue Ice Harfang Tech (Dualzack) unterwegs – für mich die ideale Kombination aus kleinem Packmaß und guter Performance beim anspruchsvollen Bergsteigen. Wichtig: die Eisen zuvor mit dem Schuh testen und gut anpassen!
- Steileisgeräte: Petzl Quark oder vergleichbares Nordwandgerät inkl. Leash
- Hochtourengurt: Blue Ice Choucas Pro
- Und was sonst noch zur Hochtourenausrüstung gehört: Helm, Stirnlampe, Eisschrauben, Micro-Trax, Reepschnüre, Bandschlingen, Abseilgerät, 3 Schraubkarabiner, Stöcke etc.
Transport & Übernachtung
- Rucksack: mind. 50 L, ich habe den Exped Thunder 50 Wmns verwendet und kleiner Tagesrucksack
- Matten: Exped Flexmat & Exped Dura 6R
- Schlafsack: Exped Ultra -20° – für weniger kälteempfindliche tut’s sicher auch der Dura -15°
- 4-Jahreszeiten-Zelt (wird vom Veranstalter gestellt)
- Kocher (wurde uns auch gestellt)
Kleidung
- Hardshell-Jacke & Hardshell-Hose (ich kann die GTX Pro Modelle von Haglöfs empfehlen)
- Daunenbekleidung: dicke Daunenjacke, dünne Daunenjacke, Daunenhose (knielang) zum Unterziehen, Daunenfäustlinge
- Merino-Kleidung: 2x Langarmshirt (eines zum Gehen, eines zum Wechseln), lange Leggins zum Schlafen und Unterziehen am Gipfeltag
- Dünne Wanderhose für den Trek ins Basecamp
- Socken: Trekking-Socken aus Merinowolle, eventuell Heizsocken für den Gipfeltag (ich kann die von Lenz empfehlen)
- Weitere Accessoires: Dünne Handschuhe, Schlauchschal, Mütze, Stirnband, Cap, Sonnenbrille
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