Alles, nur nicht still in der Stillen Straße

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Am Freitag begleitete ich Stefan Liebich zum ersten Mal bei seinem wöchentlichen Besuch in der Begegnungsstätte Stille Straße 10. Doris Syrbe und ihre Mitstreiterinnen und Mitstreiter, die inzwischen auch in einer haitianischen Tageszeitung mit ihrer Hausbesetzung Erwähnung fanden, sind längst Medienprofis. Fernsehteams aus ganz Europa geben sich in dem hinter hohen Tannen versteckten Einfamilienhaus die Klinke in die Hand.
Aber es gibt auch Besuche, die einen wirklichen bleibenden Eindruck hinterlassen. So berichtete uns Doris Syrbe von einer 82-Jährigen, die vor dem Zweiten Weltkrieg nach Frankreich emigrierte ist und sich geschworen hatte, Deutschland und Berlin nie wieder zu betreten. Bis sie von den mutigen Rentnerinnen und Rentnern erfuhr. Sie bat ihren Schwiegersohn, sie auf ihrer Reise nach Pankow zu begleiten, um vor Ort persönlich ihre Solidarität mit den Ungehorsamen zu versichern. Die Solidarität und auch die Hoffnung auf ein Einlenken der Pankower SPD lassen die rüstigen Seniorinnen und Senioren weitermachen.

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