Alles Kopfsache! Mentales Training für Triathleten: und alle Ausdauersportler (Verlosung)

Wer sich schon einmal mit mentalem Training und auch Motivation gleichermaßen im Wettkampf wie auch Training auseinandergesetzt hat, dem wird sehr viel in dem Buch “Mentales Training für Triathleten: und alle Ausdauersportler“ von Jim Taylor und Terry Schneider bekannt vorkommen. Wer diese Themen noch nicht für sich entdeckt oder nur am Rande gestreift hat, wird aus diesem im Sportwelt Verlag erschienenen Buch sicher einiges mitnehmen können. Vorausgesetzt, man ist offen für eine gewisse Selbsterfahrung, ehrlich mit sich selbst und hat Lust gut 330 Seiten zu durchstöbern. 

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Als ich das erste Mal die mir vorliegende, gebundene Ausgabe von 2011 aufschlug, las ich in knallroten Buchstaben: Verzweiflung. Ja, die gibt es. Im Training wie auch im Wettkampf. Emotionen können unter Stress zuweilen temperamentvoll ausfallen. Damit wie auch mit vielem anderen gilt es umzugehen und es gibt verschiedene Strategien dafür. Mentales Training spielt nicht nur dann eine Rolle, wenn man am Boden zu sein scheint oder wenn es um Sieg oder Niederlage geht. Natürlich wird bei den Profis in einem körperlich ausgeglichenen Zweikampf vermutlich immer der gewinnen, der am besten mit mentalem Stress umgehen kann, wie Michellie Jones, die neben Mark Allen ein sehr lesenswertes Vorwort verfasste, treffend zusammenfasst. Aber auch für uns Altersklassen-Athleten und für alle anderen Ausdauersportler, kann mentales Training ein großes Plus bedeuten.

Alle Bilder könnt ihr zur Vergrößerung anklicken. 

EISWUERFELIMSCHUH - Buch Review Test Triathlon Mentales Training fuer Triathleten von Jim Taylor Terri Schneider

E I N L E I T U N G

Ein kurzer Test zu Beginn führt langsam in die Thematik ‘Mentales Training’ ein. Im Verlauf des Buches wird einem das Handwerkzeug geliefert, mit dem man Wettkämpfe und Trainings egal auf welchem Leistungsniveau mit Selbstvertrauen und Durchsetzungsvermögen absolviert. Der Leser erfährt, wie man Willensstärke und Motivation richtig ausspielt und wie man dabei mit Konzentration arbeiten kann ohne dabei zu verkrampfen oder zu verbissen zu sein. Aber es werden zudem Tipps gegeben, wie man sich emotional beherrscht und aktiv nach Lösungen sucht – auch oder gerade in Situationen, die nicht einfach zu beherrschen sind.

Die Begeisterung für das Buch – ich muss es zugeben – kam erst nach dem zweiten oder dritten Mal lesen über die letzten Jahre. Diesen Winter habe ich es häufiger zur Hand genommen. Vielleicht gerade weil ich mich bei meiner letzten Mitteldistanz so gequält hatte, weil die äußeren Bedingungen meinem selbst gesteckten Ziel einen fetten, roten Strich durch die Rechnung gemacht haben. Schon der Gedanke daran macht mich sentimental, wohl wissend, dass so etwas immer wieder passieren kann. Letztlich war es mein Kopf, der mich einerseits zur Verzweiflung brachte, dann aber auch gleichzeitig wieder so vorantrieb, dass die Leistung ordentlich war und ich mich ins Ziel gekämpft habe. Das Revidieren und neu Anpassen von gesteckten Zielen ist nämlich ebenso eine mentale Fähigkeit, die man sich mit Hilfe dieses Werkes antrainieren kann, wenn man es nicht schon irgendwie automatisch mit der zunehmenden Wettkampferfahrung macht.

Die Autoren präsentieren spezifische Fragen anhand derer sie praktische Vorschläge als Lösungsversuche präsentieren. So wird man beim Lesen nicht mit offenen Fragestellungen allein gelassen. Die zahlreichen und vielfältigen Fallbeispiele liefern konkrete Ansätze, die Autoren dem Athleten mit auf seinen Weg geben. Neben der Option ein eigenes Leistungsprofil für die Saison zu erstellen, finden sich Tabellen zum Ausfüllen wie das Tagebuch über das Vorstellungsvermögen; Vorlagen zum Definieren von mentalen, physischen und taktischen Zielen, Schmerzen erkennen und zuordnen können, sich richtig quälen können, um an seine Grenzen gehen zu können,…

Neben den Details zum mentalen Training fließen immer wieder interessante und wichtige Tipps rund um das Thema Triathlon mit ein. Die meisten Athleten, die schon mehrere Wettkämpfe absolviert haben, kennen diese sicher. Aber es hilft immer wieder, sie sich auch bewusst zu machen – z.B. die Beine auf den letzten Radkilometern zu lockern, bevor es zum zweiten Wechsel geht.

Selbst Grundlegendes, vielleicht sogar Banales wird thematisch aufgegriffen. So findet sich im Kapitel zu Routinehandlungen auch eine Checkliste für die Ausrüstung für einen Triathlon und die Wechsel. Denn ein gut vorbereiteter Wettkampf ist schließlich schon einmal fast der halbe Sieg (im übertragenen Sinn). Denn schließlich gibt es so viele Möglichkeiten, etwas zu vergessen, etwas falsch zu machen, so dass eine gute Vorbereitung eines Triathlons maßgeblich zur mentalen Stärke beitragen kann.

F A L L B E I S P I E L E 

Das was mich an diesem Buch am meisten faszinierte und mich auch dazu motivierte die zuweilen sehr lang und erklärend erscheinenden Passagen genauer durchzugehen, waren die Zitate von Athleten und die Fallbeispiele. Deshalb möchte ich sie, entsprechend meiner persönlichen Lesereihenfolge kurz zuerst erwähnen. Ich fand aber nicht nur diese besonders interessant zu lesenden Athletengeschichten spannend, sondern auch die zahlreichen Zitate von Profi-Triathleten. Dave Scott, Mark Allen, Michellie Jones, Heather Fuhr, Andy Potts, Natascha Badmann, Nicole Leder,… Sie und viele andere kommen mindestens ein Mal zu Wort.

Ich gebe es zu, sowohl die Zitate als auch die Fallbeispiele habe ich als erstes wahrgenommen und auch sofort hintereinander weg gelesen, ohne mich konkret mit dem jeweiligen Thema des Kapitels auseinander gesetzt zu haben. Die Fallbeispiele sind grau hinterlegt. Der Anfang und das Ende rot markiert. Also entsprechend leicht zu finden. Allein sie motivieren. Hinzukommen die kursiv gedruckten Zitate, die man ebenso schnell finden wie überfliegen kann.

Ich gehe davon aus, dass die Fallbeispiele tatsächlichen Gegebenheiten entsprechen. Dennoch hatte ich aber immer mal wieder das Gefühl, dass sie zur sehr auf ein Happy End getrimmt sind.

Nach den Fallbeispielen und Zitaten, las ich die rot markierten Sätze. Kurze Zusammenfassungen, die an sich schon hilfreich sind. Kleine Motivationsspritzen. Worte für mehr Achtsamkeit. Merksätze. Für mich ging es anschließend um Routinehandlungen und warum diese etwas komplett anderes sind als Rituale und was nun mehr nützt. Anschließend sprang ich zum Thema Regeneration und dann Verpflegung. Vielleicht weil ich mich immer irgendwie in der Wettkampfvorbereitung befand, wenn ich wieder einmal zu diesem Buch griff und darin blätterte und las. All das ist es auch, was mir von diesem umfangreichen Werk besonders in Erinnerung geblieben ist.

A U F B A U 

Obwohl ich nicht klassisch von vorn nach hinten las, sondern mir spontan erst einmal alles das anschaute, was mein Interesse weckte, gebe ich euch gleich einen groben Überblick, was genau hinter jedem Teil und Kapitel steckt.

4 Teile mit insgesamt 16 Kapiteln und 16 Fallbeispiele, die das jeweilige Kapitel und das entsprechende Thema praktisch abschließen. Jedes Kapitel ist so in sich geschlossen, wenngleich Kapitel für Kapitel aufeinander aufbaut. Die Kapitel sind zudem in vier übersichtliche Teile/Abschnitte gegliedert. Jeder Teil beleuchtet zugleich den Aspekt des Trainings wie des Wettkampfes.

Nach dem Vorwort und der Einleitung befasst sich Teil 1 mit den grundlegenden Bausteinen für einen erfolgreichen Triathlon. In diesem Abschnitt kann man wie o.g. ein eigenes Leistungsprofil erstellen. Dabei wird die “Pyramide eines erstklassigen Triathlons“ bereits angesprochen, die im Detail in Teil 2 genauer betrachtet wird. Motivation, Selbstvertrauen, Aufregung/Erregung, Konzentration, Emotion und Schmerz sind Aspekte, die Kapitel für Kapitel analysiert werden. Hat man sich mit dieser mentalen Ebene befasst, geht es im Teil 3 um das Handwerkzeug für den Erfolg: welche Ziele und welche Regeln für die einzelnen Ziele gibt es? Wie kann ich das mentale Training zum Erreichen meiner Ziele nutzen und wie plane ich es innerhalb meines physischen Trainings am besten ein? Abschließend gehen die Autoren in diesem Teil auf Routinehandlungen und die Vorstellungskraft ein, bevor sie sich mit Teil 4 besonderen Fragestellungen widmen. Dazu gehören Verletzungen, das Absolvieren einer Langdistanz, Tipps von Profis und schlussendlich die Sonnenseite des Triathlonsports. Dieses abschließende Kapitel hat sich dann aber auch wirklich jeder verdient, der bis dahin aufmerksam gelesen hat. Es ist eine Art Beipackzettel für den Sport, den wir alle so lieben. Natürlich muss die dunkle Seite angesprochen werden und wie man ihr am besten nicht begegnet, sondern viel mehr Glück in dem findet, was zuweilen auch Leiden heißt.

Was mir etwas zu kurz kam, war die Möglichkeit, seine mentalen Kräfte durch Regeneration zu stärken. Zwar wird Regeneration immer wieder thematisiert, aber wir können nicht nur passiv regenerieren. Massagen, Wechselbäder, entspannt auf der Couch liegen sind natürlich wunderbare Optionen auch täglich etwas für sich zum Wohlfühlen zu machen. Aber was ist mit Yoga oder gar Mediation. Beides kann ebenso täglich für Momente der Auszeit sorgen und die Art von Training hat den Vorteil, dass man aktiv versucht einen möglichst klaren Kopf zu bekommen. Selbst bei Massagen haben meine Gedanken ein Eigenleben. Yoga verhilft mir allein durch die Atmung, mich zu konzentrieren. Es schult meine Aufnahmebereitschaft und bringt Ruhe ins Chaos. Was ich mir dann wiederum in meinem Lauf-, Rad- und Schwimmtraining zunutze machen kann.

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F A Z I T

Ob Profis diese kleine Bibel für sich verwenden, ist schwer zu sagen. Aber ich kann “Mentales Training für Triathleten: und alle Ausdauersportler“ von Jim Taylor und Terry Schneider allen ambitionierte Breitensportlern ans Herz legen, die mehr über mentales Training erfahren möchten.

Anfänger könnten vielleicht etwas erschlagen und eventuell sogar abgeschreckt werden. Dennoch lohnt sich wahrscheinlich auch für sie ein Blick hinein. Obwohl ich mich gerade als Triathletin davon angesprochen fühle, bin ich der Auffassung, dass alle Ausdauersportler davon profitieren können. Vor allem aber mit Sicherheit all jene, denen ab und zu das nötige Selbstvertrauen, die Motivation das gewisse Etwas aus dem Training und Wettkampf herauszuholen sowie die Konzentration fehlt. Oder für die Athleten, die ihre Aufregung und die eigenen Emotionen daran hindern, das Beste aus sich herauszuholen.

Allerdings sollte man bei diesem doch sehr umfangreichen Werk auch mit einem gewissen Willen ans Lesen gehen. Genauso wie man den Wunsch mitbringen sollte, aus seinem Trainingsalltag ein wenig auszubrechen, die Trainingsroutine zu verändern, neue Wege in Augenschein zu nehmen und gewillt ist, regelmäßig auch seine mentalen Fertigkeiten weiter zu trainieren und auszubauen.

Das vorgestellte Buch wurde mir vom Sportwelt Verlag zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür!

Beschäftigt ihr euch neben eurem Training auch aktiv mit eurem Kopf? Habt ihr schon einmal einen Wettkampf oder ein Training nicht durchgezogen oder vielleicht sogar abgebrochen, weil euer Kopf einfach nicht mit dem Körper harmonierte?

{ V E R L O S U N G }

Ihr könnt es jetzt nicht mehr erwarten euren Körper und Geist in Einklang zu bekommen? Ihr möchtet jetzt unbedingt euren Kopf auf das nächste große Ziel einschwören?! Dann beantwortet mir eine der oben genannten Fragen, um ein Exemplar des vorgestellten Buches zu gewinnen.

Hinterlasst bis zum 20. Februar 2016 eine Antwort als Kommentar und ihr nehmt automatisch am Gewinnspiel teil. Ich verlose per Zufall am 21. Februar 2016 unter allen Kommentatoren ein Exemplar. 

Bitte gebt in das Kommentarfeld eure korrekte Email Adresse ein. Diese wird hier nicht dargestellt; hilft mir aber, mit euch in Kontakt zu treten. Sollte ich den Gewinner nicht benachrichtigen können oder innerhalb von 48 Stunden keine Antwort auf meine Email erhalten, werde ich erneut auslosen. Ich danke schon einmal allen, die sich die Zeit für meinen Beitrag und ein Kommentar genommen haben.

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Ihr habt Lust auf weitere interessante Themen? Dann schaut doch mal bei meinen schönsten Geschichten vorbei.

Alle hier gezeigten Bilder wurden von meinem Fotografen erstellt. Die Rechte an diesen Bildern liegen bei ihm und mir. Eine weitere Nutzung dieser Bilder ist nur in Absprache mit uns möglich.

..‘Din’ ist Gründerin von Eiswuerfel Im Schuh

20121111-082354.jpgAls Triathletin & Autorin von Eiswuerfel Im Schuh bin ich zusammen mit meinem Sportfotografen immer auf der Suche nach der nächsten Herausforderung und neuen Bildmotiven. Als Julimädchen liebe ich die Sonne, das Meer und den Sand zwischen den Zehen, genieße aber auch die Ruhe auf meiner Yogamatte oder auf einem Surfbrett. Ich freue mich, mit dir auf Facebook, Twitter, Pinterest, Instagram und Google+ in Kontakt zu bleiben.


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