Adventskalender Schweizer Familienblogs: Ein Liebesbrief ans Kind

Von Die Angelones @DieAngelones

Das schönste Geschenk für euer Kind: Einen Liebesbrief!

Tipps für einen Jahresbrief ans Kind

Vor dem Weihnachtsexzess liefern wir eine Anleitung für ein schönes immaterielles Geschenk: einen Jahresbrief an unsere Kinder!

Ein Geschenk, das Vetrauen und Mut gibt

Weihnachten kommt immer näher. Auch wenn es noch etwas dauert, ertappe ich* mich doch immer wieder dabei, kurz hörbar einzuatmen, wenn sich die Gedanken an die Geschenkberge anbahnen, mit welchen die Kinder von Grosseltern, Gotte, Götti oder Verwandten gerne überhäuft werden. Keine Frage, Schenken ist etwas Wundervolles. Trotzdem macht mir die Materialschlacht zusehends mehr Mühe. Deshalb möchte ich heute ein immaterielles Geschenk vorstellen, das vielleicht nicht dem Kleinkind, aber hoffentlich später dem jungen Erwachsenen Freude, Vertrauen und Mut geben kann – der «Jahresbrief an mein Kind».

Eine Zusammenfassung der Meilensteine

Dieser Brief ist eine Art Zusammenfassung dessen, was das Kind erlebt, gesagt und gemeistert hat, wie es gekämpft und sich verändert hat. Sei das im letzten Jahr, den letzten Jahren oder gar seit der Geburt. Ich persönlich schreibe mir durch das Jahr hindurch Notizen, kurze Beschreibungen und Stichworte auf als Erinnerungshilfen, da mir als Mutter von drei kleinen Kindern auch oft Musse und Zeit fehlen, regelmässig jene Situationen zu notieren, die Lachtränen hervorrufen – oder auch die «Nervenwoseidihr»-Momente.

Der Jahresbrief als besonderes Geschenk

Mütter und Väter, aber auch andere nahe Personen können ihre Kinder meist sehr treffend beschreiben. Der Jahresbrief ist eine wunderbare Möglichkeit, dem Kind ein besonderes Geschenk machen, das ihm später einmal helfen kann. Zum Beispiel wenn es sich auf die Suche nach sich selbst macht, vielleicht nach dem Sinn seines Lebens fragt, nach seiner Berufung oder seinem Spezialgebiet. Ich bin überzeugt, dass alles schon da ist, wenn wir Kinder sind. Die besonderen Eigenschaften, die verbogenen Talenten und Gaben.

Tipps für das Verfassen des Briefes ans Kind

Die folgenden Tipps und Gedanken können helfen beim Verfassen eines solchen Jahresbriefes:

  • Wichtige Erlebnisse
    Überlege Dir ein paar prägende Ereignisse, die Du mit dem Kind verbindest aus dem vergangenen Jahr oder Jahren. Wähle eins bis zwei aus und denke daran, dass im Brief auch die Gefühle der schreibenden Person Platz haben dürfen, dies kann für das Kind später spannend und wichtig sein. Nicht nur schöne Ereignisse sind es wert, aufgeschrieben zu werden, die schwierigen, gemeisterten Situationen können dem Kind später zeigen, dass es schon früh Bewältigungsstrategien entwickelt hat und wie es damit umgegangen ist.
  • Charakter des Kindes
    Wie beschreibst Du die typischen Eigenschaften des Kindes, Verhaltensweisen, Muster, die vielleicht sogar schon in den ersten Jahren da waren?
  • Interesse des Kindes
    Versuche herauszufinden, was sich das Kind immer wieder herauspickt, welche Menschen, Spielsachen, Spiele, Themen? Auch die Bilder und Bücher, welche immer wieder ausgewählt werden, können dem Kind später Hinweise auf seine persönlichen Interessengebiete geben.
  • Fragen des Kindes
    Welche Fragen stellt das Kind oft? In welche Richtung weisen diese, sind sie technisch, auf die Natur oder eher auf den Mensch bezogen?
  • Spezielle Talente und Begabungen
    Hier sind nicht die leistungsorientierten Eigenschaften und Stärken gefragt, sondern die, welche man vielleicht nicht beim ersten Hinsehen entdeckt. Versuche bei diesem Punkt, die «Leistungsbrille» abzulegen und die Wesenszüge und Gaben des Kindes zu benennen, die dann auftauchen. Dies sind meist solche, die nicht von der Schule, dem Kindergarten oder von Aussen sofort erwähnt und bewertet werden.

Ein Stapel Erinnerungen

Während der Kindheit passiert unglaublich vieles in unglaublich kurzer Zeit. Vor allem die Kleinkinderphase ist eine Zeitspanne, in der es viele Eltern meist kaum schaffen, alles unter einen Hut zu bringen, geschweige denn auch noch all die schönen, lustigen und emotionalen Anekdoten, die schwierigen Situationen und Phasen und die herzerwärmenden und unersetzlichen Momente in einer Eltern-Kind-Beziehung aufzuschreiben.

Mir gefällt die Idee, unsere Kinder mit einem Stapel Erinnerungen in die Erwachsenenwelt starten zu lassen, in Briefform und mit viel Herzwärme gefüllt, die immer wieder hervorgeholt und nachgelesen werden können.

Habt ihr eurem Kind auch schon einen Brief geschrieben?

* Gastautorin Lea Wyss schreibt Briefe für bücher&briefe. Sie ist in Ausbildung zur Bibliotherapeutin, Mutter von drei Kindern und Lehrerin. bücher&briefe gibt Tipps und hilft dabei, wertvolle Erinnerungen, Gefühle und Ereignisse aufs Papier zu bringen

………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………..

Sarahs und Evas Kleinstadt soll die Website sein, die uns gefehlt hat, als wir Kinder bekamen: Eine Plattform voller verlässlicher Tipps, Porträts, Interviews, Listen und Links über das Leben mit Kleinen in der Stadt – und anderswo. Für Mütter, Väter, Göttis, Grossmütter und alle anderen, die mit Kindern unterwegs sind.

Kleinstadt findet ihr auf folgendne Plattformen:

Sarah und Eva sind mit ihrem Blog im Netzwerk Schweizer Familienblogs.

………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………..

Der Adventskalender der Schweizer FamilienbloggerInnen

Dieses Jahr haben wir für euch zusammen mit zahlreichen weiteren Familienbloggerinnen und – blogger einen besonderen Adventskalender vorbereitet! Gemeinsam haben wir 24 wundervolle Inspirationen für euch zusammen getragen, um die Adventszeit als Familie mit allen Sinnen zu geniessen. Die 24 Beiträge kommen von Familien und sind für Familien gedacht.

Hinter jedem Türchen erwartet euch eine Inspiration

Ob ein persönlicher Gedanke, ein Rezept, ein Basteltipp, ein Ausflugstipp, ein Experiment oder eine Anleitung fürs Wichteln oder gar für Glücksmomente – unser gemeinsamer Adventskalender überrascht täglich mit tollen Gastbeiträgen von noch tolleren Bloggerinnen und Bloggern:

  1.  Himmelsboten backen – Die Angelones
  2.  Ein Wichtel zu Besuch – redeweise.ch
  3.  Schneemannsuppe im Schneekugelglas – zigzagfood
  4.  Von der Kunst, aus einer Bürde einen Blog zu machen – enjoythelittlethings.rock
  5.  Ein Plädoyer für Samichlaus, Christchindli und Osterhase – mamarocks.ch
  6.  Die Sache mit dem Samichlaus und dem Christkind – mamaontherocks
  7.  Die Sternenstadt St. Gallen – Die Angelones
  8.  Advent: Ausflüge, die es unter dem Jahr nicht gibt – Wanderindli
  9.  Weihnachtskarten selbst gemacht – Die Angelones
  10.  Die heilige Lucia – kidsoverthemoon
  11.  Bunte Scherenschnitte für Geschenkverpackungen – schäresteipapier
  12. Weihnachten in der Grossfamilie – Mamamal3
  13. Weihnachtliches Fussbad – Mamioase
  14. Blueberry-White Chocolate Cookies – Dolcisseria
  15. Vanillekringel: Gaumenschmaus und Christbaumschmuck zugleich – foodwerk
  16. Weihnachtsmarkt zu Hause – runningmami
  17. Glücksmomente – Mit Strich und Faden
  18. Ein Liebesbrief ans Kind – kleinstadt
  19. Weihnächtliche Orangen-Kürbis-Ingwersuppe mit Zimt-Croutons – Miss Broccoli
  20. Blick hinter die Kulissen des Bloggens – Die Angelones
  21. Griechische Weihnachten – momof4
  22. Speckzopf – Delizie d’Amelia
  23. Kerzenexperiment – keinsteinskiste
  24. So feiern wir Weihnachten – Die Angelones

Kennt ihr schon den einen oder anderen Familienblog? Schaut doch bei allen mal rein, liked deren Facebook-Seite oder folgt ihnen via Instagram oder Pinterest. Sie alle werden sich freuen, wenn ganz viele «Die Angelones»-LeserInnen ihre Gastbeiträge lesen.

Wir freuen uns, euch gemeinsam mit unseren engagierten und fantasievollen Blogger-KollegInnen durch den Advent begleiten zu dürfen! Schön, wenn wir euch mit all den 24 Gastbeiträgen inspirieren können – über eure Unterstützung in Form von Likes, Teilen und Kommentaren freuen wir uns alle!