Adam, Olivier: Die Summe aller Möglichkeiten

Rezension Olivier Adam - Die Summe aller Möglichkeiten

Klappentext:

Was bleibt vom Zauber der Côte d'Azur, wenn die Touristen abreisen? Der Amateurfußballer Antoine wird beinahe tot geschlagen, seine Heimat, ein kleiner Badeort, von einem Sturm verwüstet. Am Strand taucht eine junge Frau auf, sie spricht kein Wort, und mehrere Männer verschwinden spurlos. Der Fußballtrainer, die Sozialarbeiterin, der Kommissar, Antoines Freunde und Familie, seine Mannschaft und deren Gegner, seine Feinde - sie alle versuchen zu ergründen, was geschehen ist. Sie sind auf sich selbst zurückgeworfen, kreisen um Träume, Pläne, die Liebe. Olivier Adam zeichnet das Panorama eines Frankreichs in der Krise und empfiehlt das Gegengift: Mitgefühl.

Adam, Olivier: Die Summe aller Möglichkeiten Meinung:

Ein Sommer an der Cote D'Azur ändert das Leben vieler Menschen, als ein schwerer Sturm über den Küstenort zieht. Menschen sterben, verschwinden oder tauchen plötzlich auf. Und jedes Leben wird mehr oder weniger durch die anderen und die daraus resultierenden Ereignisse beeinflusst.

Ich mag Episodenromane unheimlich gerne. Hier erhält jedes Kapitel eine eigene Stimme und Sichtweise. Nach und nach setzt sich so wie ein Puzzle eine Gesamtheit der Ereignisse und Schicksale zusammen. Grundsätzlich funktioniert diese Art der Erzählung immer gut, um Spannung zu erzeugen. Leider ist sie in diesem Fall reichlich langatmig geraten. Das ist aber auch zum Teil dem Sprachstil geschuldet, der zwar die typischen französischen Poesie mitbringt, oft aber in lange, verschachtelte Sätze gipfelt, die sich sehr ermüdend lesen lassen und die ganze Aufmerksamkeit des Lesers fordern. Auch sind mir des öfteren Wörter über den Weg gelaufen, die merkwürdig oder veraltet wirken und das Lesen zusätzlich anstrengten. Ob das dem Übersetzer oder dem Original geschuldet ist, kann ich aber leider nicht beurteilen.

Somit zeigt sich hier schon, dass Die Summe aller Möglichkeiten kein Buch für mal eben zwischendurch ist, trotz seiner relativen Kürze. Für die kurze Zeit, in denen sich die Protagonisten hier vorstellen, bekommt man aber ein sehr gutes, detailliertes Bild von ihnen. Die Thematik an sich ist sehr interessant und hat hauptsächlich dafür gesorgt, dass ich in diesem Roman durchgehalten habe. Denn trotz aller Kritik und Längen, war ich doch schon neugierig, wie es für die Beteiligten ausgehen wird.

Fazit:

Die Summe aller Möglichkeiten hat eine interessante Thematik beinhaltet, die leider in der Umsetzung recht zäh, langatmig und ermüdend geraten ist. Dieses Buch sollte man mit voller Aufmerksamkeit lesen, möchte man nicht den Faden verlieren.

Von mir gibt es 2,5 von 5 Punkten. Adam, Olivier: Die Summe aller Möglichkeiten Preis

Gebunden: 25,00 Euro

Verlag: Klett Cotta
ISBN: 978-3-608-98033-2
Seitenzahl: 445
Übersetzer: Michael von Killisch-Horn

Vielen Dank an Klett Cotta für das Rezensionsexemplar.

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