Ab wann bist du eigentlich (zu) alt fürs Laufen?

Ab wann bist du eigentlich (zu) alt fürs Laufen? Wir wissen natürlich, dass wir nie zu alt zum Laufen sind! Dennoch, die Grenze zum „Altwerden“ wird oft mit 50 Jahren angegeben, so auch von mir. Doch ab 50 fühlt man sich doch noch nicht alt, oder? Da ist man ja gerade im besten Alter: die Kinder sind meist außer Haus und du bist fit genug, um deine freie Zeit endlich auch aktiv für dich zu nützen. Doch merke: die Natur weiß nicht, dass du jetzt mehr Zeit für dich hast!
Das Alter kommt freilich nicht von einem Tag auf den anderen. Wir altern nicht in kurzer Zeit, sondern das ist ein schleichender Prozess, dessen Auswirkungen man langsam aber stetig am eigenen Körper zu spüren bekommt. Alt werden wir eigentlich schon nach der Pubertät, wenn die ersten grauen Haare und die ersten kleinen Fältchen an den Augen kommen, aber auch wenn wir nicht mehr in die Höhe, sondern beginnen, in die Breite zu wachsen.
Der Körper bleibt nach der Pubertät aber noch relativ lange sehr leistungsfähig und erreicht seinen Höhepunkt mit etwa 30 bis 40 Jahren. Blickt man in den laufenden Spitzensport, so wird man die besten Marathonläufer auch mit etwa 30 bis 35 Jahren finden. Was wir jedoch nicht finden, sind 40-jährige LäuferInnen!
Kann man uns deshalb vielleicht schon ab 40 als alt bezeichnen? Zumindest sinkt die Leistungsfähigkeit etwa ab dem 35. Lebensjahr. Deshalb gibt es auch ab diesem Alter eigene „Altersklassen“, damit man sich fair vergleichen kann.
Marathonrekorde nach Altersklassen für Frauen und Männer
Sieht man die Ergebnisse dieser Altersklassen genauer an, macht es vielleicht den Anschein, dass diese Menschen überhaupt nicht alt werden! Wenn eine über 75-Jährige deutlich unter vier Stunden bleibt und gleichaltrige Männer sogar knapp über drei Stunden laufen, sehen so manche unserer Bestzeiten relativ alt aus - wortwörtlich!
Solche unglaublichen Ergebnisse sind ja nicht die Regel. Es gibt auch nur wenige Menschen, die die nötigen Voraussetzungen mitbringen. Und genau die stehen dann in den Bestenlisten ganz oben. Eines teilen wir aber mit all diesen Ausnahmeerscheinungen: wir werden alle älter!

Unsere Lebenserwartung steigt!

Dieses gefühlte „mit 50 ist man doch noch nicht alt“ kommt auch nicht von irgendwo her. Denn mit 50 Jahren hat man gerade einmal gut die Hälfte der Lebenserwartung hinter sich. In den 60er Jahren war das noch nicht so, da hatte man das Leben schon beinahe hinter sich. In dieser Grafik sieht man die Entwicklung der Lebenserwartung in Österreich. So war sie im Jahr 1960 gut 68 Jahre und heute haben wir im Schnitt eine Lebenserwartung von knapp 82 Jahren. Dabei werden Frauen deutlich älter (aktuelle Erwartung: 84 Jahre) als Männer (aktuelle Erwartung: 79 Jahre).
Menschen werden einfach älter. Und jemand, der mit 50 Jahren in der Blüte seines Lebens steht, scheint in unserer Zeit eigentlich nicht alt zu sein, sowohl was das Aussehen anbelangt, als auch von seinem Fitnesslevel. Ich behaupte sogar, dass die heutigen 50jährigen deutlich fitter sind als die vor 60 Jahren! 
Der Alterungsprozess ist aber nicht zu leugnen. Wir sind jetzt mit 50 Jahren biologisch gesehen genauso alt, wie wir es vor 10.000 Jahren gewesen wären. Mit unserer heutigen medizinischen Versorgung und der besseren Ernährung haben wir das Glück, dieses Alter auch erleben zu dürfen! Wer weiß, wie weit die Lebenserwartung noch steigt, denn die Kurve sieht noch immer linear aus – keineswegs ist bisher eine Abflachung eingetreten. Lassen wir uns überraschen, wie viele 100-Jährige in Zukunft Marathon laufen werden.

Man ist so alt, wie man sich fühlt

Wir sind jedenfalls nie „zu alt“ fürs Laufen, sondern müssen mit dem Alter mitlaufen. Lassen wir uns nicht vom Alter unterkriegen. Auch wenn wir das Altern selbst nicht verhindern werden, wir können viel dafür tun, dass wir gesund und fit ein hohes Alter erleben. Sehen wir zu, dass wir rechtzeitig auf unsere Gesundheit achten, ihn zur richtigen Zeit pflegen, dann aber auch wieder „altersgerecht“ fordern. Schauen wir, dass wir unsere Beweglichkeit erhalten und unsere Muskeln nicht verlieren. Gehen wir laufen – das restliche Leben lang!
Das Laufen im Altersgang verändert sich, wie das Altern selbst, sehr langsam. Vor allem aber etwa ab dem 50. Lebensjahr wird's bei jedem phyisch bemerkbar. Es gibt im Training ein paar Regeln, die man berücksichtigen kann, damit man bis ins hohe Alter läuft und sich dabei keine Verletzungen holt. Prinzipiell unterscheide ich zwei Arten von Altersläufer:
  • die bereits ein Leben lang laufen
  • die im Alter mit dem Laufen beginnen

Was genau du jeweils in deinem Training berücksichtigen musst, das möchte ich im nächsten Bericht beschreiben. Interessiert? Trage dich gleich in meinem Mailverteiler ein und du bekommst den Bericht aus erster Hand!
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