A Place to Bury Strangers – Transfixiation

“Supermaster” beginnt wie circa 70 Prozent aller Songs, die sich zwischen Noise Rock, Post-Punk und New Wave bewegen: Das Schlagzeug gibt einen leichten, aber dringlichen Sechzehntel-Beat mit herausstechender Snare vor, in den kurz darauf auch der Bass einsteigt, nicht weniger paranoid und mit einem Hauch von Schwarz-Weiß. Der Tonfall und die Artikulation des Gesangs verstärken den Eindruck, es handele sich um eine verlorene Joy Division B-Seite.

Der Song ist der Opener von A Place to Bury Strangers’ viertem Studioalbum, Transfixiation. Die Band um Oliver Ackermann ist am Ende des letzten Jahrzehnts mit Exploding Head positiv aufgefallen und bewegt sich zwischen Noise Rock, Shoegaze und vor allem Post-Punk. Auf Transfixiation tauchen die üblichen Elemente auf, die schon seit Mitte der ’70er Jahre Jugendliche mit spastischen Bewegungen durch die Konzertsäle treiben: hohes Tempo, walls of sound, theatralischer Gesang und eine ganze Menge Feedback. Das sechsminütige “Deeper” ist mehr Flugzeugabsturz als Rocksong, durchsetzt mit knallendem Industrialschlagzeug – das ist von Filth gar nicht mal so weit entfernt. Das nicht weniger noisige Echo findet der Track im Closer “I Will Die”, der in der Tat nach Tod und Verderben klingt.

Lieder wie “I Will Die”, “Deeper” und dessen Coda “Lower Zone” sind aber die Ausnahme. Der Großteil der Songs von Transfixiation scheint lediglich aus der “Supermaster”-Blaupause entstanden zu sein, die wiederum ihr Leben aus der kreativen Periode zwischen circa 1977 und 1985 zieht. A Place to Bury Strangers hätten sich auf dem Control-Soundtrack wohl gefühlt. Leider kann der Krach, der wie ein Film über der Musik liegt, jener nicht helfen. Transfixiation ist fest in der Vergangenheit verankert und richtet sich an Fans solcher Post-Punk- und Noise-Heroen wie the Jesus and Mary Chain. Schlecht sind die Songs nicht, “Straight” und “We’ve Come So Far” kann man durchaus öfter laufen lassen. Man kann aber stattdessen genauso gut die ‘Klassiker’ hören. Auch wenn sich das Album zum Ende hin mit “I’m So Clean” und dem rasenden “Fill the Void” nochmal ein bisschen steigert – ein bisschen mehr Farbe hätte Transfixiation gut getan.

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Beste Tracks: Fill the Void, I Will Die, Deeper

VÖ: 13/02 // Dead Oceans/Cargo Records

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Schaut euch das Video zu “Straight” an:


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Fichon


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