82. Palais.Poesie (im Park hinter Japan)

Schaut man sich die gegenwärtige Lyrikszene an, gibt es durchaus Grund zu frohlocken. In der Wirtschaft würde man sagen: Die Branche boomt. Ein Massenphänomen ist sie allerdings trotzdem nach wie vor nicht: Wenn von einem Lyrikbändchen mehr als 300 Exemplare verkauft werden, ist das sozusagen ein Mega-Bestseller.

Nun gehören Rezitationen von Gedichten zumindest in unserem Kulturkreis normalerweise nicht zur Eventkultur, die größere Räume finden könnte – Ausnahme von der Regel: ein Poetry-Slam, der alles andere als unter einem blau blühenden Romantikverdacht steht und bei dem eher laut gerappt als leise und bedeutungsschwanger geraunt wird. Die Schwierigkeiten mit der Lektüre von Lyrik beginnen – ausgerechnet – nicht selten in der Schule, wo Pennälern Lyrik als kultureller Lebertran erscheint, der nicht schmeckt, den man aber wohl oder übel schlucken muss.

„Palais.Poesie“ nennt sich das poetische Sommervergnügen, bei dem ein halbes Dutzend Dichter dem wandelnden, sitzenden oder liegenden Zuhörer im Park des Japanischen Palais’ ihre neuesten Gedichte vortragen.  / Christian Ruf, Sächsische Zeitung

Am Donnerstag lesen Patrick Beck, Kerstin Polzin und Dieter Krause, am Mittwoch Anne Seidel, Undine Materni und Volker Sielaff.

Palais.Poesie, 18, bis 24. August, jeweils 20 Uhr, Park hinter Japan. Palais



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