8 traumhafte Skitouren im Tennengebirge

Von Berghasen

Diese acht Skitouren im Tennengebirge werden dich begeistern!

Das Tennengebirge scheint Schnee magisch anzuziehen. Ich bin dort aufgewachsen und seit ich denken kann, kann ich mich an keinen Winter erinnern, in dem im Tennengebirge keine Skitouren möglich gewesen wären.

Das Tennengebirge liegt umgeben von Hochkönig, Dachstein- und Hagengebirge im Herzen des Salzburger Landes. Es ist ein mächtiges Gebirge aus Kalkgestein, dessen Karst-Plateau sich über 60 Quadratkilometer erstreckt.

Dem Tennengebirge kannst du dich auf Skitouren von Norden, Osten, Süden oder Westen nähern. Von der Überschreitung, rasanten Steilabfahrten, schmierigem Firn und Pulverschnee kannst im Winter im Tennengebirge alles unter die Skier bekommen.

Es zahlt sich also aus, gleich in paar Tage in der Gegend zu bleiben und auch noch den Gosaukamm oder das Hochkönig-Massiv zu erkunden. Als Basis dafür eignet sich St. Martin am Tennengebirge. Wenn du auf der Suche nach einer geräumigen und freundlichen Unterkunft bist, dann lege ich dir das Apartment Kraft (kleine Werbung in eigener Sache) nahe!

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Beliebte Ausgangspunkte für Skitouren im Tennengebirge sind:

  • St. Martin am Tennengebirge
  • Werfenweng/Wengerau
  • Abtenau

Dort starten auch diese 8 traumhaften Skitouren im Tennengebirge!

Gemütlich: Skitour auf die Koreinhöhe (1.811 m)

  • Ausgangspunkt: Sportplatz St. Martin am Tennengebirge
  • Anstieg: 900 Höhenmeter
  • Schwierigkeit: leicht

Wer von St. Martin am Tennengebirge auf die Koreinhöhe aufbricht, kann sich auf drei Dinge einstellen: Einen angenehmen Aufstieg, ein sagenhaftes Gipfelpanorama und bei Neuschnee auf eine großartige Abfahrt durch einen nordseitigen Lärchenwald.

Als Ausläufer des Tennengebirges liegt die Koreinhöhe sanft zwischen St. Martin und dem Lammertal. Völlig alleinstehend bietet sie einen zauberhaften Blick auf die umliegenden Gebirgsstöcke. Bei guter Sicht erkennt man in der Ferne sogar den Großglockner. Und das bei einer Aufstiegszeit von weniger als zwei Stunden!

Hier geht’s zur Tour, die sich auch für Anfänger eignet.

Bei wenig Schnee: Aus der Zaglau auf den Bischling

  • Ausgangspunkt: Zaglau, Tourenparkplatz Skigebiet Werfenweng
  • Anstieg: 900 Höhenmeter
  • Schwierigkeit: leicht bis mittel

Nicht anspruchsvoll, nicht allzu weit, aber schön! Bei der Skitour auf den Bischling (1.835 m) steigst du in der Nähe des Skigebiets Werfenweng abseits der Piste auf einen schönen Aussichtsgipfel. Vor allem der Ausblick auf das umliegende Tennengebirge ist den knapp 900 Höhenmeter langen Anstieg wert. Das Gute: Eine Skitour auf den Bischling kannst du auch bei geringer Schneelage unternehmen. Denn abfahren kannst du bequem über die Piste!

Aufstieg über die Leiwarinne

Die Skitour auf den Bischling startet in der Zaglau an der Talstation der Gondelbahn des Skigebiets Werfenweng. Bitte parke am öffentlichen Tourengeher-Parkplatz.

Von dort aus steigst du zunächst entlang der Piste des kleinen Schlepplifts zu einer Waldschneise, der sogenannte Leiwarinne, auf. Die Rinne wird nach oben hin schmaler und steiler, der Wald dichter, sodass du über einige Spitzkehren einen Forstweg erreichst. Folge diesem rechtshaltend ein Stück und zweige dann bald nach links in einen Holzschlag ab.

Durch den Wald schraubst du dich in Spitzkehren höher. Bei geringer Schneelage stören eventuell Äste und Latschen, aber bald flacht das Gelände ab und du kannst links der Piste zum Gipfel des Bischling aufsteigen und die Skitour mit einer Einkehr im Gipfelrestaurant ausklingen lassen.

Abfahrt über die Piste

Abfahren kannst du bequem über die lange Talabfahrt des Skigebiets Werfenweng. Bitte nicht über die Piste aufsteigen!

Wengerau: Skitour zur Werfener Hütte

  • Ausgangspunkt: Wanderparkplatz Wengerau, Werfenweng
  • Anstieg: 1.000 Höhenmeter
  • Schwierigkeit: mittel

Besser kann der Pulver nicht sein.

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Im Sommer ist die Werfener Hütte ein beliebter Zwischenstopp am Weg auf den Werfener Hochthron, im Winter Ziel für Pulverschneeliebhaber. Am Ausgangspunkt in der Wengerau hält sich der Schnee nämlich oft bis ins Frühjahr hinein.

Hoch erhoben über dem Salzachtal liegt die Hütte unterhalb der steilen Flanken des Hochthrons. Mit den Skiern ist hier Schluss. Wehmut empfindet man deswegen aber nicht. Denn die einmalige Lage der Hütte lädt dazu ein, es sich auf der Aussichtsterrasse gemütlich zu machen.

Leider ist die Werfener Hütte seit dem Sommer 2023 geschlossen. Das Bier gibt’s also erst nach der Abfahrt.

Diese führt über den Hüttenhang und den Tanzboden und verspricht vor allem bei Pulverschnee reinsten Fahrgenuss.

Alle Infos zur gemütlichen Hüttentour!

Klassiker: Skitour auf den Eiskogel

  • Ausgangspunkt: Wanderparkplatz Wengerau, Werfenweng
  • Anstieg: 1.400 Höhenmeter
  • Schwierigkeit: mittel bis schwer

Auf der Hochfläche zwischen Tauernkogel und Eiskogel.

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Der Eiskogel (2.321 m) ist eines der beliebteste Skitouren-Ziele im Tennengebirge – ja vielleicht sogar im gesamten Salzburger Land. Verständlich, bringt der Gipfel doch alles mit, was sich Skitourenliebhaber wünschen: Einen langen, alpinen Aufstieg, ein fantastisches Panorama, herrlich breite Skihänge und eine Hütte zum Einkehren.

Ausgangspunkt der Skitour auf den Eiskogel ist der kostenpflichtige Wanderparkplatz in der Wengerau bei Werfenweng. Von dort aus folgst du zunächst dem markierten Weg zur Heinrich-Hackel-Hütte und von dort aus der meist vorhandenen Spur zur Tauernscharte.

Nun liegt das weitläufige, mondartige Plateau des Tennengebirges vor dir und nur noch der 300 Höhenmeter lange Gipfelhang trennt dich vom höchsten Punkt der Skitour.

Da die Route auch über einige steilere, manchmal eisige Passagen verläuft, ist die Skitour auf den Eiskogel nicht für Anfänger geeignet. Wer 1.400 Höhenmeter Aufstieg gewachsen ist, wird diese Tour aber lieben!

Hier gibt’s mehr Infos zur Tour!

Oben drüber: Tennengebirgs-Überschreitung

  • Ausgangspunkt: Wanderparkplatz Wengerau, Werfenweng
  • Anstieg: 1.700 Höhenmeter
  • Schwierigkeit: schwer

Mondlandung.

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Für die Tennengebirgs-Überschreitung gibt es mehrere mögliche Routen. Die bekanntesten sind:

  1. Von Werfenweng über den Scheiblingkogel nach Oberscheffau
  2. Von Werfenweng über den Bleikogel nach Abtenau
  3. Vom Pass Lueg über die Wieselsteine/den Knallstein nach Werfenweng

Sie alle haben gemein, dass sie das Plateau des Tennengebirges von Süden nach Norden (oder umgekehrt) überschreiben. Letztere ist die längste und anspruchsvollste, zweitere die kürzeste und erstere die beliebteste Variante.

Wir haben den Klassiker von der Wengerau über den Scheiblingkogel und die Wies-Abfahrt nach Oberscheffau gewählt.

Zur ausführlichen Reportage & allen Infos

Hochkarfelderkopf: Pyramide aus Schnee

  • Ausgangspunkt: Parkplatz Lammertallift, St. Martin am Tennengebirge
  • Anstieg: 1.400 Höhenmeter
  • Schwierigkeit: mittel

Der Hochkarfelderkopf (2.219 m) ist einer der Randgipfel des Tennengebirges auf der Lammertaler Seite. Gerade deswegen hat man von seinem Gipfel einen so fantastischen Blick über das Salzburger Land und das Plateau des Tennengebirges, das besonders im Winter einer Mondlandschaft gleicht.

Startpunkt der Skitour auf den Hochkarfelderkopf ist der Parkplatz des Lammertallifts in einem Seitental des Lammertals, das man über Lungötz erreicht.

Der Gipfelaufbau des Hochkarfelderkopfs gleicht einem gleichschenkeligen Dreieck aus Fels und Schnee. Direkt darunter befinden sich einige der schönsten Abfahrtsvarianten im Tennengebirge. Perfektes Skigelände – nie zu steil, nie zu flach. Der einzige Makel: ein kurzer Gegenanstieg.

Das Finale der Tour ist gleichzeitig ihr steilstes Stück. Wenige Spitzkehren führen auf eine Scharte. In ihrem Schatten bleibt der Schnee meist lange pulvrig. Genau darum ist dieser Teil meist das Feinste der Abfahrt, aber bei kritischer Lawinenlage sehr heikel!

Der ausführliche Beitrag zur Tour!

Von Abtenau auf den Fritzerkogel

  • Ausgangspunkt: Parkplatz Karkogellift, Abtenau
  • Anstieg: 1.900 Höhenmeter
  • Schwierigkeit: schwer

Die Nordseite des Tennengebirges soll hier keinesfalls vernachlässigt werden. Denn auch von Abtenau aus kann man auf lohnende Skitouren im Tennengebirge aufbrechen.

Eine lange, fordernde und alpine Skitour bei Abtenau ist jene auf den Fritzerkogel (2.363 m). Sie lockt weniger mit lohnenden Abfahrten, sondern vielmehr mit vielen Höhenmetern (ganze 1.900) in einem abwechslungsreichen Gelände!

Ausgangspunkt ist der Liftparkplatz Karkogel bei Abtenau. Zuerst folgst du der Piste bis zur Karalm, dort folgst du rechts kurz einer Straße, verlierst einige Höhenmeter und zweigst dann links steil in den Wald ab. Der Aufstieg verläuft entlang des Sommerwegs zur Laufener Hütte.

Spätestens hier zieht die Tour ihre gewaltige Szenerie. Tief geht’s nun hinein ins Tennengebirge und nach der Hütte bald linkshaltend durch eine steile Mulde dem Gipfel entgegen.

Tipp: Die Laufener Hütte verfügt über einen Winterraum. Eine Übernachtung lohnt sich! Denn am nächsten Tag kannst du von dort aus auch den Hochkarfelderkopf besteigen. Den Schlüssel erhältst du bei der zuständigen Alpenvereins-Sektion Laufen.

Wermutschneid: Steiler Firnklassiker

  • Ausgangspunkt: Wanderparkplatz Wengerau, Werfenweng
  • Anstieg: 1.450 Höhenmeter
  • Schwierigkeit: sehr schwer (Steilabfahrt, Absturzgelände im Aufstieg über den Trog sowie auf der Abfahrt über die Wermutschneid)

Scheinbar senkrecht ragt die Wermutschneid über dem Talkessel von Werfenweng auf. Dieser Kessel aus Berggipfeln und Felswänden bildet die Staffelei, auf der die Wermutschneid wie eine Leinwand steht.

Ein mehrere Hundert Meter breiter Hang, durchgehend an die 45° steil. Wer im Frühjahr zur Skitour auf die Wermutschneid aufbricht, darf sich bei passenden Bedingungen auf eine der feinsten und spektakulärsten Steilabfahrten im Tennengebirge freuen.

Der Aufstieg durch den Trog zum Mittleren Streitmandl ist bereits für sich eine ordentliche, anspruchsvolle Skitour. Von dort führt ein Grat zur Einfahrt in die Wermutschneid.

Die Ausgesetztheit, die Breite und Länge des Hanges, der Talkessel von Wengerau tief unten, die umliegenden Gipfel – all das trägt zum besonderen Charakter dieser Abfahrt bei. Trotz dieses Reizes ist die Wermutschneid sicher kein Unterfangen für jedermann. Schon der Aufstieg durch den Trog hält einige Tücken bereit und auch während der Abfahrt darfst du dir keine Fehler erlauben. Denn kein Hindernis bremst hier einen Sturz.

Zum ausführlichen Bericht zur Tour!

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