70. Nachruf auf Knud Wollenberger (Geb. 1952)

In der Traueranzeige ein Satz wie eine kryptische Lebensbilanz: „Und eine schwarze Sonne leckt die letzten Strahlen!“ Die Beisetzung im engsten Kreis auf dem Naturfriedhof Woodbrook in Irland, dem finalen Fluchtpunkt. Hier hatte er die letzten Lebensjahre verbracht, ein Pflegefall, abgeschottet vom Licht der Öffentlichkeit, für die er nur der Stasi-Verräter war und nicht der Dichter, der er sein wollte. Es bleibt ein schmales Büchlein, „Azurazur“, zwei Gedichte in einer Anthologie, Tonaufnahmen von Lesungen und wenige Text-Spuren im Netz. / Erik Steffen, Tagesspiegel



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