7. Ordentliche Lyrik

Geladen war Rowohlt – nach Ingo Schulze, Uwe Tellkamp und Hertha [ein h zuviel, MG] Müller in den Vorjahren – als Übersetzer belletristischer Texte aus dem angloamerikanischen Raum. Mit aktuell 166 übersetzten Büchern gehört er zu den Fleißigsten und Produktivsten seiner Zunft, wobei die Breite der Genres erstaunt. Sie reicht von A. A. Milne, dem Erfinder von “Pu, der Bär”, über seinen kauzigen Leib-und-Magen-Autor Flann O’Brien bis hin zu F. Scott Fitzgerald, Kurt Vonnegut, Padget Powell und Frank McCourt, dessen Welterfolg “Die Asche meiner Mutter” er ins Deutsche übertrug.

Rowohlt bot im vollbesetzten, bald wogend vergnügten Festsaal des Alten Leipziger Rathauses Einblicke in die Werkstatt des Nachdichtens und Selberdichtens. Im Zuge der Übersetzertätigkeit sei er ein “Notpoet”, bekannte er. Und zwar nicht im Sinne eines zwanghaft lyrischen Menschen, der jedem morgens vor dem Fenster vorbeiflatternden Vogel hinterher dichtet, sondern gleichsam als bodenständiger Problemlöser, der es beim Übertragen von Erzählwerken regelmäßig auch mit dichterischen Zeilen zu tun bekommt und der es sich zur Aufgabe macht, seinen Lesern “ordentliche Lyrik” zu liefern. Deutlich fällt sein Bekenntnis zur traditionellen lyrischen Form aus, wobei sich dabei Ironie und persönliche Vorliebe durchdringen. “Ordentliche Lyrik” sei für ihn die, “die sich rechts hinten reimt”. / Ralph Gambihler, Freie Presse

 



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