55. Nicht von Rilke

wer einen gedichtband von Adrian Kasnitz liest, macht nichts falsch. im gegenteil. sich für lyrik zu entscheiden, insbesondere wenn es sich einmal nicht um einen geschenkbuchRilke oder welthaltigkeitsBenn handelt, sondern um einen noch lebenden dichter, zeugt von neugier, aber auch von vertrauen darein, dass ein heutiger uns heutigen ebenfalls etwas zu sagen hat. oder vielmehr zu zeigen. …

wo es im letzten und ganz großartigen band den tag zu langen drähten (parasitenpresse 2010) noch eher um menschen, um dorfbewohner und die unsicherheit des städters ihnen gegenüber ging, interessieren den autor im aktuellen buch schrumpfende städte als ausfransende, auch demographisch ausblutende ballungsgebiete, zum größeren teil jedoch eher als verblassende, immer unspezifischer sich von allem andern scheidende gegenden: irgendwoseitlichnördlich von sonstlichtpunkte im wald. keine veduten, keine dem städtischen opponierende loci amoeni. mit einem wort: tristesse, ausgewaschenheit, schlichte anwesenheit einer gegend, nur ab und zu etwas spezielles, aufplatzende äpfel, ein mädchen mit gelbem gesicht, das dann gerade durch seine seltenheit wirkt. / CRAUSS, titel

Adrian Kasnitz: schrumpfende städte
Wiesbaden: Christian Lux Verlag 2011
80 Seiten. 19,80 Euro



wallpaper-1019588
Warum stehen bleiben manchmal die richtige Vorgehensweise ist?
wallpaper-1019588
Houston… wir haben bald Weihnachten
wallpaper-1019588
Property: Warum so skeptisch?
wallpaper-1019588
Welt-Down-Syndrom-Tag – der World Down Syndrome Day
wallpaper-1019588
Entzündungshemmende Salbe Test 2019 | Vergleich der besten Salben
wallpaper-1019588
Kizz-Kolumne: Sind Väter die entspannteren Eltern?
wallpaper-1019588
Abgelehnt! Keine Hollywood-Umsetzung von Nausicaä
wallpaper-1019588
[Rezension] „Bratapfel am Meer“, Anne Barns (Mira)