53. Keine Inseldichter

Spannend sind die neueren Tendenzen in der isländischen Lyrik. Für eine neue Strömung steht die Poetengruppe »Nyhil«. Ihre Autoren mischen sich auch mit Essays in politische Debatten ein und haben wenig Interesse an der ihrer Auffassung nach verkitschten isländischen Lyriktradi­tion. Sie setzen ihr eine direkte Sprache und einen an der Konkreten Poesie orientierten Reduktionismus entgegen. Der Einsamkeit des Inseldichters entkommen sie, indem sie Open-Mic-Sessions und internationale Literaturfestivals organisieren. Doch das Düstere fehlt auch hier nicht. In Kristín Eiríksdóttirs Gedicht »Die Glückseligkeit war nie unser« heißt es: »Wir sind immer gerade nicht gestorben«. / Tanja Dückers, Jungle World

Isländische Lyrik. Hrsg. von Silja Sdalsteinsdóttir, Jón Bjarni Atlason und Björn Kozempel. Insel, Berlin 2011, 222 Seiten, 8,95 Euro



wallpaper-1019588
Die richtige Matratze für erholsamen Schlaf
wallpaper-1019588
Android zu Android: Dein nahtloses Tech-Erlebnis – einfach, schnell, vernetzt!
wallpaper-1019588
Rundreisen Japan 2026 hier buchen
wallpaper-1019588
[Comic] The Closet [1]
wallpaper-1019588
Die besten und schlechtesten Flughäfen Europas: Welche Airports überzeugen?