5 vor 12! Zero Waste!

Da es ja laut Beitragstitel bereits 5 vor 12 ist, nur ein kurzer Blogpost zu mamadenkts 5-vor-12-Kampagne! Zero Waste - Ein ultramodernes Schlagwort. Dabei ist der Zero-Waste-Gedanke nur ein Lösungsansatz auf das Müllproblem unserer Zeit. Heute beschreien wir Unverpackt-Läden als den neuen Trend, dabei hat es in den besten Jahren meiner Groß- und Urgroßeltern gar nichts anderes gegeben. Es tut mir leid, aber es nervt mich, dass wir es immer erst soweit kommen lassen und wie bei so vielem erst nach Jahrzehnten feststellen, dass das ja doch ein Schritt in die falsche Richtung war.

Aus Rachels Artikel ist mir besonders das ‚Wir werden immer schneller' hängengeblieben. Das stimmt. Ich bin gehetzt, ich habe es immer eilig und ich bin permanent unter Strom irgendwelche Dinge tun zu müssen, damit unser kleiner Familienalltag funktioniert und weiterläuft. In der Konsequenz konsumiere ich oft schnell, ohne nachzudenken und dort, wo es gerade für mich am einfachsten und unkompliziertesten geht. Wenn bei uns mal Apfelsafttüten anstatt -flaschen im Flur stehen, dann hatte ich wenig Zeit oder war von allem bereits so angestrengt, dass ich die Einkäufe auf ein Geschäft reduzieren musste.

Und so geht es glaube ich vielen. Erst wenn man einen Weg aus dem gesellschaftlichen Fluss schafft, dem Hamsterrad entflieht und beginnt gegen den Strom zu schwimmen, kann man sich für Themen wie Nachhaltigkeit, Minimalismus oder Zero-Waste öffnen. Daher bringt es meiner Meinung nach nichts, der gestressten und übererschöpften breiten Masse ein dickes Schild vor Augen zu halten auf dem steht, dass sie jetzt Zero-Waste machen müssen. Ansetzen muss an dem Punkt, der den Leuten wieder die Zeit und die Freiheit schenkt, auch über solche Themen nachzudenken.

Egal. Eine Lösung hab ich hierfür gerade auch nicht. 😉

1. Zahl des Monats

80! Gestern saßen wir noch zusammen und haben darüber recherchiert, wie viel Gold eigentlich in Smartphones verbaut ist. Schlechte, kaputte oder zu alt gewordene Smartphones werden ja auch gerne einfach mal weggeschmissen. Dabei sind hier oft so wertvolle Materialien verbaut, die man durch ein fachgerechtes Recycling wieder zurückgewinnen und in den Kreislauf reintegrieren kann. Gold ist außerdem oft auch ein unfair gehandelter Rohstoff. In einem Artikel habe ich die Info gefunden, dass man durchschnittlich von ungefähr 30 mg Gold pro Smartphone ausgehen kann. Umso mehr habe ich mich darüber gefreut, dass SHIFTPHONE ausschließlich mit dem Fair-Trade-Siegel gekennzeichnetes Gold verwendet und die Mengen so gering wie möglich hält. Im SHIFT-Report ist angegeben, dass bislang in allen SHIFTPHONES nicht mehr als 80 Gramm Gold verbaut wurden.

2. Upcycling-Idee

Elektromobilität ist ein Thema, dass mich wirklich fasziniert. Ich liebe es zu reisen und unterwegs zu sein, Auto zu fahren und dabei Hörbücher zu hören. Und mich würde es ungemein freuen, wenn ich ohne schlechtes Gewissen in diesen Genuss kommen könnte. Die Elektromobilität ist toll, weil sie so viel Emissionen einspart. Aber wie jeder (Fort)Schritt den wir gehen, ist auch dieser nicht problemfrei und Akkus sind einfach nun mal ein echtes Problem. Ich habe jemanden im direkten Bekanntenkreis, der sich gerade in Richtung E-Mobilität fortbildet und der mir erzählt hat, dass es gute Upcycling-Maßnahmen gibt, bei denen Batterien, die in Autos nicht mehr zum Einsatz kommen können, über mehrere Jahrzehnte hinweg noch als Speicher von Sonnen- oder Windkraftenergie eingesetzt werden. Wenigstens etwas.

3. Food

Hier schwöre ich auf die Calzone-Pizza meines Lieblingspizzabäckers. Kommt im umweltfreundlichen Pappkarton und ich kann den Inhalt frei bestücken lassen. Aktuell bei mir als Calzone-Content im Trend: Gebratentes Gemüse!

4. Anno Domini

Meine Großeltern hatten einen großen Hof im Münsterland, der auch heute noch von ihren Kindern bewohnt wird. Früher habe ich dort als Kind regelmäßig Urlaub gemacht und es gehörte zum täglichen Ablauf, mit den Milchkannen zum Nachbarbauern zu laufen und frische Milch zu holen. Ganz unverpackt und ohne jeden Müll.

5. Entdeckung

Captain Fantastic. Wie mitreißend bitteschön ist dieser Film? Wir haben ihn gestern Abend - nach der Smartphone-Gold-Recherche - noch angestartet und trotz der späten Stunde fast bis zum Ende gesehen. (Als amazon-Prime-Kunde könnt ihr ihn derzeit noch kostenlos ansehen.) Ich verstehe die Leidenschaft der Eltern und ihr Bedürfnis ihre (vielen) Kinder frei von jeder Zivilisation aufzuziehen und sie so zu voll ausgebildeten und hoch intelligenten Menschen heranzuziehen. Hier sieht man ganz viele Zero-Waste-Ansätze. Ich freu mich schon drauf, den Film zu Ende anzusehen. Vielleicht schaff ichs ja dann auch mal, eine Rezension zu veröffentlichen.

Soweit zu 5 vor 12. Bis morgen könnt ihr noch an Rachels Aktion teilnehmen. Ab dann müsst ihr wieder einen Monat lang warten 😉


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